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Montag, 17 August, 2020

Das höchste Gut und die Güter

28.10.: Der Text über die Verkehrsformen muss immer wieder präzisiert werden. Die neu aufgenommenen Punkt 1 und 2 sind wesentlich. Sie werden auch noch in die Manuskripte aufgenommen, die aber im übrigen vorliegen; das Buchprojekt ist fertig. Jetzt werden nach und nach die Texte dieses Weblogs überarbeitet. Bitte geben Sie mir eine Rückmeldung bezüglich von Texten, die schwer oder so gar nicht verstanden werden (können).

Jetzt aber liegt der Ball bei den Gegnern. Die Texte sind nicht zum Konsum geeignet und die Gegner sind auch keine wirklichen Gegner: Die Wahrheit kennt keine Gegner und Lügner kennen keine Wahrheit. Wir wirken zwangsläfig zusammen -keiner steht außerhalb des Rechts- , aber wir kämpfen; darüber sollte keiner irren: Das Leben ist kein Wunschkonzert.

Der Text über die Verkehrsformen wird ständig noch erweitert und bezüglich der Dienstleister werden aktuell und bis auf Weiteres die neueren Entwicklungen im postmodernen Obrigkeitsstaat verfolgt und dem Text hinzugefügt. In das politische Tages-, Wochen- und die Monatsgeschäft der Politiker weltweit mischt sich der Autor nicht ein. In den USA müssen sich die Menschen aktuell zwischen der Pest und der Cholera entscheiden, in der übrigen Welt sind die Entscheidungen, die tagtäglich anstehen, oft noch dramatischer. Lasst die Politiker besser allein. Sie werden das auf ihre Art schon richten und für ihre Arterhaltung sorgen. Es sind arme Menschen, aber es sind nicht die Geringsten unter uns. Wir sind ihnen nicht verpflichtet. Wir sind allein der Wahrheit verpflichtet, die schwer genug zu erkennen ist und meist gar nicht erkannt werden kann.

"Menschen lügen, das ist eine anthropologische Konstante." Diese Aussage eines "Zwischendurch"-Lesers von endederrevolutionen war erstaunlich. Dieser Leser will mich vermutlich provozieren oder spricht aus, was als normal empfunden wird. Selbst vor Gericht dürfe man heute lügen. Wissen die Leser*innen von endederrevolutionen das? Für Menschen guten Willens ist das aber unwichtig; sie lügen eh nicht und wissen um die Macht der Wahrheit.

Die Frage einer Leserin vom 20.10., ob ich ihr mein persönliches Bild von Gott mitteilen könne, verstehe ich nicht. Ohne die Frage verstehen zu müssen aber kann ich ihr und meinen Leser*innen mitteilen, dass der Raum, den die Menschheit und der Raum, den Gott einnimmt, völlig verschiedene Räume sind. Der Raum, den die Menschen auf Erden einnehmen und gestalten ist dreidimensional. Er ist damit überschaubar und zuverlässig. In ihm können sich Menschen bewegen, experimentieren und die Natur erkennen. Sie haben dafür extra und systematisch diesen Raum mit Beginn der Aufklärung definiert und Schüler*innen lernen in der Schule die Naturereignisse und -ergebnisse in diesem Inertialsystem kennen, wenn sie nicht schon früh von der Schule ausgelesen und dem Schacher der Agentur für Arbeit für eine lebenslange Lohnarbeit übergeben worden sind. Erst in der Oberstufe könnten sie eine Religion kennenlernen, die das in der Regel banale Geschwätz über Religion in der Grund- und Mittelstufe ordentlich blamiert.

Den Raum, den Gott einnimmt, kennen wir nicht. Der Mensch, egal wie lange und intensiv er bisher forschte, weiß längst, dass er wohl über die vierte Dimension mathematisch, nicht aber physikalisch hinauskommen wird. Dieser Stoff in der Oberstufe ist Religion, die Schüler*innen in die Hand nimmt und diese zum ersten Mal in ihrem jungen Leben etwas von Gott schauen dürfen. Gebildete Physiklehrer und auch kritische Religionslehrer können zeigem, wie der Übergang vom Mythos zum Logos nach dem Fall von Byzanz in den Jahrhunderten danach vollbracht wurde. Sie begegneten mit der Moderne einer vierten Dimension, der Raum-Zeit, die vielleicht die entscheidenste ist, wenn wir uns auf die Suche nach Gott begeben wollen. Ökonomie der Zeit, darin löst sich schließlich alle Ökonomie auf. Karl Marx war den heutigen Naturwissenschaftlern ebenbürtig und brachte es praktisch für die Menschen auf den Punkt. Naturwissenschaftler und Karl Marx taugen zusammen als weiteren wissenschaftlichen Kompass auf dem Weg zu Gott. Verständlich, dass Karl Marx als autoritärer Knochen, wie er nunmal einer war, es schwerer hatte, zudem der Makel des verstoßenen Kindes immer auf ihm lasten wird, auch wenn er schon längst tot ist. Mit der Religion haderte er und erkannte völlig richtig, dass Religion das Opium für das Volk sei. Nicht aber für die Wissenschaftler, sie kommen nüchtern daher und kommen ohne Gott nicht aus. Kinder, wenn sie gut auf das Leben vorbereitet werden, auch nicht, und Kinder mancher geschichtlichen Größen werden es besonders schwer gehabt haben ohne sorgende Hände, wie die Kinder von Rousseau, Marx oder Albert Einstein, sich in dieser komplexen Welt zurecht zu finden. Sie sind deshalb der Schlüssel zum wirklichen Verständnis dieser Größen, ähnlich wie die Geschichte der exakten Naturwissenschaften die Grundlagen legt, die Interessen der Schulbücher und der Politiker und mancher gekauften Wissenschaftler zu erkennen. Das gilt auch für Albert Einstein und seiner Entdeckung der Raum-Zeit. Er beantwortet die Fragen der Kinder, geliebt hat er sie nicht. Vielleicht war er von dieser neuen Dimension Zeit zuletzt besessen und schuf sich deshalb ein klares Gottesbild: Gott als zentrale Ordnung der Dinge. Er diente einem Gott und empfahl, ähnlich Luther, der Obrigkeit die Bombe. Andere, die mit ihm und mehr als die Kinder um ihn waren, sahen das anders. Für sie war Gott das Chaos und unberechenbar: Wahrscheinlich; aber mehr nicht. In diesem Gegensatz von Ordnung und Chaos erkenne ich mich und ich weiß, dass ich mich zwischen diesen Polen nicht entscheiden werde und dafür etwas Göttliches erhalte: Gottes freien Willen: De libero arbitrio. Jeder Mensch, der sich seines eigenen Verstandes bedient und etwa bei Karl Marx, bei anerkannten und aufgeklärten Physikern, bei all den vielen aufgeklärten wertvollen anderen Menschen liest, vorallem aufmerksam liest und sie studiert, kann es wissen, wenn er sich nicht dem Politischen, nicht dem Protestantismus zuwendet. Harald Lesch, der sich, obwohl er Wissenschaftler ist, immer wieder als Physiker dem Politischen zuwendet, muss eine starke Persönlichkeit sein. Ich verstehe ihn in dieser Zuwendung nicht und hoffe, dass ihn dieser Blick auf den politischen Menschen nicht verdirbt; der Autor würde ihn missen.

20.10.: Es ist erstaunlich. Lutheraner sprechen mit mir. Katholiken nicht. Eugen Drewermann, der mir persönlich sogar einen Brief schrieb, ist auch ein Lutheraner, keinesfalls Katholik. Mehr noch, mit seinem Buch "Richtet nicht", schreibt er anders als Matthäus 18:18, schreibt er anders als der Autor von endederrevolutionen.de

19.10.: Nachdem Henning Schluß darauf aufmerksam machte, dass selbst Karl Liebknecht das Evangelium brauchte, um zusammen mit Rosa Luxemburg die Reihen unter den Genoss*innen wieder zu schließen, die der Bluthund Noske gerissen hat, konnte ein noch mit Fehlern behafteter Text früheren Datums wesentlich ergänzt werden. Der Text von gestern bleibt unverändert: Sie hätten den Klerus nicht bevormunden dürfen. Die Katholiken wissen, wie sie gegenüber den Mitmenschen sich verhalten müssen. Sie nehmen eine Pandemie ernst und verhalten sich nicht wie Egoisten, die der Pest des Protestantismus verfallen sind. Die Maßnahmen der Bürger sind nicht in der Lage, die Maßnahmen der Katholiken, die damals an Ostern die Eucharistie miteinander feiern wollten, zu toppen. Deshalb musste der Text im Messanger noch einmal aufgenommen und im Domradio fortgesetzt werden.

17.10.: Der Didaktik Pjotr Jakowlewitsch Galperin folgend, sind konkrete Ereignisse auch für den Autor Ausgangspunkt für die Ergebnisse seines Denkens. Sie sind im Wesentlichen durch das persönliche Erleben und nicht durch das Ziel geprägt. Dieser Weg ist natürlich ein langer und schwieriger und ohne das Gut zu kennen, ist dieser Weg nicht gehbar. Das Gut aber liegt nicht einfach vor uns und deshalb ist der Weg notwendigerweise mäandernd. Werden die Wege anders, geradlinig gegangen, wie etwa Paulus und Luther den Weg gegangen sind, folgen sie der Natur nicht. Die Natur kennt keine Gerade und keine Ecken. Das muss den Leser*innen dieses Weblogs immer klar sein, sonst könnten sie bei endederrevolutionen.de nicht verständnisvoll lesen.

16.10.: Das Impressum wurde ergänzt. Der Text "Vergeben" wurde in den Weblog mit einem Text über den typischen Politiker Dieter aufgenommen. Mit diesen Texten über das Wirken von Gruppen von Menschen, die mit ihren Vornamen in einer Gruppe zusammengefasst werden können - der Vorname Kevin ist hier Beispiel für einen signifikanten empirischen Beleg - soll u.a. am Beispiel des Vornamens Thomas gezeigt werden, dass gerade religiöse Menschen erheblichen Einfluss auf den Verlauf der Geschichte haben. Die Menschen schreiben die Geschichte gemeinsam, ob sie das wollen oder nicht. Alle tragen dazu bei. Aber einige Menschen schreiben die Geschichte mit einem unbeugsamen Willen -De libero arbitrio- und die deutliche Mehrheit der Menschen, die Kant den Pöbel nannte, schreiben die Geschichte in Demut -De servo arbitrio- und sind damit potentielle Träger faschistischer Regime. Sie anerkennen die Souveränität von Nationalstaaten, die ihre Souveränität mit der Entwicklung nationaler Waffentechnik begründen. Die heutige Rechtsphilosophie, die mit dem Dreißigjährigen Krieg dieser Philosophie des Grauens und mit der Ermordung Millionen von Menschen, sich durchsetzen konnte. Mit der Verankerung dieser grauenvollen Rechtsphilosophie im Bürgerlichen Gesetzbuch stirbt langsam aller Rest von Philosophie und die Philosophie davor dient nur noch der Unterhaltung und wird heute konsumiert. Diese bürgerliche neuzeitliche Philosophie wäre das Ende aller Philosophie, die außerhalb steht: Alles andere verbietet das Recht.

Der Vorwurf bleibt: Die Texte wäre für den ungebildeten Menschen einfach nicht lesbar. Noch halte ich diesem Vorwurf entgegen: Die Texte sind durchaus für den ungebildeten Leser guten Willens lesbar. Für den verbildeten Menschen sind sie nicht lesbar. Natürlich muss viel nachgelesen werden und kein Text, kein Begriff, soll ungeprüft und unverstanden einfach nur "zur Kenntnis" genommen und konsumiert werden. Der Autor dürstet nach Kritik. Die Pauls helfen ihm nicht. Die Pauls warten auf die Gelegenheit, wie Luther auf die Gelegenheit wartete, den Erasmus wie eine Wanze zu zertreten und ebenfalls noch nach 500 Jahren der Schrecken dem Luther zu Diensten zu sein: Paul, Knecht Luthers, Knecht Jesus Christus.

An den ersten drei Begiffen der Vorstellung eines wahrhaften Regierungssystems habe ich einmal versucht, mit mehr Verlinkungen das Verstehen exemplarisch für diesen Text zu erleichtern. Wäre der Text, die ersten Zeilen, mit den Links versehen, lesbarer?

10.10.: «concedo nulli», das Dritte Buch des Buchprojekts "Ende der Revolutionen", die "Pest des Protestantismus" mit dem Titel "Der Weg" muss fertiggestellt werden. Die Zeit drängt, der Kohlenstoffdioxidgehalt der Atemluft steigt täglich. Wir sollten unseren Enkel*innen eine Stimme geben, die anders klingt und die belegt, dass unsere Enkel*innen eine neue Gesellschaft, eine zivile Gesellschaft, verwirklichen können. Vielleicht sollte der Buchtitel des dritten Buchs in concedo nulli geändert werden. Dieser Titel würde besser passen aber wie die Schriften von Erasmus würde das Buch, betiltelt in Latein, von all denen nicht gelesen, an die das Buch "Ende der Revolutionen" gerichtet ist. Sie müssten kein Latein beherrschen, wie auch der Autor kein Latein beherrscht. Aber die einfachen Menschen bleiben immer noch lieber unter sich, obwohl sie alles verstehen könnten, wenn sie nur Menschen guten Willens sind und ihre Bequemlichkeit ablegen.

09.10.: Mit der Bearbeitung der dritten Säule wurde begonnen. Nach und nach werden die Webseiten verändert, so dass der Aufruf anderer Webseiten, diese stets in einem neuen Fenster öffnet. Inhaltlich sind die Prinzipien des Netzwerks der Armen weiter entwickelt und mit der Notwendigkeit einer außerparlamentarischen Opposition inzwischen verknüpft. Der Haupteintrag "Wahlen, eine Willenserklärung" wurde bezüglich der Erststimme um einen ergänzender Link erweitert.

Der Autor würde sich freuen, wenn Kommentare zum politischen System des Autors und über seinen Widerspruch gegenüber Enzyklopädisten bezüglich der Behauptung, Comenius sei ein evangelischer Philosoph gewesen, dem Autor per EMail an mschwegler@endederrevolutionen.de entgegentreten. Was ist unklar, was bedenklich, was ist gar falsch?

05.10.: Der inhaltlich wichtigste Text über eine kommende zivile Gesellschaft ist überarbeitet. Der versehentlich am 01.10. hochgeladene fehlerhafte Text zum "Joch der Arbeit" wurde ausgetauscht und mit Hinweisen zur Geschichte der Aufklärung ergänzt.

03.10. (ergänzt): Der Text, "Sei kein Zuschauer" wurde ergänzt. Der Text gilt immer und ist an alle Menschen guten Willens gerichtet. Der Autor überlegt nicht mehr, seinen letzten Lebensabschnitt in einem Dorf zu verbringen, in dem der Gemeindesportplatz nach Felix Linnemann benannt ist. Wilhelm Hasselmann, der Altbürgermeister und Träger eines Verdienstkreuzes, soll im Dorf die ersten Bewohner*innen informiert haben, dass der Autor von endederrevolutionen es unerträglich empfindet, dass einem Nazi-Schergen in einem niedersächsischen Dorf ein Denkmal gesetzt ist. Wilhelm Hasselmann kennt den Autor. Wieder reden scheinbar im Dorf jetzt wieder mehr übereinander statt miteinander. Sie pflegen die Tradition der Nazis,, ihrer Mitläufer, der schweigenden Mehrheit. Er hätte mit ihm reden können, bevor er mit anderen über ihn redet. Ein Bekannter im Dorf, der diese Information im Dorf verbreitet, hätte auch mit ihm reden können. Er wird erklären müssen, weshalb er den Altbürgermeister in ein solch schlechtes Licht stellt. Beide werden vielleicht nicht wissen, wie politisch sie handeln. Diese Politik scheut das Licht wie der Teufel das Weihwasser. Der Autor wird erst im Dorf wirken, hinwirken, dass die Dorfschule den Namen von Comenius bekommt und der Gemeindesportplatz in eine Stätte für Sinti und Roma umgestaltet wird. Dann könnte das Dorf wie auch der Platz mit der Schule eine liebliche Stätte für ihn werden. Wir, die Nachgeborenen, sind unschuldig. Wir sind nicht mit der Erbsünde belastet. Den Boden, den uns die Väter dort in Steinhorst vererbt und den wir nie selber bearbeitet haben, werden wir den Bauern, die ihn heute bearbeiten, kostenlos überlassen. Wir werden nicht sündigen und wir müssen das Erbe der Nazis in diesem Dorf nicht annehmen; so steht es im Gesetz. Ersteres, mit dem Boden, steht nicht im Gesetz. Es wäre Zeit, die Nachkommen der Sinti und Roma um Vergebung für unsere Väter zu bitten und mit ihnen künftig jedes Jahr, dort auf dem künftigen Platz der Sinti und Roma, gemeinsam zu feiern.

02.10.: Ein Beispiel: Verkehrsminister Andreas Scheuer entschied sich gegen das Gut und für die Güter. Jetzt müssen Richter um eine Entscheidung über die Verteilung der Güter befinden. Es geht nur um die Güter. Das Gut, die Wahrheit, hat keinen Platz in einem politischen Staat.

01.10.: Der Text zum Joch der Arbeit musste überarbeitet werden. Immer wieder begegne ich fehlerhaften Texten. Die Begrifflichkeiten mussten klarer und die Rechtschreibung und Grammatik verbessert werden. Die Zeit drängt aber, deshalb hat es nicht funktioniert. Ich bitte um Verzeihung.

30.09.: Die Konkretisierungsphase, die eine neuen Gesellschaft einläuten soll, hat begonnen.

22.09.: Der zentrale Text "Vom Geist der Gesetze" wurde wie der Text "Radikale Zeitenwende" neu formatiert.

Der kurze Text vom 20.09. wurde erweitert und neu organisiert. So entfaltet er mehr seinen besonderen Inhalt. Thomas Morus schrieb den Text zeitgleich, als Luther den Brief von Paulus an die Römer studierte. Der Text von Thomas Morus scheint vergessen. Luthers Texte hingegen werden noch heute gefeiert. Zwischen Luther und Morus herrschten bereits zu Lebzeiten der beiden extreme Gegensätze und Luther hätte Thomas Morus auch lieber wie eine Wanze zertreten, wie er den Erasmus zertreten wollte: Erasmus, den Freund jenes Thomas Morus, dem Verfasser der Utopia i, die wie er selber bei vielen Menschen in Vergessenheit geraten ist. Er war für eine neue Gesellschaft zu früh geboren. Jetzt aber, falls der Protestantismus überwunden werden kann, könnten neue Visionen helfen, die drohende Klimakaastrophe noch abzuwenden. So wahr euch Gott helfe, würde jetzt Thomas Morus hinzufügen.

18.09.: Das Netzwerk Bildung wurde ergänzt. Hervorragend würde dieses Netzwerk mit den Begegnungsstätten für Menschen unterschiedlichster Begabungen und Visionen einer Neuen Zeit vorausgehen, wenn man dieses Netzwerk zuerst von den Fesseln des bürgerlichen Rechts befreien würde. Bis zum nächsten Text: "Weniger ist mehr und der einzige Weg, der zur Menschlichkeit zurückführt"; hier schon einmal wertvolles Studienmaterial.

17.09.: Er zieht die Güter dem höchsten Gut vor. Woran kann der Unmensch erkannt werden? Über den Unmenschen im bürgerlichen Rechtstaat zu schreiben, ist schwer und überall lauern die Gefahren. Diese Texte handeln von der Sache selbst, die leicht und doch so schwer zu machen ist. Der Unmensch kann zum Beispiel daran erkannt werden, wenn er von bezahlbarem Wohnraum spricht. Politiker aller Parteien sprechen inzwischen davon und selbst die Linke schämt sich nicht mehr, im Chor mit Ihresgleichen darüber zu reden. Unmensch: Wie das Mitglied einer Partei in den Parlamenten dem Fraktionszwang seiner Partei unterworfen ist, wird der einzelne Mensch durch den Nationalstaat, der auf okkupiertem staatlichem Territorium gegründet ist, zum Unmenschen erzogen. Es wird Zeit, das Erbe des Dreißigjährigen Kriegs, den Friedensschluss von Westfalen, diesen Fluch des Protestantismus, in ein Europa der Regionen und vor allem in herrenlose Landschaften voranzutreiben. Herrrenlos war die Neue Welt bis die europäischen Herren kamen. John Locke machte sich Gedanken, wie nach dem heftigen Bürgerkrieg im eigenen Land die Neue Welt mit minimalem militärischen Aufwand in Besitz genommen werden kann und empfahl der britischen Krone den Vertrag, der sich bereits zuvor bei dem europäischen Friedensschluss politisch bewährt hatte. Er beschäftigte sich längst mit einer kommenden bürgerlichen Gesellschaft und erkannte klar, dass die Bequemlichkeit der Menschen der Grund sein wird, weshalb das Volk in die aufgespannte Falle laufen wird.

Das Impressum wurde überarbeitet. Der Ungehorsam wurde überarbeitet.

Mit der anstehenden Phase der Konkretisation des Projekts Endederrevolutionen, in der gleichzeitig sämtliche Texte auf endederrevolution.de unter Verwendung minimaler HTML-Zeichen neu geschrieben werden, erfährt der Autor selber, wie konzentriert er jetzt arbeiten muss, um das Ziel zu erreichen, mit minimaler Übertragungsenergie seine Texte im Internet zu veröffentlichen. Aber der Verlust der Bequemlichkeit wird mehr als kompensiert im Wirken daran, dass der Mensch wieder wahrhafter Mensch sein kann; autonom und kompromisslos, wenn es um die Bewahrung der Natur geht.

Die Texte zur Notwendigkeit nichtstaatlicher Netzwerke werden in den nächsten Tagen neu geschrieben und ergänzt. Diese Texte zu den Netzwerken bilden den praktischen Einstieg in eine Sache, die leicht zu machen wäre. Das Netzwerk zu den Kandidaten wird theoretisch noch ausgeführt, aber es ist letztlich allein eine Sache der Wähler, dieses aufzubauen. Von Nichts kommt nichts; eine schwäbische Volksweisheit. Über das "Nixle emma Bixle" war der Autor zwar schon als Kind nie enttäuscht. Er wusste wer es ihm schenkte; aber jetzt, im Alter, darf es mehr sein. Die Übersicht zu den Texten ist inzwischen bis auf bessere Formatierungen erledigt. Der Inhalt des Textes "Pest des Protestantismus" wurde um den Hinweis, dass Luzifer und nicht Gott das 1. Buch Mose den Juden übergeben und damit die erste Epidemie mit der Pest des Judentums ausgelöst hat, präzisiert: Mit dem Satan kam die Urform des Bazillus, das spätestens im 15. Jahrhundert bereits zum Kapital mutierte, auf die Erde. Das wollte der Nazarener bereits im Jahr 30 nach unserer Zeitrechnung ausrotten. Doch das rief ihn sofort auf den Plan, der immer auftritt, wenn sein Reich gefährdet wird: "Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest". Der Nazarener widerstand der Versuchung des Teufels aber Paulus, der behauptete, ein Apostel von Jesus gewesen zu sein, erlag ihm, nachdem der Nazarener längst tot war. Als Apostel von Jesus Christus, log Paulus und dachte dabei zuerst an sich, an seine Kirche. Er ging damit als Prototyp des Politikers in die Weltgeschichte ein.

Bildung und Schule werden zunehmend in ganz Europa dem Verwertungsinteresse des Kapitals unterworfen. Willfährig und ohne Sinn und Verstand folgen die Politiker dieser Entwicklung. Ein nichtstaatliches Netzwerk mit den Netzknoten "freie Kindergarten" und "freie Schulen" mit Bibliotheken, Theater- und Musikräumen wäre hervorragend geeignet, die Vision von Comenius zu verwirklichen und eine "liebliche Stätte der Menschlichkeit" zu schaffen, in der alle Kinder und Jugendlichen unter dem Primat der Gleichheit in einer komplex gewordenen Welt gemeinsam lernen und sich orientieren. Die dafür erforderlichen Grundlagen, wie sinnerfassendes Lesen, unterschiedliche Formen des Schreibens, die Begegnung und Kommunikation miteinander unter Verwendung von Fremdsprachen, gestaltete Ort der Muße, der Naturwissenschaften und alles außerhalb jeglicher Kontrolle, Zensur und Zugriff staatlich bestellter Lehrer und Erzieher, wären heute bereits umsetzbar. Keine Utopie sollte das sein, sondern eine Aufforderung, als Mensch guten Willens Netzwerker zu werden. Keine Vergehen mehr sind Hausbesetzungen sondern überall dort, wo Häuser leerstehen, ein Selbstverständnis. Ein Netzwerk "Stadtentwicklung", das derartiges vorbereitet, ist notwendig.

29.08.: Aufgrund einer Nachfrage wurde der Text "der Beschluss ist nicht anfechtbar" ergänzt. Ein bisher völlig unverständlicher Text (pardon!) wurde in diesem Zusammenhang endlich korrigiert.

28.08.: Das Zusammenwirken von Menschen in nichtstaatlichen Netzwerken wäre geeignet, dass diese als negatives Potential den Übergang in eine Zivilgesellschaft befördern. Das negative Potential, von dem Karl Marx ausging, hat der Faschismus erfolgreich in die bürgerliche Gesellschaft integriert. Die Mehrheit der Lohnarbeiter lebt heute in der Bundesrebublik Deutschland gesichert und ausreichend bequem, so dass von ihnen die Gefahr, als negaives Potential eine zivile Gesellschaft zu besorgen, gebannt ist. Bevor diese These genauer begründet wird, sollen die Grundlagen hierzu möglichst allgemein verständlich noch aufbereitet werden. Der Text zum Paulinismus wurde auch dafür aktuell überarbeitet und fertiggestellt. Er dient zum weiteren Verständnis dafür, weshalb der Untertitel dieses Weblogs mit "Pest des Protestantismus" hinterlegt ist.

27.08.: Mit dem Scheiterhaufen, auf dem Giordano Bruno am 17. Februar 1600 verbrannt wurde, endete ein Jahrhundert, das mit dem Raub der Allmenden begonnen hat. Eine Moderne brach an, die mit der Französischen Revolution den Pöbel auf die Straßen trieb. Er jubelte als die Plätze, auf denen die Fallbeile aufgestellt waren, mit Blut überströmt wurden. Diese Angehörigen des Pöbels, die, kaum dass sie als Kinder das Licht der Welt erblickten, in dieser Welt mißbraucht werden und nie das Licht wirklich schauen durften, sind die Geringsten unter den Schwestern und Brüdern. Ihnen muss in Zukunft die größte Aufmerksamkeit zuteil werden. In einer Demokratie bestimmt der Pöbel die Zukunft der politischen Gesellschaften. Die Intellektuellen sind heute mehr denn je verpflchtet, ihnen die Texte eines Giordano Brunos oder Baruch de Spinozas nahe zu bringen und diese ausführlich zu erläutern; sie werden alles verstehen. "Wir sind alle ein Teil des Gleichen" erklärt ein Youtuber und zeugt davon, dass er genau versteht, wenn er sich nur die Zeit nimmt, nachzudenken. Der Pantheismus taugt, um das Wunder der Schöpfung zu schauen. Er taugt aber noch nicht, um dieses Wunder, das höchste Gut, auch zu erhalten. Die radikale Reduzierung der Arbeitszeit muss deshalb materiell an erster Stelle, auf der Seite nichtstaatlicher Initiativen und Aufklärung über Netzwerke stehen, damit einerseits die Produktion der Güter abnimmt und für alle Menschen ausreichend freie Zeit zur Verfügung steht, um dieses höchste Gut wieder persönlich erkennbar zu machen. Die freie Zeit kann sinnvoll genutzt werden, um mit dem Pöbel gemeinsam über das Inertialsystem Erde nachzudenken. Ein System, das nicht nur aus Gründen der Vernunft einen intersubjektiven Maßstab braucht, sondern auch moralische intersubjektive Verpflichtungen notwendig sind und für dieses Verständnis die Bergpredigt hervorragend bereit steht. Die Bergpredigt ist keine Angelegenheit des Glaubens. Für die Bergpredigt kann der Mensch sich nur entscheiden. Diese fundamentale Entscheidung setzt jedoch den freien Willen des Menschen voraus, der durch eine Änderung des Sachenrechts im Bürgerlichen Gesetzbuch erst erkämpft werden muss.

26.08.: Der Text zur Dialektik von Form und Nicht-Form ist entscheidend und wird künftig unter eigener Kategorie weiter entwickelt. Der Text wurde mit dem Quelltext verlinkt und dieser wurde um mit einem Kurzfilm über die Ermordung von Giordano Bruno ergänzt.

24.08.: Die Gründer der politischen Partei „Die Grünen“ mögen ehrliche und emanzipatorische Ziele gehabt haben, als sie ihren Marsch durch die Institutionen antraten. Heute aber kann definitiv gezeigt werden, dass diese Partei inzwischen längst im Kanon mit allen Parteien musiziert und ihr Spielchen jenseits von denen "da unten" treibt. Das Versprechen jedenfalls, als eine politische Bewegung "von unten" dem stummen Zwang der Umweltzerstörung entschieden entgegen zu wirken, wurde auf dem langen Marsch völlig aufgegeben. Die Klebrigkeit der politischen Institutionen erwies sich als deutlich stärker und die Parteioberen sind heute zufrieden, wenn sie mit den übrigen Parteien zusammen musizieren und auftreten dürfen. Vergleichbar kann der Niedergang der Friedensbewegung skizziert werden, die sich im gleichen Jahrzehnt unter dem Dach des Aachener Friedenspreis e.V. versammelt hatten. Beide Bewegungen haben sich als völlige Irrwege erwiesen. Eine künftige außerparlamentarische Opposition sollte diese Irrwege genau analysieren und sie sollten künftig unbedingt vermieden werden: Das Klima der Erde und eine künftige Friedenssicherung halten ein "weiter so" nicht mehr aus.

Die Geschichte des Aachener Friedenspreis dokumentiert auf der Seite der Friedfertigen den folgenschweren falschen Weg, der von Protagonisten der protestantischen Losung einer „Balance of Power“ in den Räumen des Ortsverbandes Burtscheids der SPD als Reaktion auf die Stationierung amerikanischer Pershing-Raketen in Europa im Jahr 1988 und federführend vom lutherischen Pfarrer Albrecht Bausch gegründet wurde. Noch fesselt dieser Irrglaube heute rund 50 Organisationen und bietet ihnen für die freiwillige Fesselung unter die Statuten des Vereins ein gemeinsames Dach. Nichtstaatliche Organisationen und Netzwerker sollten diesen Weg der Protestanten heute weder unterstützen noch beführworten, wenn der Weg zu einem Weltfrieden gegangen werden soll. Gegründet in der Behauptung, einen friedfertigen Weg „von unter“ gehen zu wollen, widerspricht zuletzt der Rauswurf zweier Vorstandsmitglieder einer unter dem Dach des Aachener Friedenspreis e.V. sich eingerichteten Splittergruppe einmal mehr von diesem Ansinnen der Führungskader des Aachener Friedenspreis e. V.. Den Vorgaben sogenannter Friedensverfertiger folgend nehmen sie lediglich zur Kenntnis, dass demnächst F-18-Kampfjets von der Bundeswehr angeschafft werden, die in der Lage sind, auch amerikanische Atombomben zu transportieren. Die Bundeswehr schafft diese F-18 Kampfjets gemäß den Bedingungen des NATO-Beistandspaktes an, was sollen diese ohnmächtigen Politiker und Friedensaktivisten auch anderes tun, als der Obrigkeit zu folgen? Das Recht gibt den Takt vor. Außer Takt geraten erinnert der Rauswurf der Friedensaktivisten an einen Hirtenbrief amerikanischer Bischöfe aus dem Jahr 1983, die wegen des Wortlauts ihres Aufrufs heute wie damals wohl keine Aufnahme unter das Dach dieses Friedensvereins gefunden hätten. Dort wollten sie - wohlwissend um die protestantischen Wurzeln der Friedensbewegung - auch gar nicht hin. Alle Menschen guten Willens sind heute aufgerufen, diese und all die übrigen vom Staat errichteten und geschützten Dächer verlassen und diese meiden. Lasst sie in ihrem Lobgesang auf die Obrigkeit alleine. Unter der Aufsicht von Parteien und evangelischen Bischöfen lässt es sich nicht frei singen, nicht frei sprechen und vorallem nicht frei atmen.

Der frühere Präfekt der Glaubenskonkretation Kardinal Ratzinger stellte sich ebenfalls in den Zeiten der Gründungsphase der grünen Partei und der eingetragenen Friedensvereine, die das Geschäft der Friedensbewegungen besorgen sollten, gegen den Hirtenbrief seiner amerikanischen Glaubensbrüder. Ratzinger war zu sehr einem politischen Katholizismus verfallen, bei dem die Pathogenität gegenüber der Pest des Protestantismus noch einmal deutlich vergrößert festgestellt werden muss. Zwar erkannte dieser spätere Papst Benedikt damals richtig, dass die weit fortgeschrittene Säkularisierung der Politik in den Nationalstaaten weltweit Auschwitz und die Weltkriege erst möglich machten. Mit seiner Behauptung gegenüber der mit exzessiver Schärfe vorgetragene Verurteilung jeglichen Besitzes von Waffen der amerikanischen katholischen Bischöfe, verfiel er allerdings vollkommen der protestantischen Versuchung: Denn ein Katholik trägt niemals eine nationale Verantwortung. Ein Katholik kennt nur eine Verantwortung vor Gott. In dieser Verantwortung ist der Katholik einsam. Er kann aber mit nichtstaatlichen Netzwerken sich eine Heimat schaffen und ein Netz menschlichen Mitgefühls aufbauen: Seinen erklärten Willen, allein der Natur zu gehorchen, nimmt ihm keiner ab.

Wer eingetragenen Vereinen oder anderen politischen Seilschaften folgt ist linker Teil der dialektischen Beziehung von Staat und Nicht-Staat. Die Gesinnungsschwestern und -brüder des rechten Teils dieser dialektischen Beziehung können u.a. an ihrem Wirken in wahrhaften nichtstaatlichen Organisationen (NGOs) erkannt werden. Das Wesen dieser Organisationen tritt deutlich dadurch hervor, dass nicht das bürgerliche Recht, sondern das persönliche wahrhafte Versprechen und ein Vertrauen untereinander ihre politische helfende Arbeit innerhalb den Gesellschaften kennzeichnet.

Bis an das Ende meiner Tage werde ich weiter schreiben und die Texte werden sich deshalb hoffentlich noch viele Jahre verändern. Das Ziel, mittels der Idee zur Errichtung nichtstaatlicher Netzwerke, eine Transformation der inzwischen weltweit agierenden postfaschistischen Staaten in Zivilgesellschaften vorantreiben zu können, würde Weltgeschichte bedeuten. Dem Buch gehen zahlreiche ähnliche Überlegungen vieler Autoren voraus. Meist wurden sie als Utopien geschrieben, überwanden aber das Phänomen der Herrschaft von Menschen über Menschen nicht. Wie ein Fluch lastet dieses Phänomen auf allen literarischen und politischen Ansätzen. In dem demnächst hoffentlich vorliegendem Buch werden zwei Kategorien "Autonomie und Vertrauen" als politische Verfassungsentwürfe zum ersten Mal eingeführt, was mit Sicherheit einer politischen Häresie gleichkommt.

P.S. Auch dieser Text wird immer wieder verändert. So ist geplant, als Beispiel für das erwähnte Phänomen die Utopia von Thomas Morus noch vorzustellen.

Posted by Michael Schwegler at 16:22
Edited on: Mittwoch, 28 Oktober, 2020 7:39
Categories: Aktuelles

Montag, 25 Mai, 2020

Die Krise des Staates

Die Pandemie, die durch das Corona-Virus im Jahr 2020 ganze Gesellschaften für kurze Zeit lahm gelegt hat, ist geeignet, die längst eingetretene Finanzkrise der Staaten derart zu beschleunigen, so dass der bürgerliche Staat in seine letzte geschichtliche Phase eingetreten ist. Das Urteil vom 10. April 2020 und der Aufruf der Bischöfe vom 7. Mai 2020, aber auch die spezifische Entwicklung des Rechtsstaats sind hinreichende Indikatoren, dass der Staat nicht mehr in der Lage ist, die Geister, die ihn bewegen, zu beherrschen: De servo arbitrio.

Viele Menschen ahnen, dass die Finanzhaushalte der Staaten der westlichen Allianz nach dieser Pandemie nicht mehr in Ordnung gebracht werden können. Die Irrationalität der Politik im bürgerlichen Staat wird deshalb die künftigen Auseinandersetzungen bestimmen und die Gefahren staatlichen Terrors gegen einzelne Bürgerinnen und Bürger verschärfen, wenn diese das Recht der Natur auf Selbsterhaltung gegenüber dem Staat als Widerstandsrecht wahrnehmen. Selbst ein extremes Wirtschaftswachstum weltweit wäre nicht in der Lage, die gigantischen Vermögensanleihen zurückzuzahlen, denen sich die Staaten noch einmal wegen der Pandemie bedienen und gegenüber den Vermögenden weitere staatliche Schuldscheine ausstellen. Sie können inzwischen oft nicht einmal mehr die Zinsen begleichen und müssen allein für den Schuldendienst weitere Schulden aufnehmen. Das Geld der Vermögenden zwingt heute die Staaten, ihre Interessen als Garantie für die Bereitschaft, dieses absurde und oft tödlich verlaufende Spiel aufrecht zu erhalten. Zwingt sie in das gemeinsame Boot von "Staat und Kapital", das die Massen der Menschen bewegen und unterhalten müssen. Der Staat ist endgültig und absolut unter das Diktat der Vermögenden gezwungen. Jede Bürgerin und jeder Bürger hat aber das Recht, die Natur gegen die Belastung der Natur mit fossilen Verbrennungsgasen, die von der Natur nicht zeitgleich ausgeglichen werden können, zu verteidigen. Sie geraten dadurch, dass der Staat die Erfordernisse der Kapitalverwertung auch mit polizeilichen und militärischen Maßnahmen durchsetzt, zwangsläufig in das Visier des Staates. Der Konflikt ist unausweichlich. Er verschärft sich, wenn der Widerstand ausgeweitet wird: Die Produktion von Gütern muss aber weltweit massiv sinken, weil für die Produktion der meisten Güter auf fossile Energieträger zurückgegriffen werden muss.

Wieder sträuben sich die Bürger, die dem Verbrennungskapitalismus, Garant ihres Wohlstandes, anhängen, gegen die natürlichen Einsichten: Der bürgerliche Staat mit seinem Bürgerlichen Gesetzbuch ist am Ende. Parteipolitische Parallelen in der Bundesrepublik, die früher zum Ende der Weimaer Republik geführt haben, drängen sich auf: Die bürgerlichen Steigbügelhalter werden sich wieder willfähriger und notwendiger Unmenschen bedienen und sich selber seriös zurückhalten. Wieder werden sie sich anderer, naiv politisch handelnden Menschen bedienen. Traten früher die Sozialdemokraten als Totengräber der Republik nach der Auflösung des Bürgerblocks mit dem Kabinett Hermann Müller auf, so werden heute vermutlich die Parteien Bündnis90/die Grünen die Rolle der Totengräber übernehmen, die sich ebenfalls erst nach der Auflösung des Bürgerblocks inzwischen als Regierungspartei etablieren konnten. Eines Reichskanzlers bedarf es nicht mehr. Es bedarf der Meinungshoheit der Mächtigen, die stets und immer hinter den demokratisch gewählten Regierungen informell agieren und heute die Postmoderne prägen.

Allein die Auflösung der Floskel "wer hat uns verraten?" fehlt. Wer ist nach Noske diesmal bereit, den Bluthund zu spielen? Der sozialdemokratische Kanzler Gerhard Schröder wurde zwar für diese Aufgabe offensichtlich dressiert, er erkannte aber noch rechtzeitig seine unfreiwillige Mission und entschuldigte sich: Den völkerrechtswidrigen Angriff der Nato auf die Bundesrepublik Jugoslawiens bezeichnete er auch öffentlich als völkerrechtswidrig; den Bruch der bundesdeutschen Verfassung benannte er schon gar nicht mehr. Das Bundesverfassungsgericht erklärte einen Antrag, sich sofort mit diesem völkerrechtswidigen Angriff zu befassen und ihn zu stoppen, als unzulässig. Der Beschluss zum Einsatz von deutschen Kampfflugzeugen folgte damit rechtsstaatlichen Regeln. Der Tod von Zivilisten und Soldaten während diesem Einsatz war zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland juristisch gedeckt und entsprach damit ebenfalls rechtsstaatlichen Regelungen. Die Krönung des generischen Faschismus erfolgte mit diesem historischen Einsatz ruhig und für Bevölkerung unspektakulär. Die Mehrheit der Bevölkerung akzeptierte das, zumindest gibt es keinen Beleg für das Gegenteil und genau wird es keiner wissen. Die Medien aber scheinen es zu wissen: Sie feierten den Überfall als Sieg der Gerechten und liefern viele Leserstimmen, die den völkerrechtswidrigen Überfall beführworteten; allen voran eben dieses politische Bündnis90/die Grünen und diesmal gemeinsam mit der Bild-Zeitung. Über den Faschismus muss deshalb seit diesem völkerrechtswidrigen Einsatz der deutschen Militärs wieder eingehend nachgedacht und berichtet werden. Er hat mit dem 24. März 1999, das Datum des ersten Einsatzes der bundesdeutschen Kampfbomber, ein geschichtliches Datum.

Der moderne Faschismus, der mit der militärischen Niederlage im Jahr 1945 endete, hatte seine erste ihm zugeschobene historische Mission erfüllt: Er neutralisierte den fundamentalen Gegensatz von Lohnarbeit und Kapital und integrierte die Lohnarbeit in das politische System des postmodernen Staats mit dem Rechtspositivismus des "Bürgerlichen Gesetzbuches der gleichen Rechte".

Der postmoderne Faschismus indes kann die ihm aufgebürdete Aufgabe, das Kapital nach der Finanzkrise von 2008 überhaupt noch zu retten, naturbedingt nicht mehr lösen. Die Pest des Protestantismus, die im 16. Jahrhundert als Pandemie die weltgeschichtlich wohl verheerendste Revolution einläutete, wird enden. Um den anstehenden staatlichen Terror beizeiten wenigstens auf ein Minimum reduzieren zu können, ist eine außerparlamentarische Opposition erforderlich, so dass die verfassungsgemäß noch gebotene Zurückhaltung der Hinwendung wieder zu einem öffentlich ausgetragenen staatlichen Terror durch massenwirksame Aufklärung hoffentlich noch bewahrt werden kann.

Vor allem die Aufklärung darüber, dass die Judikative, anders als die in der Aufklärung durch Montesquieu staatsrechtlich in die Staatstheorien der Aufklärung eingebrachte Forderung nach einer strikten Gewaltenteilung, nie eingelöst wurde, kann nur durch eine außerparlamentarische Opposition wenigstens noch als die Idee der "Freiheit als Bürgerrecht" bewahrt werden. Nicht erst mit dem Blutrichter Roland Freisler bewahrheitete sich die hervorragende Weitsicht Montesquieu vom "Geist der Gesetze". Ungebrochen ging das Recht der Richter auf die rechtsstaatliche Macht eines Unterdrückers und Handlangers der Exekutive in die Postmoderne über, die den Richtern durch den Code Civil von Napoleon Bonaparte verschafft wurde.

Die Mächtigen haben dafür gesorgt, dass die Schrift Charles-Louis de Secondat, Baron de la Brède et de Montesquieu im Jahr 1751 auf den Index gesetzt wurde. Es gehört zur Tragödie der Moderne, dass die "volonté général" Rousseaus, von Napoleon durchgesetzt, die „esprit général“ Montesquieus nicht beachtet wurde. Der Klerus hatte nichts begriffen, weil er wohl die Natur, die menschliche Vernunft aber nicht verstand; der glaubte. Darüber aufzuklären, wird die erste grundsätzliche Aufgabe und geschichtliche Tat einer außerparlamentarischen Opposition sein.

Die Wochenzeitung DIE ZEIT titelte in ihrer Ausgabe vom 28. Mai 2020: "Können wir noch vertrauen?".Der Titel führt direkt zu einem weiteren Kern der Krise des Staates. Die Medienmacher und Meinungsbildner suchen einen neuen Bluthund Noske. Es ist nachweisbar und vernünftig: Dort wo das bürgerliche Recht ist, ist nicht Vertrauen und wo Vertrauen ist, ist kein bürgerliches Recht. Bürgerliches Recht und Vertrauen sind unversöhnliche Gegensätze. Die Einsicht der Medienmacher kommt spät. Sie fragen: "Wie lässt sich das kostbare Gut des Vertrauens bewahren, ohne das keine Gemeinschaft existieren kann?" Die Antwort ist einfach. Nur wenn das bürgerliche Recht abgeschafft und durch ein ziviles Recht, das ohne das Eigentumsrecht an Grund und Boden formuliert ist, ersetzt wird.

In seinem Manuskript "Ende der Revolutionen" entwickelt der Autor von endederrevolutionen.de das System der Nutzungs- und Stimmrechte über den natürlichen Grund und Boden der Erde im Rahmen des Nationalsstaates Bundesrepublik Deutschland. Kernpunkte sind die konsequente Trennung von Naturrecht und staatlichem Recht. In diesem System wäre die Autonomie des Einzelnen durch Vertrauen in den Einzelnen verfassungsmäßig geschützt; nur so kann eine menschliche Gemeinschaft existieren.

(Text wird fortgesetzt); aktuell -> hier

Posted by Michael Schwegler at 10:31
Edited on: Montag, 21 September, 2020 8:39
Categories: Aktuelles

Freitag, 08 Mai, 2020

"Es gibt keinen Weg zum Frieden/ No hi ha manera de la pau"

"Der Friede ist der einzige Weg/ La pau és l’única via."

In katalanischer Sprache stehen diese beiden Sätze von Mahatma Gandhi im ›Jardí de Petra Kelly‹. Mahatma Gandhi und Petra Kelly wurden erschossen; der Friede soll keinen Weg haben. Auf privatem Boden kann es keinen Weg zum Frieden geben. Die katalanische Sprache, in der dieser Satz dort in einem katalanischen Park geschrieben steht, ruft die Vision eines Europas der Regionen wach, eine traumhafte Vision auf herrenlosem Boden, und wir sollten deshalb diesen Satz in katalanisch auswendig lernen und uns in diesem katalanisch ausgesprochenen Satz gemeinsam erkennen.

Den Frieden haben die Alliierten sofort nach dem 2. Weltkrieg verhindert. Den durfte es nicht geben. Sie wollten den Krieg verewigen: "Die Wiederkehr des ewigen Gleichen. Das Dasein, so wie es ist, ohne Sinn und Ziel, aber unvermeidlich wiederkehrend, ohne Finale ins Nichts: die ewige Wiederkehr." (Nietzsche).

Nur eine außerparlamentarische Opposition kann der "Wiederkehr des ewigen Gleichen" einen anderen Sinn verschaffen und den freien Willen den Menschen zurückbringen, mit dem er sich auf dieser Erde im Austausch mit den Naturgewalten entwickelt hat. Der durch die Aneignung des Bodens durch die Mächtigen geschaffene Rechtspositivismus entwickelt heute die Waffen zum Töten. Durch das von dem Imperator und Menschenfeind Napoleon Bonaparte in die Moderne gesetzte Bürgerliche Gesetzbuch ist für alle Zeiten der Frieden abgeschafft. Als ewiglich hat er mit seinem Code civil die wirklichen Schrecken der Wiederkehr des ewigen Gleichen in die Welt gebracht: Die bürgerliche rechtlich verfasste Gesellschaft.

Es ist nicht zufällig, dass das Wort Nihilismus zum ersten Mal in dieser Zeit des Schreckens, die mit Napoleon einen ersten Höhepunkt erreichte, im Jahr 1799 niedergeschrieben wurde. Friedrich Heinrich Jacobi schrieb das Wort in einem Brief an Johann Gottlieb Fichte. Die Französische Revolution scheiterte, die permanente Revolution, die mit dem Protestantismus spätestens im 16. Jahrhundert begonnen hatte, überstand nach dem Sieg über die Bauern auch den zweiten Ansturm der besitzlosen Sansculotten und siegte. Von den Bürgern missbraucht glaubten sie damals an einen Sieg des Reichs Gottes und der Vernunft und mit ihnen glaubten das auch viele Intellektuelle. Letztere aber waren meist von der wirklichen Arbeit befreit und deshalb befangen. Die Bauern, die Sansculotten und die zahlreichen Sklaven, trugen in allen Jahrhunderten die Last der Arbeit. Die reichen Bürger verwalteten die Arbeit und sorgten dafür, dass ihresgleichen sich in einem wahrhaften Bürgertum von den niederen Klassen abgrenzen und die oberen Klassen in ihre Verkehrsformen einbinden konnten. Nicht Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit bildeten die Inhalte der Französischen Revolution; das waren Worthülsen, in denen sich lediglich ihre enormen Geldvermögen befanden, die unbedingt einer modernen Grundlage bedurften: Auf dem Fundament des Privateigentums an Grund und Boden setzten sie völlig neue Verkehrsformen durch und als Kapitalien konnten sie nach der Französischen Revolution ihre Vermögen im gesichertem Rahmen vermehren. Herzstück war ihr Code Civil, den ihr Imperator und Kaiser der Franzosen Napoleon Bonaparte durchgesetzt hat und als positives Recht in der Welt verankerte. Dieses Recht schuf ein Herr von Lohnarbeiter, das die Sklavenarbeit überflüssig machte. Ihre Vermögen sicherten die Bürgerlichen Gesetzbücher, die jetzt überall entstanden und den Code Civil an die nationalen Besonderheiten anpasste.

Die aufgeklärten Intellektuellen liefen vielerorts in die aufgestellten Fallen der Bürger: Die politische Partei und den Glauben an einen Rechtspositivismus, der in eine politische Freiheit führen könnte, müssen zuerst genannt werden. Die Form Partei war geeignet, dem Bürgertum zur Macht zu verhelfen; sie ist aber nicht alternativ verwendbar. Die politische Partei erwies sich nicht nur als Garant der Herrschaft ihres Standes, sie ist die einzige Form, in der sich überhaupt die Macht in einem Staat konservieren lässt. Partizipieren können die Konkurrenten in ihrem System, aber keinesfalls das politische System ändern . Mit dem Rechtspositivismus bekam die Moderne ihren spezifischen Inhalt, der den Faschismus ermöglichte und auch dem postmodernen Faschismus zugrunde liegt.

Die letzten Gegner des modernen Staates und die Bewahrer des Naturrechts, den Klerus, warf Napoleon noch im Jahr 1801 aus dem modernen Staat, den Rousseau Jahre zuvor bereits ideologisch vorbereitet hatte. Der Klerus ist heute tot, auch wenn der Pontifex Maximus noch lebt. Die Bischöfe sind auch tot und die Kirche wird von den Mächtigen verschlossen. Die Bischöfe begrüßen das. Die Baumärkte werden nicht verschlossen, die sind systemrelevant. Die Massentierschlachtereien sind auch systemrelevant; die Kirche ist nicht systemrelevant. Wir müssen jetzt systemrelevant werden, sonst sind wir verloren. Das Herz des Katholizismus aber lebt im Naturrecht und muss sich nur einen neuen Körper schaffen. In einer außerparlamentarischen Opposition, die sich auf Vertrauen der Menschen gründet und das positive Recht ausschließt und bekämpft, könnte sich dieser Körper entwickeln. Mit einer außerparlamentarischen Bewegung könnte sich ein gereinigtes Naturrecht entfalten, über das Parlament die Gesetze nach und nach wieder ändern, so dass am Ende sowohl der Natur selber (Klimaschutz) als auch den Menschen wieder zur Würde und zur Gestaltungskraft verholfen wird. Als einziges theologisches Fundament des Naturrechts könnte die Bergpredigt des Matthäus und die Feldpredigt des Lukas gelten; sonst nichts. Alles andere, die neu zu entwickelnden Verkehrsformen und ein entsprechendes Recht gestaltet der Mensch. Die Rechtslehre Paschukanis könnte Ratgeber für die Außerparlamentarischen sein. Verwirklicht werden die Verkehrsformen im Parlament, in eier wahrhaften RES PUBLICA. Mit dem Versprechen, andere Verkehrsormen zu entwickeln, die dem Gemeinen Menschen zur Würde verhilft, könnten sie die Zustimmung der Massen erwirken. Sie gestalten, sie geben nichts vor. "Du sollst im Nächsten deinen Bruder oder deine Schwester sehen; du musst es aber nicht: Der Mensch hat einen freien Willen. Diese naherzu identischen Fundamente der beiden Synoptiker ersetzen vollständig das Fundament des Privateigentums an Grund und Boden, auf dem die Verbrechen des "ewig Gleichen" bisher gegründet waren. Kein Schuft Paulus mehr, keine Obrigkeit mehr

Jeder Mensch hat einen Glauben und dieser ist umso stärker menschlich ausgeprägt, je mehr der Mensch Auschwitz, das Warschauer Ghetto und die massenhaften Tote der Kriege ausschließt: Der Friede ist der einzige Weg: Ein Friede der Friedfertigen und nicht der Friedenverfertiger oder Friedensmacher; das sind die Schufte und Söldner des Krieges!

Die aktuellen Ereignisse belegen, dass der Friede in einem bürgerlich verfassten parlamentarischem System nicht möglich ist. Die Bundeswehr rüstet sich jetzt sogar zu einem nuklearen Einsatz und sorgt dafür, dass ihre Kampfflugzeuge amerikanische Atomwaffen tragen können. Sie sagen, dass sie das müssen, der Natovertrag verlangt es. Natürlich verlangt der das, das kann jeder nachlesen, das steht da und ist positives Recht. Das wussten sie natürlich auch schon, als sie den Natovertrag unterschrieben haben; das sollte keiner merken. Man nennt dies "Transformation der Demokratie", kleinschrittig und am Ende steht der absolut autoritäre Staat: Das Staatsvolk hat ihn gewollt, das kann er lückenlos beweisen. Das Bundesverfassungsrericht schaute da nicht hin. Das sieht das Recht nicht vor. Wenn nun der Kriegseinsatz verlangt wird, werden sie massenhaft und mit einer Bombe töten. Das Bundesverfassungsgericht wird den Eilantrag, das Töten zu verbieten, ablehnen: Mit positivem Recht. Das hat Rocco gemeint, als er sagte, dass der Rechtsstaat die Krönung des Faschismus sei. Rocco konnte ihn nicht mehr erleben, er musste sich mit weniger Toten in moderner Form zufrieden geben.

Ein besonders origineller und noch mehr skrupelloser Mensch könnte heute eine Internetplattform und eine politische Partei gründen, das Blaue vom Himmel versprechen und die wütenden Lämmer auffordern, ihm zu folgen. Sie sollen sich selber eintragen und ihre Beiträge selber bestimmen; das nennen sie heute gelebte Mitbestimmung, gelebte Demokratie. Die wütenden Lämmer kümmern sich selber um die für jeden Verfassungsschutz notwendigen Adressenlisten potentiell politischer Gegner; sie füllen das Beitrittsformular selber aus. Dass so die wütenden Lämmer für den Verfassungsschutz extra Beiträge zahlen, ist seiner Originalität geschuldet; das lässt sich der Gründer bei seinen Vorgesetzten vergüten und eine prozentuale Beteiligung, vertraglich versteht sich, wird er vereinbaren. Jedenfalls würde die Sache genügend Geld ins Haus spülen, entlastet die Staatskasse und mit Häme kann daran gearbeitet werden, die Wut der Lämmer zu kanalisieren. Ähnlich einem Klärwerk dürfen sie in die verschiedenen Kanäle schreiben und das Geschriebene wird erst einmal vom Gröbsten bereinigt. Den Rest, das inzwischen schon ordentlich gereinigte, wird geschulten Sozialwissenschaftlern übergeben, die wissen wie man mit dem Geschwätz umgeht. Um die Letzten, die auch durch das feine Sieb fallen, kümmert sich.... na, Sie wissen schon.

Anders lebt eine außerparlamentarischen Opposition. Diese beginnt aber erst recht mit Vertrauen. Das war in den 1960er Jahren noch anders; da war der Campus noch frei, da wurde gestritten und gekämpft. Der gehörte den Studenten und die Polizei wusste, dass sie besser tut, dort gar nicht erst zu erscheinen. Der Verfassungsschutz war wie heute da. Je gammeliger ein Student damals aussah, desto besser waren seine Chancen, als V-Mann gutes Geld zu verdienen; informelle Mitarbeiter gab es nicht nur in der DDR, die gibt es in jedem Land, das auf Privateigentum an Boden gegründet ist und eine entsprechende Obrigkeit hat.

Wenn der bürgerliche Staat wenigstens in der Lage wäre, den Frieden zu sichern, alles wäre einfacher. Der CSU-Obere Franz Josef Strauß sagte auf einer Wahlrede im Jahr 1949: "Wer noch einmal ein Gewehr in die Hand nimmt, dem soll die Hand abfallen." Gott hat ihn nicht erhört obwohl Strauß einer christlichen Partei angehörte. Nie kann man sich auf Gott verlassen. Franz Josef Strauß scharte die Mehrheit der bayrischen Wähler um sich und rüstet danach auf. Der Starfighter ist fest mit seinem Namen verbunden. Mit Petra Kelly sind nur noch Erinnerungen verbunden: "Es gibt keinen Weg zum Frieden / Der Friede ist der einzige Weg / Petra Kelly / Tag der Erde 1993“. Ihr Parteikollege Joschka Fischer bekannte offen: „Petra und ich waren uns immer sehr fremd geblieben – und haben uns gegenseitig wenig verstanden, ja oft gegeneinander in der Partei gestritten.“ Das weist darauf hin, dass Petra Kelly und Gerd Bastian, ein Generalmajor, der als entschiedener Gegener des NATO-Doppelbeschluss zu Petra Kelly gefunden und gelitten hat, mit diesem Politiker nichts am Hut haben wollten.

Der 21. April 2020 sollte wie der 10. April endlich als das absolute Ende des "ewig Gleichen" verstanden werden und der Abschied von den Parteien eingeleitet werden. Das System muss sich ändern.

Wir brauchen eine Internetplattform, auf der sich die außerparlamentarischen Oppositionellen einer Öffentlichkeit vorstellt und die Sorgen der Menschen moderieren kann. Das erste Finale erträume ich mir wie geschrieben irgendwann im Wormser Dom. Wer eine solche Webseite moderiert, soll sich bitte melden. Ich darf das nicht, ich bin Tutor; ich habe gelebt und das außergewöhnlich gut und glücklich. Die Generation nach 1945 gehört wollt zu eine der glücklichsten Generationen der Geschichte. Auf Trümmer das Eigene geschaffen; jetzt auf dem Höhepunkt aber muss ich abgeben; die Schöpfung muss wieder bewahrt werden: Nicht im Erbrecht, im Naturrecht muss sie bewahrt werden. Schafft den Rechtspositivismus ab, das allein wünsche ich mir von all denen, die nach mir kommen.

Ein sinnvolles Schneeballsystem: Verbreitet bitte http://endederrevolutionen.de, indem ihr Freunden und Bekannten diese Bitte weiterleitet. An endederrevolutionen.de verdient niemand, dort gibt es keine Mitgliedsbeiträge und es wird für nichts geworben; sieht man einmal allein von der Werbung zur Vernunft und der politischen Aufklärung ab. Wir müssen dem Widerstand 2020 entgegentreten und den Wutbürgern eine sinnvolle Alternative anbieten.

Posted by Michael Schwegler at 7:01
Edited on: Donnerstag, 16 Juli, 2020 9:43
Categories: Aktuelles

Mittwoch, 06 Mai, 2020

Richter und andere Bürger

Heinrich Senfft, Jahrgang 1928, hatte ein Buch mit diesem doppeldeutigen Titel geschrieben. Er verstarb 2017. Sie sterben natürlich künftig alle, die den modernen Faschismus noch erlebt haben und die wissen, worüber sie schreiben. Heute würde man Heinrich Senfft einen radikaldemokratischen Schwaben nennen.

Die freiheitlich-demokratischen Grundordnung lag ihm am Herzen. Wie der Autor von endederrevolutionen.de wachte er am Ende der 1960er Jahre auf; er war 40 Jahre, der Autor von endederrevolutionen.de gerade einmal 18 Jahre alt. Heinrich Senfft kam aus anderem Haus und war ein hervorragender Jurist, der sich seiner Zunft am Ende seinens Lebens schämte; er hat sie erkannt. Deshalb lehrt er die Nachkommen. Jeder kann, ohne sein Buch zu kennen, in vielen Aufsätzen, die im Internet publiziert werden, über die "Traditionen der Monarchie und der verhinderten und gescheiterten Demokratisierungsversuche" lesen. Er nähert sich anders dem postmodernen Faschismus, der heute unverblümt herrscht: Er geißelt die juristische Arbeit und Funktion des Bundesgerichtshofes: Die furchtbaren Juristen des Dritten Reiches blieben nahezu nach 1945 ungeschoren und konnten ihre Brut im alten Geist in die Postmoderne einbringen und dort wirkt sie inzwischen, erwachsen geworden, und gestaltet die bürgerlich verfasste Gesellschaft wieder um ihren eigentlichen Kern: Dem Privateigentum an Grund und Boden. Ohne die Abschaffung des Privatrechts auf Eigentum an Grund und Boden kann es kein anderes Recht geben.

Senff entlarvt die "bürgerlichen Geschichtsschreibung", zeigt auf, wie die Obrigkeit den Juristen und Beamten alle Spielräume und Interpretationsräume systematisch zerstörte und jeden Freigeist gnadenlos verfolgte und diesen zuletzt einfach standrechtlich erschießen ließ. Der Sozialdemokratie galt sein besonderer Augenmerk, die hochgradig naiv dem Treiben der rechtskonservativen politischen Kreisen zusahen. Bis heute besorgten Sozialdemokraten in noch größerer Naivität den Weg in den postmodernen Faschismus: Es war Gerhard Schröder, der für den völkerrechtswidrigen Kampfeinsatz gegen Jugoslawien verantwortlich ist. Stramm stehen seine Genossen in dieser Frage immer noch hinter ihm. Wenn Frau Kramp-Karrenbauer Kampfjets besorgen will, die amerikanische Atomwaffen und Deutschland in einen nuklearen Krieg tragen kann, dann beklagen Sozialdemokraten lediglich dieses vorgehen. Haltung zeigen sie nicht.

Hervorragend die Feststellung von Heinrich Senfft: "Der Befangene weiß nicht, daß er befangen ist." Diese Feststellung gilt bis heute und bildet wieder die Grundlagen einer entarteten Justiz. "Die Geschichte des Bürgertums spiegelt sich auch in der Geschichte der Justiz." Das sieht Heinrich Senfft völlig richtig. Er zeigt, wie der Lese- und Schulstoff die Kinder und Jugendlichen prägte. Damals noch borniert in klaren Verordnungen tritt der Schulstoff heute unternehmenskonform in Kompetenzkatalogen auf und staatsbedienstete Lehrer scheuen sich längst wieder, von den dort festgeschriebenen Inhalten abzuweichen. Mehr noch, die laden sich heute ihre Unterrichtsmaterialien von obrigkeitszertifizierten Servern herunter.

"1945: Keine Stunde Null". In diesem Kapitel seines Buches treffen sich die unterschiedlichen Voraussetzungen der Autoren. "Schönwetterdemokratie" haben beide bis in die 70er Jahren erlebt, der eine persönlich erfahren, der andere als Lernender.

Heinrich Senff resümiert und sah voraus, was heute bei einer angeblichen 93%igen Zustimmung der Deutschen zu den aktuellen Grundrechtsverletzungen durch die Obrigkeit belegt ist: "So sehr sich die Westdeutschen an den demokratischen Spielregeln versuchten, so sehr ließen und lassen sie sich um der vermeintlichen Sicherheit willen fast jede Beschränkung ihrer Freiheit gefallen; kein Urteil ist ihnen zu scharf, kein Ubergriff der Polizei zu brutal, keine Äußerung eines Regierungspolitikers zu forsch: Ordnung muß sein! Die Angst, das soziale Netz zu zerreißen, Konsum und Wohlstand zu verlieren, ist so groß, daß wir lammfromm jede Kontrolle hinnehmen."

Inzwischen sind längst die Ostdeutschen hinzugekommen, außer Wut brachten viele von den Ostdeutschen aber nichts mit. Für den Verfasser von endederrevolutionen.de ist das Urteil der 2. Kammer des Bundesverfassungsgerichts ein Beleg, dass der Faschismus, der im Jahr 1945 in den Untergrund gegangen ist, jetzt in der Krise endgültig wieder an die Oberfläche gespült worden ist. Weshalb der Autor von endederrevolutionen.de den Katholizismus immer wieder zitiert hat einen sehr einfachen Grund: Der Katholizismus ist die einzige außerparlamentarische und derzeit noch relevante Bewegung, die unbeirrt am Naturrecht festhält. Das Naturrecht, das dem Katholizismus zugrunde liegt, ist das höchste Recht, das über den irdischen Rechten steht.

"Kein Abschied von Hitler": Ein weiteres Buch von Heinrich Senfft, das in diesem Weblog noch vorgestellt werden soll.

Endederrevolutionen.de möchte die Verwirlichung einer außerparlamentarischen Oppostion begleiten, die inzwischen u.a. auch Ernst Wolff und viele andere als einzigen Weg erkennen, um noch ein zweites Auschwitz abzuwenden.

Posted by Michael Schwegler at 7:28
Edited on: Montag, 06 Juli, 2020 21:50
Categories: Aktuelles

Sonntag, 03 Mai, 2020

Die Geschäftsmodelle der Wutbürger

Diese Webseite war nicht vorgesehen. Diese Geschehnisse um die Partei "Widerstand2020" provozieren eine Stellungnahme.

Sie sind inzwischen zahlreich: Die Wutbürger. Die ersten machen ein Geschäftsmodell daraus. Ihre IBAN-Nummern werden auf ihren Parteibeitrittserklärungen feil geboten. Sie wollen an den Gabentisch der Parlamente und auch für sich sorgen. Für sich und die regelmäßigen Einzahler, die ihre Beiträge leisten.

Wütende Bürger kannte das Land schon früher. Kaum waren sie an der Macht wurden Ermächtigungsgesetze erlassen und was danach kam muss nicht hier wiederholt werden. Wut ist schrecklich und vernebelt nicht nur den Verstand; Wut kann tödlich enden. Bis zum 10. April 2020 konnte man sagen, dass die repräsentative Demokratie trotz erheblicher Schwächen die Beste aller möglichen Regierungsformen darstelle. Mit dem Instrument des Bundesverfassungsgerichts schien eine Instanz geschaffen, die ein Zurück zum Faschismus verhindern könnte. Auch nahmen zuletzt die Parlamentarierer aller Parteien - zwar gezwungenermaßen, aber doch immerhin - an der weltweit beginnenden Klimadebatte teil. Dem 10. April folgte dann sogar der 24. April. Wir sind wieder wer!

Erst einmal soll es bei der Ankündigung vom 24. April 2020 bleiben. Unter schwebenden Atomwaffen an deutschen Kampfjets hört jede vernünftige Diskussion auf. Die Versuchung ist groß, den laufenden politischen Prozess zu kommentieren. Aber darum darf es nicht gehen. Jeder ist selber in der Lage, sich ein Bild zu machen und diejenigen, die sich kein Bild über die Lage verschaffen, stört die Lage ohnehin nicht.

Die Presse begleitet längst nicht mehr kritisch diese menschenverachtenden Entwicklungen. Dem Terror hat sie sich angepasst. Nicht weniger dragisch ist ihre Gläubigkeit gegenüber Wohlfahrtsbehauptungen des Staates: Da erklärt der Professor Manfred Spitzer ausführlich und wissenschaftlich, medial über youtube und durch eigene Bücher unterstützt, über die Gefahren der Digitalisierung und vornehmlich der Einführung digitaler Medien an den Schulen. Die Exekutivorgane des Staates interessiert das gar nicht und sie setzen sich einfach darüber hinweg. Keine Presse und kein einziger Parlamentarier protestiert. Prof. Spitzer wird nicht repräsentiert, viele kritischen Menschen werden schon lange nicht mehr repräsentiert und wenn sie öffentlich zu Wort kommen, wird ihr Wort relativiert. Selbst die Lehrerinnen und Lehrer in den Grundschulen folgen inzwischen scheinbar völlig unbeeindruckt der Obrigkeit; sie mißachten die Wissenschaft, sie mißachten die Physiologie, sie mißachten die Psychologie, sie mißachten eine Pädagogik zum Wohle der Kinder. Sie gehorchen; sie gehorchen wie die Wutbürger gehorchen. Kompetenzkataloge, Ziel- und Leistungsvereinbarungen sind inzwischen flächendeckend im Schulwesen eingeführt. Kein Wutbürger empört sich. Der Staat diktiert längst wieder in allen Bereichen die Verkehrsformen und da ist die Wut einkalkuliert; als Ausdruck einer lebendigen Demokratie.

In der aktuell stattfindenden Corona-Pandemie wird eine hohe Zustimmung der Bevölkerung zu den Maßnahmen des Staates festgestellt. Die Menschen hätten die Möglichkeit gehabt bei derartigen Befragungen und obwohl sie aus Vernunft auch den zum Teil irrationelen Anordnungen folgen, wenigstens ihr Zustimmung zu diesen Maßnahmen verweigern können. Sie hätten damit demonstriert, dass sie selber wissen, wie vernünftigen Empfehlungen der Virologen nachgekommen wird.

Posted by Michael Schwegler at 9:23
Edited on: Montag, 03 August, 2020 11:00
Categories: Aktuelles

Mittwoch, 15 April, 2020

Vertrauen und das Recht

sorgsam getrennt. Damit ist das Ziel ausgemacht.

Jetzt, nachdem der Faschismus postmodernen Typs die Menschen unter die Arbeitsgesellschaft zwingt und die freien Willensentscheidung des Menschen mit Zwangsmitteln beseitigen will, kann nur noch die Absage an das herrschende politische System dem Menschen seine freien Willensentscheidung sichern.

Einer der Leser der Webseiten von endederrevolutionen.de meinte, endederrevolutionen würde ein „Lamento auf verloren gegangene Privilegien der katholischen Kirche“ führen „und teilweise wie eine Apologetik dieser Kirche“ anmuten;. Das ist nicht richtig. Eine Kirche, die so Erschreckendes gemacht hat, die sogar die Natur verschachern wollte, verdient kein Lamento.

Klerus und der Katholizismus müssen streng unterschieden werden. Der Klerus ist eine Stiftung des Pseudo-Apostels Paulus, der Katholizismus ist eine weltweite Bewegung, die sich auf die Lehren der Evangelisten Matthäus und Lukas beruft. Der Klerus ist Paulus und Paulus ist Christus. De servo arbitrio, das ist Luther und da schließt sich der Kreis. In diesem Labor wurde über Jahrhunderte der Bazillus geschaffen. Die strategische Verbreitung des Bazillus ist die Mission, die um das Jahr 1500 mit der Reformation, die aber eine permanente Revolution darstellt, begonnen hat. Der Katholizismus setzt das Recht, sich für oder gegen den Inhalt der Bergpredigt zu entscheiden, über alle Rechtsordnungen. Jede Rechtsordnung muss sich dieser individuellen Entscheidung unterzuordnen.

Endederrevolutionen wurde noch belehrt: "Die Natur" ist keine rechtsfähige Person. Sie bedürfte also der Vormundschaft.“ Dieses Rechtsverständnis drückt den Faschismus in seinem innersten Kern aus. Die Germanen haben dem Boden der Natur mit dem Donnerhammer zu einer rechtsfähigen Person verholfen. Kehren wir dann doch besser zum Donnerhammer wieder zurück und lassen die Besitzer von Grundbüchern auf ihrem Boden im Freien sitzen; egal ob sie ein katholisches oder ein protestantisches Gebetbuch oder überhaupt keins, sondern nur das Grundbuch und das Bürgerliche Gesetzbuch in der Tasche tragen. Vielleicht hilft ja die Natur: Es wird behauptet, dass ein Hammer, der kraftvoll in die Lüfte geworfen wird, wieder herunterkommt. Wenn diese Behauptung stimmt, könnten wir Glück haben. Vielleicht sitzt da ja gerade zufällig der Grundeigentümer an jenem Ort, den der Donnerhammer als Grenzstein zur Markierung der Rechtspersönlichkeit dieses Bodens ausgewählt hat.

Diese Vorstellung, dass dem Boden eine Rechtspersönlichkeit innewohnt, ist die Voraussetzung, dass die Pest des Protestantismus ausbrechen kann. Diese Vorstellung im Kopf eines Menschen braucht der Bazillus, um fortan in diesem Menschen seinen Stoffwechsel zu besorgen.

Posted by Michael Schwegler at 12:53
Edited on: Dienstag, 07 Juli, 2020 7:07
Categories: Aktuelles

Freitag, 10 April, 2020

Postmoderne Obrigkeit

Immanuel Kant war Professors für Logik und Metaphysik in Königsberg. Das sollte beachtet werden, um seine praktische Vernunft zu verstehen. Die war in erster Linie nicht vernünftg, ondern logisch. In der Staatsform der Demokratie erkannte Kant einen Despotismus, d.h. eine willkürliche Gewaltherrschaft. Er war Professor für Logik; das war also logisch. Dagegen hilft kein Meinen. Das kann anders nicht gemeint werden, sonst ist das nicht logisch. Der sagte das auch nicht nur daher; Kant war ordentlicher Professor. Er begründet seine Annahme: dass „sie eine exekutive Gewalt gründet, da alle über und allenfalls auch wider einen (der also nicht mit einstimmt), mithin alle, die doch nicht alle sind, beschließen; welches ein Widerspruch des allgemeinen Willens mit sich selbst und mit der Freiheit ist.“

Richtig. Kant ist nicht einfach zu lesen, deshalb liest ihn auch selten einer. Viele lesen Kant nicht sondern schreiben ab. Nicht bei ihm, bei den Demokraten, die das überhaupt nicht gerne lesen und deshalb lange und leicht verständliche Aufsätze darüber schreiben, die populär, also "beim Volk, bei der Masse Anklang, Beifall und Zustimmung findend (Wikipedia)" und leicht lesbar geschrieben sind. Da handelt es sich nicht um Logik. Kant konnte seine logische Behauptung auch verifizieren. Was richtig aber nicht logisch ist. Als der Despot Adolf Hitler die Logik Kants verifizierte, war Kant längst tot. Das ändert aber an der Logik nichts. Kant hatte recht. Noch immer haben wir eine Demokratie. Hitler ist tot, das ändert aber am Wesen der Demokratie auch nichts; das ist auch logisch. Die Herrschaft auf die Zustimmung des Volkes über eine Wahl zu begründen, war genial, entbehrt aber einer Logik.

Als vor kurzer Zeit die Jugend auf die Straße ging und überall wegen dem nachweisbaren Anstieg des Verbrennungsgases (CO2) in der Atmoshäre, das natürlich seit über 200 Jahre in einem Kohlenstoffdioxidkreislauf nicht mehr ausgeglichen werden kann, forderten die intelligenten Jugendlichen, dass man sofort aus der Kohleverbrennung raus müsse. Die Demokraten antworteten, dass das nicht geht. Wir würden in einem Rechtsstaat leben und da ist sei das nicht möglich. Der Wirtschaftminister Peter Altmaier hat das immer wieder in allen Talk-Shows gesagt. Man konnte Wetten abschließen und auf den Zeitpunkt wetten können, bis er es sagt. Das ist logisch: In einem Rechtsstaat geht das nicht; da gibt es Verträge. Das geht nicht, obwohl das Leben enden könnte, wenn der Klimawandel nicht gestoppt wird. Das sagten die Jugendlichen nicht, weil sie das wissen, das sagten sie, weil die Wissenschaftler das gesagt haben. Das ist jetzt nicht logisch aber menschlich.

Posted by Michael Schwegler at 16:28
Edited on: Dienstag, 11 August, 2020 20:27
Categories: Aktuelles

Sonntag, 05 April, 2020

Gleichnis von den Schafen und Böcken

Sie wissen nicht was sie tun. Sie glauben einfach nur. Sie hätten die Türen nicht verschließen dürfen.

Das aber vestößt gegen ihren Glauben, ihren Glauben im Innersten: Sie gehorchen!

Das war einmal nicht bei allen so. Da gab es auch junge Pastoren, die nicht lügen, auch wenn das der EKD-Ratsvorsitzende in einem Interview, das am 05.04.2020 im Radio ausgestrahlt wurde, ihnen vor macht: "Unsere Kirchen sind offen. Man müsse noch nicht einmal die Türklinge anfassen". Mein Gott, die übertreiben es in Deutschland. Jetzt öffnen sich die Kirchentüren wie in den Krankenhäusern auch automatisch, wenn man eintreten will und Schutz sucht. Das wird er gedacht haben, der Lampedusa-Flüchtling, der das hörte, als er auf dem Weg zur Kirche war. Wieder sucht er Schutz. Er braucht ihn gerade jetzt, wo es so leer auf den Straßen in St. Pauli ist und er erkannt werden kann.

Das war im Jahr 2013 anders. Aber das versteht ein Flüchtling aus Lampedusa nicht, der nicht bei Luther gelesen hat.

Damals suchten mehr als 80 Flüchtlinge in der Kirche von St.Pauli Schutz. Sie fanden einen Platz, der nicht im Privateigentum des Staates, sondern im Privateigentum der Kirche war. Das war für die Flüchtlinge aus Lampedusa entscheidend: Auf dem Privatgrund des Staates hätte man sie sofort abgeführt und eingesperrt. Wegen Hausfriedensbruch, der aber in diesem Fall verschärft Landfriedensbruch genannt wird. Dieser Tatbestand stand zum ersten Mal in der Geschichte in der "Empörerordnung". Im Jahr 1514 , also 11 Jahre bevor Luther in Worms erklärte, was künftig Sache ist und den Katholiken mitteilte, dass ihre Macht ab jetzt durch ihn gebrochen werde und die Zeit des "Balances of Power" anbrechen wird; der Pontifex Maximus soll sich schleichen. Die brach dann auch wirklich aus und aus den Friedfertigen des Matthäus wurden Friedensverfertiger, wie das der EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber anlässlich der 500 Jahrfeier Luthers in der Michaeliskirche in Hamburg den Gläubigen gelehrt hat.

Die Empörerordnung von 1514 war Teil des Vertrags, der zwischen den württembergischen Landständen und Herzog Ulrich geschlossen wurde. Ulrich sicherte sich in diesem Vertrag die Unterstützung der sogenannten Ehrbarkeit, dem Patrizitat der Städte bei der Niederschlagung der Rebellion des Armen Konrads zu. Die gehorchten dann auch der Obrigkeit, wie Paulus das verlangt hat. Als der Arme Konrad auf der Straße erkannt wurde, haben sie ihm den Kopf abgeschlagen. Ehrbare Bürger, die im Glauben an Paulus, Knecht Jesus Christus, der Obrigkeit gehorchten und das Schwert führten, das den Kopf vom Hals trennt. Das war nicht der Ulrich, das waren Bürger.

Nicht alle gehorchten sofort. Er muss noch die Revolte im Kopf gehabt haben, von der Albert Camus schrieb, als er den Kirchgarten öffnete und die Flüchtlinge dort, auf sicher geglaubtem Boden, ihre Zelte aufstellten. Der Boden aber, auf dem sie ihre Zelte aufstellten, war keine Allmende. Die hat damals der Ulrich den Bauern schon weggenommen, weshalb doch diese Empörerordnung verfasst werden musste. Das haben die Protestanten alles vergessen. Aber die Katholiken vergessen das nicht. Die sehen, die glauben nicht. Das wird für die Katholischen nicht gelten, das gilt für die Katholiken.

Als es regnete hat er seine Kirche geöffnet und sie hereingebeten. Dieser Pastor muss bei Matthäus und Lukas gelesen und den Paulus an diesen Tagen unters Bett geschoben haben. Nachts schlief er schlecht. Er konnte wegen seiner theologischen Ausbildung aber nicht erkennen, dass es der Paulus war, weshalb er schlecht geschlafen hat. Er hätte ihn nicht unters Bett schieben dürfen.

Als es draußen regnete und die Presse allen Hamburgern von diesem Skandal berichtete, begann drinnen ein politisches Ringen, aus dem der junge Pastor geläutert hervorging. Jetzt kannte er wenigstens die Sache mit der Allmende und auch, wozu diese Empörerordnung taugt. Er wird wieder dem EKD-Vorsitzenden folgen und künftig bei ihm lesen. Albert Camus wird er nicht mehr lesen, solche Ketzer hält er nicht aus. Solch einen ketzerischen Kopf haben sie ihm abgeschlagen.

Posted by Michael Schwegler at 7:26
Edited on: Montag, 24 August, 2020 10:12
Categories: Aktuelles

Montag, 30 März, 2020

Die Krise ist auf einem ersten Höhepunt angekommen

nicht wegen der Toten, die werden weiter ansteigen. Der Faschismus wird wieder denkbar.

Die Politiker erkennen ihre Ohnmacht und der erste Politiker warf sich vor einen Zug. Die Verzweiflung ist groß. Alle hoffen, dass das mit dem Gemeinsamen diesmal nicht wieder schiefläuft angesichts der enormen Probleme, die jetzt von der Gemeinschaft gelöst werden müssen. Die jetzt aber wieder bedroht wird von diesem Bazillus, der nie ein Virus war und gegen das es eine wirksame Medizin gäbe, die es bei einem Virus nicht gibt. Da lindert nur die Medizin und das sollten wir jetzt in der Krise nicht wieder vergessen.

Die Preise steigen jetzt. Ein Rekordhalter wurde gestern im Radio, im Internet und sogar in der Tagesschau ausgemacht: Die Preissteigerung von über 3.000%, in Worten dreitausend Prozent, die für eine Ware, die jetzt überall dringend gebraucht wird; für die Schutzmaske. Sie demonstriert förmlich den Zynismus, der eigentlich nur offen faschistischen Gesellschaften anhaftet. Aber dieser ist gesetzlich geschützt. Er war gewollt als der Markt eingerichtet wurde, der für das Wohl sorgen wird. Das behaupteten sie alle und sie sagten immer, dass dieser sozial sein könne. Das aber haben sie nicht beschlossen. Das war aber auch besser so, weil in sozialistischen Staaten vorgemacht wurde wie die Einfältigen das Soziale gestalten: Wieder durch Gesetze. Diese Gesetze aber müssen enden, wenn der Mensch frei sein will. Jeder kann es jetzt wissen. Das was bei den Schutzmasken beobachtet wird, konnten die einfachen Leute bereits beim Toilettenpapier erfahren, welches jetzt auch sehr teuer in den Märkten angeboten wird. Das ist die Marktwirtschaft. Das ist das Gesetz. Darüber sollte jetzt keiner mehr irren. Die größte Gefahr steht jetzt vor der Tür. Der Präsident der USA hat gezeigt wohin die Reise gehen soll. Das Gesetz, welches er jetzt in Friedenszeiten anwendet, bildet den Kern des politischen Systems, das Faschismus genannt wird. Es tritt wieder vernünftig auf, wie es damals in Italien, in dem es zuerst auftrat, durchaus auch vernünftig auftrat und sich das Verbrechen erst später offen zeigte. Die Beatmungsgeräte müssen jetzt gebaut werden. Es wurde nie behauptet, dass der Faschismus immer in allen Fragen unvernünftig ist. Aber gerade das macht ihn so gefährlich. Es ginge auch ohne den Faschismus -> durch das System der Nutzungs- und Stimmrechte. Diese Zivilgesellschaft wird jetzt dringend notwendig und sollte jetzt intensiv und überall in diesen Zeiten der Krise diskutiert werden. Der Pathos aus dem Text eines denkbaren politischen Systems wurde entfernt und dieser Text nüchtern verändert. Die Webseite sollte jetzt in Windeseile verbreitet werden. Nein sagen kann jeder noch. Aber er muss die Sache kennenlernen, bevor er sich entscheidet. Der Faschismus ist heute auf eine Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger nicht mehr angewiesen, aber die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger ist darauf angewiesen. Die Geschichte zeigt, dass sich Systeme immer nur dann ändern, wenn sich eine große Krise auftat. Jetzt muss die Ruhe, die durch die Quarantäne verordnet wurde, die aber Angst auslöst, genutzt werden. Diskutiert.

Posted by Michael Schwegler at 9:59
Edited on: Mittwoch, 01 April, 2020 9:20
Categories: Aktuelles

Mittwoch, 18 März, 2020

Der Tsunami hat jetzt einen Namen:

Corona. Dass er kommt hatte Ernst Wolff schon angekündigt, dem ist nichts hinzuzufügen.

Dem Leid, das jetzt über so viele Menschen kommt, kann nur noch Tröstliches hinzugefügt werden.

Sie war noch jung, als sie sich für diesen Aktienfond entschieden hat. Sie haben sie früh geworben und sagten, dass die Zeiten sich ändern werden. Das haben sie damals gesagt und sagten das noch bis vor wenigen Tagen. Deshalb hat sie sich ja auch überreden lassen. Bis gestern hat sie sich auch nicht mehr um diesen Fond gekümmert. Genauer gesagt verstand sie nie etwas von solchen Dingen. Monatlich und pünktlich zogen sie für diesen Aktienfond das Geld ein, für den sie auch immer pünktlich zur Arbeit ging. Nicht nur für ihn, das ist klar. Nie werde sie durch ihre Arbeit reich. Das wusste sie immer. Deshalb sorgte sie ja vor für das Alter, das sie jetzt erreicht hat.

Gestern rief sie an. Sie wirkte unruhig und fragte was sie tun könne. Sie habe jetzt 45.000 Euro weniger, jedensfalls sagte das ihr der Fondmanager, den sie angerufen hat. Überall sagen sie jetzt, dass die Aktienkurse fallen.

Sie brauche aber jetzt das Geld, sie bekäme keinen Lohn mehr.

Darunter leiden jetzt viele Menschen und die dürfen jetzt nicht das Gefühl bekommen, dass sie allein sind. Die Gefahr wird jetzt groß, dass sie das meinen und jetzt wieder auf die anderen hören, die sagen, dass eine Revolution alles ändern wird. Das haben die Faschisten schon einmal gesagt aber das weiß sie nicht. Sie kümmert sich nicht um Politik. Jetzt werden die Zeiten schwer.

Wichtig ist jetzt, dass sie keine Hoffnung mehr hat sondern viel mehr Vertrauen; Vertrauen, dass wir das schaffen. Wir werden das teilen was wir haben wenn das Wenige, was noch da ist nicht reicht. Alle sollten wir jetzt teilen.

Auf das System, das den Menschen jetzt so viel Leid und Sorgen bereitet, sollten wir alle nicht mehr hoffen. Wir sollten es endlich ändern und dies ganz ruhig und besonnen: Bei den nächsten Wahlen. Mit der Erststimme . Als Zeichen, dass wir die Zeiten jetzt verstehen, sollten wir jetzt schon auf die Zweitstimme verzichten.

Dann werden es die Faschisten nicht schaffen, Kapital aus dieser Krisen zu ziehen. Weshab die Kapital aus dieser Krise schaffen wollen, darüber werde ich berichten. Ich werde es versuchen hier auf endederrevolutionen.de

Nachtrag: Die herrschenden Medien schreiben es; unisono: "Christine Lagarde wird zu Super-Mario. Die EZB-Chefin hat eine 750 Milliarden schwere Bazooka im Anschlag und bekennt sich wie ihr Vorgänger Mario Draghi dazu, alles zu tun, um die Eurozone zu retten. Das wurde auch Zeit."

So stellen sie sich die Zeit vor. Ein Supercasino, dass wir unterhalten und in dem sie Spaß haben. Christine Lagarde mag eine liebenswerte Frau sein, vielleicht hat sie sogar noch Träume. Wir wissen es nicht. Aber wir wissen, dass sie dem Protestantismus verfallen ist: Sie hat keinen freien Willen.

Wenn die Menschen jetzt nicht zu ihrem freien Willen zurückfinden, mit dem sie auf die Welt kamen und der bei vielen von ihnen ausgetrieben wurde - was die Maxime jeder Erziehung letztlich bedeutet - , wenn sie nicht durch Nachdenken schnell angesichts der bedrohlichen Lage sich neu orientieren kann es zu spät sein. Die Reichen, die nicht so sind wie sie, die außer Geld kaum etwas haben und ärmer dran sind als sie, werden keine Skrupel haben, ihr Geld im Grund und Boden dieser Erde zu speichern. Die Erde ist ein gewaltiger Vermögensspeicher solange sie in privaten Händen ist. Das müssen die Menschen verstehen. Da müssen sie wegen ihres eigenen bescheidenen Grndbuches vertrauen, dass sich auf herrenlosem Boden viel besser leben lässt. Sonst werden die Vermögenden weiter dafür sorgen, dass die Politik uns unterhält, die aber nicht unterhaltsam ist, weil sie sich jetzt anschickt, Not über die Menschen zu bringen.

Der Grund und Boden muss jetzt herrenlos werden, jetzt sollte das begreifbar sein.

2. Nachtrag: Bitte immer wieder auch im Impressum lesen.

Posted by Michael Schwegler at 11:07
Edited on: Freitag, 20 März, 2020 13:30
Categories: Aktuelles

Freitag, 21 Februar, 2020

Anmerkungen zum Begriff des Rechtsstaats.

"Der Beschluss ist nicht anfechtbar". So lautete das Urteil. Es ist ein rechtsstaatliches Urteil. Das Verwaltungsrecht, dieses Überbleibsel des Rechts der Fürsten, erlaubt solch ein fürstliches Urteil.

Diese Richtung hat Alfredo Rocco seinen Juristen im faschistischen Italien mit auf den Weg gegeben. Er wusste, dass das Ziel des Faschismus nicht mit einem Krieg erreicht werden kann. Der Weg muss ordentlich und gründlich vorbereitet werden und wird dauern. Die Mühlen der Gesetze mahlen langsam, dafür aber gründlich.

Das kapierten die Nationalsozialisten hierzulande nicht. Sie vertrauten mehr auf die deutsche Rasse und auf Paulus: Die deutsche Rasse wurde im Jahr 1945 besiegt, die Obrigkeit blieb und hat jüngst entschieden, dass die Bäume abgeholzt werden dürfen. Der Autobauer Tesla darf bauen; schnell, noch im Herbst, bevor das Leben in die Bäume kraftvoll zurückkehrt. Dieses Leben wird verhindert. Die negative Bilanz, die auf der Seite der Natur weiter ansteigt, spielt keine Rolle: Das Geschäft ist zu garantieren: Im Namen des Volkes.

Der Feststellung Alfredo Roccos, dass der Rechtsstaat die Krönung des Faschismus darstelle, muss, um Mißverständnisse auszuschließen, hinzugefügt werden: Der Staat, den die bürgerliche Französische Revolution hervorgebracht hat, ist kein Fürstenstaat mehr, sondern ein Ständestaat. Der Stand der Bürger hat in den Jahren 1789 bis 1804 den modernen Staat hervorgebracht, der seit dem 16. Jahrhundert vorbereitet und im Gegensatz zum feudalen Staat die guten Sitten der Bürger gesetzlich verankern konnte. Das Bürgerliche Gesetzbuch setzte sich über das Recht der Fürsten und setzte die bürgerlichen Sitten an die Stelle des fürstlichen Rechts. Außerhalb dieser gesetzten Sitten darf es keine anderen Sitten mehr geben. Dafür sorgt der in diesem gesitteten Staat genuin verankerte Faschismus, dessen unmenschliche Exponenten immer in den Momenten zur Sache schreiten, wenn die guten bürgerlichen Sitten Gefahr laufen, durch politische Querulanten verletzt zu werden. Der Rechtsstaat ist deshalb zunächst immer bürgerlicher Staat. Ein wahrhafter Rechtsstaat ist nur als ziviler Rechtsstaat überhaupt denkbar. Er würde alle Menschen schützen und nicht nur diejenigen, die dem bürgerlichen Stand angehören und diesem verpflichtet sind. Sorgsam und förmlich radikal getrennt von der Exekutivgewalt des bürgerlichen Staates würden unabhängige Richter, wahrhaft unabhängig, und im eigenem Haus mit eigenem Budget, dass von einer zivilen Gesellschaft direkt aufgebracht und direkt als "judikative Steuer" dem Haus der Judiaktive monatlich überwiesen wird, tätig werden können: Ihrem Haus verpflichtet und nicht einer Phrase "Im Namen des Volkes".

Diese Form allein würde es rechtfertigen, dass von einem Rechtsstaat gesprochen werden kann. Das was wir heute weltweit erleben, ist der bürgerliche Staat, der in der Hinterhand immer die Fascia führt und von dieser skrupellos Gebrauch macht, wenn die politischen Verhältnisse das immer wieder verlangen. Es wird höchste Zeit, sich von diesem bürgerlichen Staat zu distanzieren; Blut klebt an seinem Hals.

Posted by Michael Schwegler at 6:27
Edited on: Donnerstag, 10 September, 2020 18:18
Categories: Aktuelles

Mittwoch, 19 Februar, 2020

Das 11. Gebot

muss dialektisch verstanden werden, sonst verharrt es im Verbrechen.

Schau hin wenn die Anderen die Tiere in Massen halten, aussondern und töten. Schau nicht weg und sei kein Zuschauer, auch wenn das Hinschauen nicht erträglich ist: Das Tier, das hier an der Leine hängt und grausam stirbt, das sind wir!

Um das, selbst grammatikalisch nicht ausdrückbar, zu verstehen sollten wir nicht nachfragen weshalb das Tier dort hängt, weshalb das Schächten im Judentum und im Islam gerechtfertigt wird. Wer so fragt macht sich bereits schuldig.

Vor wem? Das muss derjenige, der so fragt, selber beantworten. Da hilft ihm kein Agnus dei, da ist er allein. Er hat gefragt und er hätte wissen können, dass ein Mensch guten Willens ihm nicht antwortet. Er kann nur mit den Anderen reden, die immer reden und uns unterhalten.

Das ist vermutlich schwer zu verstehen und hilft uns und den Tieren nicht. Wir schauen hin und sehen die Schächter. Was sind das für Menschen?

Schau in den Spiegel. Es ist nicht wahr was die Physiker sagen. Dass wir immer unser Antlitz dort sehen, wenn wir nur ordentlich davor stehen. Um das wiederum zu verstehen, müssen wir lange in den Spiegel schauen, so dass der Blick sich ausbilden kann. Erst dann, wenn wir lange genug vor dem Spiegel gestanden haben, werden wir das Gesicht des Schächters erkennen. Es ist uns fremd. Wenn wir aber mutig genug sind und dieses fremde Gesicht aushalten, weiter konzentriert in den Spiegel schauen, wird sich das Gesicht des Schächters dem eigenen Gesicht immer mehr angleichen und kann am Ende von dem eigenen Gesicht nicht mehr unterschieden werden. Wir sehen uns: Wir haben das Tier dort aufgehängt und es geschächtet.

Das waren die Anderen. Das sagen sie immer wenn sie nicht vor diesem Spiegel stehen wollen. Das haben viele Menschen in den Jahren vor 1946 auch gesagt. Vor allem an jenen Tagen, als die Siegermächte sie zum Gang durch die Konzentrationslager zwangen. Zu einem Gang, den diejenigen Menschen, die vor ihnen dort gegangen sind, meist nicht überlebt haben. Die historische Chance, jetzt zu den Siegermächten "Nein" zu sagen, haben sie nicht ergriffen. Wohl riefen sie "Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus" und noch im Jahr 1949 sind die Worte des CSU-Politikers Franz Josef Strauß überliefert: "Wer noch einmal das Gewehr in die Hand nehmen will, dem soll die Hand abfallen." Die Hände fielen nicht ab als nur 3 Jahre später die Siegermächte zur Unterschrift riefen. Mit fester Hand leistete die Bundesrepublik Deutschland die Unterschrift unter den Vertrag der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft. Da haben ihre politischen Vertreter nicht mehr "Nein" gesagt und diese haben eine Unterschrift geleistet. Das deutsche Volk hat die Unterschrift geleistet. So sieht das die Rechtsordnung vor: Mit der Zweitstimme haben sie bei der demokratischen Wahl, an der eine Mehrheit der Deutschen aktiv teilgenommen hat, ihre Repräsentanden in den Bundestag gewählt und diese haben in ihrem Namen den Vertrag unterschrieben. Ihre Unterschrift unter diesen Vertrag führte sie jetzt auch militärisch in die Postmoderne. Viele werden sagen, ich wollte das nicht. Sie hätten konzentriert in diesen Spiegeln schauen sollen. Sie hätten ihre Unterschrift verweigern können.

Was tun? Es gibt nur einen Weg, der uns wenigstens jetzt entlasten könnte. Zu lange haben diejenigen, die vor uns da waren, unsere Eltern und ihre Freunde zugeschaut, ihre Stimmen nicht erhoben sondern abgegeben. Jetzt wirkt kurzfristig und vorläufig nur noch eine Stimme: Die Stimme des Verzichts.

Angesichts dieser schrecklichen Massentierhaltung und Massentötung der Tiere verzichtet einfach auf den Konsum von Fleisch so weit es geht. Vieles braucht ihr nicht. Leben geht anders. Erhebt eure Stimmen, wenn diejenigen, die sagen, dass sie nicht gewusst haben, dass ihre Tiere dorthin in die Schlachthäuser gequält werden und dass sie unschuldig wären, weil sie doch nur dem Luther gefolgt sind und untertänig waren; klagt sie an. Nicht vor Gericht: Auf keinen Fall. Die Richter werden euch nicht helfen, die helfen sich und ihren Advokaten, die sich gerne der Sache annehmen. Sie haben das "quid pro quo" längst unter sich ausgemacht, da ist keine Hoffnung. Klagt die Viehzüchter an und reicht ihnen die Hände. Sie hätten sich um Netzwerke kümmern können und mit anderen Menschen zusammen, die guten Willens sind, gemeinsam Lösungen schaffen können. Erinnert euch an Nietsche: "Schaffende waren es, die schufen die Völker und hängten einen Glauben und eine Liebe über sie hin: also dienten sie dem Leben." Ihr aber fordert die Politik, fordert den Staat. Aber ihr habt einen freien Willen. Bietet ihnen außerhalb des Staates Netzwerke an.

Wir werden damit das Leiden nicht los, aber wir können hoffen.

Posted by Michael Schwegler at 6:41
Edited on: Donnerstag, 10 September, 2020 18:25
Categories: Aktuelles

Samstag, 08 Februar, 2020

Beugehaft

Chelsea Manning blieb bei ihrem NEIN und sitzt seitdem in Haft. Sie bekommt zusätzlich für jeden Tag, an dem sie bei ihrem NEIN bleibt, 1000 Dollar Strafe aufgedrückt; da wird sie sich wohl beugen. Chelsea Manning aber ist ein Mensch guten Willens und würde lieber verhungern, als gegen Wikileaks auszusagen und sich der Vernunft der Anderen zu unterwerfen.

Wie Chelsea Manning sind wir spätestens seit dem Jahr 1804 alle, die guten Willens sind, in Beugehaft.

Seitdem der freie Wille (liberum arbitrium) des Menschen unter die Doktrin des geknechtenen Willen (De servo arbitrio) geraten ist, der mit dem volonté général von Rousseau seinen politischen Ausdruck erfuhr, wird die Beugehaft nicht enden. Die 1000 Dollar Strafe müssen wir nicht fürchten. Im Gegenteil: Sie ködern uns damit tagtäglich, damit wir zufrieden sind und sie werden weiter unsere Zellen ausstatten mit allerlei unnützem Zeug und dafür die Natur verbrennen. Das galt unter der politischen Formel panem et circenses schon immer: Allerdings mit der entscheidenden Ausnahme, dass sie bis zum Jahr 1804 die Natur dafür nicht verbrannten. Darüber sollten wir nicht irren.

Nachtrag März 2020: Chelsea Manning blieb bei ihrem NEIN. Sie wollte lieber sterben als ihren Willen beugen. Sie stellten aber nicht das Fallbeil auf, das sie bei Franz Jägerstetter aufgestellt haben. Sie bestellten auch nicht den Scharfrichter, den sie bei Thomas Morrus bestellt haben. Sie ließen sie nur einfach in dieser Zelle sitzen und warteten. Chelsea Manning unternahm einen Suizid-Versuch, der mißlang.

Ein Bundesrichter wusste jetzt, dass sie eher sterben wird als dass ihr Wille sich beugt. Er ließ sie frei.

Posted by Michael Schwegler at 10:22
Edited on: Dienstag, 24 März, 2020 8:30
Categories: Aktuelles

Donnerstag, 06 Februar, 2020

Vor unseren Augen kreiert sich ein mörderisches System

das schrieb Herbert Ludwig auf https://fassadenkratzer.wordpress.com. Die bürgerliche Aufklärung, die mit Auschwitz endete, muss mehr denn je, aber jetzt als antibürgerliche Aufklärung, über die Funktion des Bürgerlichen Rechts Auskunft geben. Der Mensch Julian Assange ist nicht das erste Opfer, das im Namen des Volkes und unter Anwendung des Rechts zerstört wird. Es ist unerträglich, dass deutsche Politiker hier zusehen. Sie reden, das mag sein, aber sie handeln nicht. Das ist nicht ganz richtig: Sie handeln für Interessen, die scheinbar zwingend sind und die im Wesentlichen von Produktionsverhältnissen bestimmt werden, die auf dem Privateigentum an Grund und Boden gründen. Diese Zwangsform schließt eine Hilfe aus. In der Dialektik der Aufklärung fragen sich die Autoren, "warum die Menschheit, anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine neue Art von Barbarei versinkt." Die Antwort ist einfach, aber sie ist unbequem: Das Bürgerliche Recht, das den Grund und Boden zum Privateigentum privater oder öffentlicher Herren und Damen erklärt, und schützt, ist der erste und zentrale Punkt des ständigen Rückfalls in die Barbarei, die in der Bürgerlichen Gesellschaft als Dauerzustand behauptet werden kann. Die Französische Revolution war ein Schritt auf dem Weg der Emanzipation der Menschen. Der Coup des Napoleon Bonaparte, sein Code Civil, aber schuf die Grundlage einer neuen Barbarei, die als allgemeine Barbarei alle früheren und nicht allgemein zu nennenden barbarische Ereignisse in den Schatten stellt. Unter dem Schatten müssten wir heute keinen Klimawandel erleben, der durchaus das Potential hat, die gesamte Menschheit in die Barbarei zu treiben. Sofort müssten wir die weitere Ausbeutung der Erde, die unvermindert anhaltende Verbrennung fossiler Stoffe und Seltene Erden, stoppen.

Die Abschaffung des privaten Rechts auf Grund und Boden wird noch dauern; aber die Zeit wird kommen. Den Whistleblower*innen, die besser Freiheitskämper*innen genannt werden sollten, weil sie für uns, für eine bessere Welt ihr freies Leben opfern, hilft das aber persönlich nichts. Das Recht verurteilt sie, nimmt sie in Beugehaft und genau gesehen, was immer in dieser Gesellschaft ein juristisches Sehen ist, haben sie keine Chance. Das bürgerliche Recht sollte deshalb immer bekämpft werden. Das Recht schützt uns nicht: Wer das glaubt ist befallen von der Pest des Protestantismus, von der ich solange schreiben werde, bis sich das Recht ändert, was aber noch lange nicht geschehen wird. Wir sollten uns deshalb vernetzen und diese Aufklärung verbreiten.

Assange braucht ein politisches Asyl in Deutschland und Deutschland muss raus aus der Nato. Ein Bündnis mit den USA darf es nicht mehr geben. Die USA haben andere Gesetze wie die Bundesrepublik Deutschland. Wir kennen diese Gesetze nicht; wir kennen nur die Gesetze hier. Die aber sind ähnlich: Klären wir auf !

Friedrich Nietzsche hat das sehr früh erkannt; sein Text vom neuen Götzen Staat ist aktueller denn je. Er schrieb den Text im Jahr 1871 und viele tun ihn ab mit dem Hinweis, dass sein Text heute überholt sei, einen anderen Staat beschreibe. Das ist aber ein Irrtum. Inzwischen ist der Staat bei vielen Menschen in den Köpfen, so dass sie ihn nicht mehr sehen. Da soll er auch hinein meinen die Faschisten; dafür trugen sie ihre Hakenkreuze und beflaggten ihre Straßen: Herrisch sollte es wirken und jeder soll sehen und wissen, dass es einen Führer gibt. Generationen wurden geführt - in den Tod. Im Internet findet sich manch kritischer Text, aber dem Leser werden keine konkreten Perspektiven aufgezeigt und ein Wahlboykott wäre ein falscher Weg. Allgemeine Wahlen, die in jahrzehntelang andauernden und erbitterten Kämpfen dem bürgerlichen Staat von der Arbeiterbewegung abgetrotzt werden konnten, bilden heute die Achillesferse der demokratischen Gesellschaften. Aber wir dürfen nicht die Parteien wählen sondern nur die, die sich als Repräsentanten zur Wahl stellen. Wir dürfen die Exekutive nicht weiter stärken, sie ist längst viel zu stark und Julian Assange erlebt gnadenlos aktuell die autoritären Staaten. Mit Schweden ist nun auch diesem Wohlfahrtsstaat die Charaktermaske abgenommen worden. Viele müssen tagtäglich unter den Exekutivorganen der Staaten leiden; sie bleiben meist immer namenlos, weil viel zu Viele leiden und wieder zu oft weggeschaut wird.

Posted by Michael Schwegler at 9:49
Edited on: Freitag, 14 Februar, 2020 11:57
Categories: Aktuelles

Montag, 27 Januar, 2020

Sei kein Zuschauer,

das wünschten sich nicht nur Überlebende der Shoa, das wünschen sich viele der Überlebenden. Einer wünschte sich, dass „sei kein Zuschauer“ als 11. Gebot den übrigen 10 Geboten des alten Testaments hinzugefügt werde. Er wünschte sich keine Rache, er wünschte sich nur dieses 11. Gebot.

Eine andere, eine Frau, überlebte Auschwitz, wohin sie als Kind gebracht wurde. Sie überlebte als hätte Gott seine Hand über sie gehalten. Das sagen oft die Gläubigen, wenn es um Kinder geht, die doch besonders beschützt werden müssten. Aber das stimmt nicht: Gott war gar nicht da, nicht bei den Kindern und auch nicht bei den Erwachsenen; er war einfach nicht da, damals in Auschwitz, in Treblinka, in Dachau, in Bergen-Belsen und in den weiteren Hunderten von Vernichtungs- und Konzentrationslagern weltweit: Nie war er da. Nur die Mörder waren überall da, die immer überall da sind und unter uns leben. Sie bedienen sich des öffentlich geduldeten Rassenhasses, den Luther schon predigte und halten sich im Training; sie sind immer bereit. Der Staat schaut nicht hin; er schaut weg.

Die praktizierenden Katholiken verbieten ihn auch nicht: „Die haben unseren Jesus ans Kreuz genagelt!“ So rief das eines Tages meine Mutter. Ich fragte sie, als ich längst erwachsen war. Sie meinte nicht die Protestanten, sie meinte die Juden, was ihren Rassismus katholischer Prägung nicht entschuldigt, im Gegenteil. Der Bruch war plötzlich und vollständig. Ich fragte sie nie wieder etwas.

Dem Wusch der Überlebenden werde ich nachkommen und nie wegschauen. Das fällt mir nicht schwer; ich schaue nie weg und deshalb schreibe ich wenn ich zur Ruhe komme. Das Gebot „sei kein Zuschauer“ werde ich als 2. Gebot nach dem 1. Gebot: „Du sollst nicht töten“ immer beachten und vor alle anderen Geboten stellen. Die übrigen Gebote kenne ich eh kaum mehr und über das Gebot „du sollst nicht begehren deines nächsten Weib“, habe ich schon geschrieben.

Mit diesem 2. Gebot kann es Versöhnung geben und mit diesem Gebot wäscht auch keine Hand mehr die andere; diese Hände halten sich und sorgen sich um das Gemeinsame.

Wir, die erste Generation nach 1945 haben nie gelitten wie diejenigen, die das Grauen von Auschwitz noch erleben mussten. Wir gehören zu einer Generation von scheinbar Auserwählten. Wir sind aber nicht auserwählt und überall um uns herum sprechen längst wieder die Waffen. Auch in Europa, das sie unter allen Umständen nach dem verheerenden Krieg endlich befrieden wollten und dafür politisch viel taten bombten sie bereits wieder. Völkerrechtswidrig zerschlugen sie endgültig den als blockfreies Hoffnungswerk nach 1945 gegründeten Vielvölkerstaat der Sozialistischen Förderativen Republik Jugoslawien, der uns damals schon die Richtung anzeigte, in der wir gehen sollen. Auch daran sollte 75 Jahre nach Auschwitz gedacht werden. Damit auch dort hingesehen wird obwohl dort inzwischen Vieles heute trostlos leer ist. Da war es schon einmal anders, bevor auch dort die Konsumgesellschaft einzog.

Als einziges Land in Europa wurde während der Phase, in der sich die alten Systeme um dieses Land herum restaurierten und dem heißen einen kalten Krieg folgen ließen, das Ableben des Staates friedlich diskutiert.Der Staat sollte die Produktionsmittel im Namen der Gesellschaft als einen letzten Akt sich aneignen, um dann als Staat absterben zu können. Der Begriff des gesellschaftlichen Eigentums müsse vom Staatseigentum strikt unterschieden werden. Staatseigentum müsse dem Sozialismus jugoslawischer Prägung ebenso fremd sein wie das Privateigentum, da es ein Monopol wirtschaftlicher und politischer Macht darstellt und damit zur Ausbeutung der Menschen beiträgt. Das war klar die Richtung, in die gegangen werden muss, wenn der Grund und Boden wieder herrenlos werden soll, wie ihn vor sehr langer Zeit die Natur einmal erschaffen hat. Eine lange Zeit waren die Menschen nur der Natur unterworfen, was schwer genug war, und die Menschen entwickelten sich in direkter Auseinandersetzung mit der Natur. Die Apologeten der Herrschaft von Menschen über Menschen behaupten diesen Naturzustand zum Ausgangspunkt ihrer Ideologie vom Segen, der von den ersten Herren ausgegangen sei, um die Menschen vor sich selbst und der Natur zu beschützen. Sie waren schon immer verlogen, wie heute ihr Staat lügt.

Als Studenten schauten wir nach Jugoslawien, besuchten das Land und sahen vor Ort. Peter Handke schaute auch vor Ort und erzählte viel über Jugoslawien; er verstand sich hervorragend im Schreiben. Darüber wie sie, die Vertreter der westlichen Wertegemeinschaft, deshalb Peter Handtke heute in ihren Medien behandeln, muss nicht berichtet werden. Darüber berichten die Anderen, da müssen wir nicht lesen.

Während unseres Studiums schauten wir fast zwangsläufig irgendwann nach Auschwitz. Damals wurde von Auschwitz in keiner Schule berichtet, in der die Alten unterrichteten, die nach dem Krieg dort wieder arbeiteten, nachdem sie ihre Hemden und Hakenkreuze wieder in ihren Schrank gehängt hatten. Sie unterrichteten Staatsbürgerkunde und in diesen Schulbüchern kamen die Städte des Grauens, die damals doch ihr Staat eingerichtet hat, nicht vor. Orte, die deshalb mir bis ins Erwachsenenalter auch unbekannt blieben, obwohl die Lehrer sie kannten. Ich musste sie selber entdecken. Als ich die ersten entdeckt hatte tauchten in erschreckend hoher Zahl die anderen auf. Die Mauer des Schweigens war durchbrochen. Sie blieb aber stehen und rührte sich weiter nicht.

Sie muss aber vollständig eingerissen werden. Aktuell erlebt der Autor von endederrevolutionen diese Mauer des Schweigens. Nach immerhin 75 Jahren in einem Dorf in Niedersachsen wurde der Landrat gebeten, alles zu tun, damit dieser Gemeindesportplatz umbenannt wird. Felix Linnemann heißt seit vielen Jahren dieser Sportplatz, auf dem schon lange mehr kein Fußball gespielt und keine Sportereignisse mehr stattfinden. Der Platz wird von der Gemeinde gepflegt und nur der Umstand, dass direkt angrenzend die Grundschule diesen großen Platz für den Sportunterricht gelegentlich einmal nutzt wird der Grund sein ,dass dieser Platz nicht renaturiert wird.

Die Nachkommen der Nazis von Steinhorst könnten das Erbe ihrer Väter ablehnen; das Bürgerliche Recht erlaubt es. Dann wäre ein Neuanfang möglich: Die Kunterbunt-Grundschule könnte sich in eine Comenius -Grundschule umbenennen, so dass dort eine "liebliche Stätte der Menschlichkeit" eingerichtet wird. Sie wird es wohl auch schon sein, doch kunterbund sollte Lernen nicht organisiert sein, da sollte besser bei Comenius anstatt bei Astrid Lindgren gelesen werden. Bevor der Platz als Sportpatz gebaut wurde, mussten viele prächtige alte Eichen gefällt werden. Jetzt erreichte den Autor die Nachricht, dass ein ehemaliger Freund und heutiger Bekannter des Autors Dritten erzählt, dass er angeregt habe, diesem ehemaligem Nazi und SS-Schergen seine Gedenkstätte wegzunehmen. Er hätte ihn direkt fragen können, ob das wahr ist. Weshalb tat er das nicht? Plötzlich regt sich einiges im Dorf und die ersten schauen wieder weg. Über manches muss also künftig berichtet werden. Er will Vorbild sein und genau hinsehen. Alles soll veröffentlicht werden, was er sieht und was wahr ist. Wahr ist immer, was du selbst unmittelbar erlebt und was dir direkt von Angesicht zu Angesicht gesagt wurde. Ein anderes Wahrheitskriterium gibt es nicht. Die Nachgeborenen der Sinti und Roma könnten vom Gemeinderat zur einer jährlichen Aktion gegen das Vergessen an die schreckliche Zeit dieses Dorfes im Nazideutschland, als Steinhorts ein braunes Dorf war und stolz seine Hakenkreuze zeigte, geladen werden. Auf diesem Gemeindesportplatz könnten zum Zeichen der Völkerverständigung und um zu zeigen, dass heute Menschen guten Willens in Steinhorst leben, regelmäßig gemeinsame Feste und Veranstaltungen geplant und durchgeführt werden. Eine neue Generation, die eine neue Gesellschaft mit allen Menschen guten Willens stiften wollen, würde die Mauer des Schweigens und der Gerüchte für alle Zeiten beseitigen.

In unmittelbarer Nähe des Dorfes hat die SS ein Internierungslager bis 1945 unterhalten. Der Boden, auf dem die SS angeblich dieses Konzentrationslager von internierten italienischen Offizieren errichten ließ, soll dem langjährigen Bürgermeister des Dorfes früher gehört haben. Das ist aber wieder ein Gerücht, das genau so übel ist wie das Gerücht, der Autor von endederrevolutionen.de habe angeregt, dem 1948 verstorbenen Nazi und SS-Schergen Felix Linnemann seinen Gedenkstein auf dem Gemeindesportplatz wegzunehmen. Jetzt muss genau recherchiert werden, damit in diesem Dorf das politische Dunkel, das seit 1945 über dem Dorf liegt, weicht und das viele Bürger dieses Dorfs noch heute in einem geschichtlichen Schlaf hält.

Es war keine Vorsehung, es war Zufall: Dort auf einem größeren Erdhaufen ganz oben befand sich der Sandkasten schräg gegenüber dem Haus, indem ich die ersten sechs Lebensjahre verbrachte. Es muss täglich gewesen sein, dass wir in diesem Sandkasten spielten. Jedenfalls immer, wenn nicht im Kindergarten gespielt werden konnte. An weitere Orte erinnere ich mich kaum. Er war ringsherum mit Holzbrettern eingefasst, so dass wir ordentlich unsere Kuchen backen konnten, von denen wir mitunter sogar gekostet haben; das Spiel sollte echt sein. Echt war der Ort, von dem uns nie berichtet wurde, auch später nicht, als ich längst zur Schule ging und am Sandkasten nur noch vorbeilief. Ich bin mir sicher, dass die anderen Kinder auch nichts über diesen Ort wussten außer eben von diesem Sandkasten. Erst im Studium, als zum Lernen ein Forschungsdrang hinzukam, der vor allem bei jedem Zu- und Hinschauen immer die Begriffe verlangte, die das Gesehene erst völlig verständlich machten entdeckte ich, dass dieser grün bewachsene und ansonsten trostlose Erdhaufen, der noch heute von zwei Straßen und einem trostlosen Schulgelände eingefasst ist den Platz hergab, auf dem sie früher ihre Synagoge errichteten. Das fragte ich mich in Berlin fernab von zuhause wo denn in meiner Geburtsstadt mit immerhin 50.000 Einwohnern ihre Synagoge überhaupt stand. Diese Kleinstadt kannte ich auswendig und kein Hinterhof war mir unbekannt. Auch die Ortsteile waren mir vertraut und vor allem jener, dessen Namen mit Jebenhausen an sie erinnerte: „Dort wo die Juden hausen“ sollen sie noch im Jahr 1839 gesagt haben als Jebenhausen als Dorf mit 538 jüdischen Bürgern nahezu gleichviel Bürger hatte wie die dort lebenden Christen ausmachten. Dort hausten sie damals und heute schon längst nicht mehr. Am Reformationstag 1938 konnten sie dort nicht wüten, weil ihre Synagoge bereits im Jahr 1905 abgerissen wurde. Zuvor wanderten sie bereits aus oder zogen über den kleinen Hügel nach Norden in meine Geburtsstadt. Dort aber werden sie gewütet haben, da war ich mir sicher. Der braune Flecken in meiner Forschungsarbeit zur CSU in Bayern, in der auch die Wahlergebnisse der NSDAP zur Reichstagswahl im März 1933 akribisch und deutschlandweit eingetragen waren, hob sich auffallend das Gebiet meiner mehrheitlich von Protestanten bewohnten Geburtsstadt hervor und nur die katholischen Gemeinden ringsherum blieben dort weiß. Am Ende wurde ich in der Bibliothek fündig. Dort an meinem Sandkasten stand sie. Sie brannte in der Reichspogromnacht bis auf die Grundmauern nieder. Heute gibt es in meiner Stadt keine Synagoge mehr, zu wenig Juden leben wieder dort, die in ein solches Gotteshaus des alten Testaments hinein wollen.

Solange dieser Antisemitismus in Deutschland in den fruchtbaren Boden ihren Hass sähen kann, den die Pest des Protestantismus immer fruchtbar hält, werden sie dort auch nicht mehr hausen. Die Saat könnte wieder massenhaft aufgehen. Sie haben auch nie dort gehaust, sie haben dort gelebt.

Das Grauen von Auschwitz darf nie mit irgend etwas verglichen werden. Wir können Auschwitz deshalb nur still gedenken und sollten immer wieder unsere persönliche Stimme erheben und den Nachkommen berichten, so dass die Erinnerung nie verlöscht.

Der Zukunft, angesichts des dramatischen Anstiegs des Kohlenstoffdioxids, dürfen wir in dieser Sache nicht still gedenken; im Gegenteil: Wir müssen aufstehen und handeln wo wir können. Nicht Aufstehen, wie das die politische Linke versucht und nicht wirklich aufstehen wird. Sie sitzt und hofft auf Regierungsverantwortung, um ihr Programm der sozialen Gerechtigkeit politisch umsetzen zu können; als Kompromiss, wie alles im Kompromiss politisch verhandelt wird. So sagte das Frau Merkel vollkommen richtig, dass Politik das ist, was durchsetzbar ist. So werden sie immer handeln und erst aufstehen, wenn es zu spät ist: Sie werden sagen, dass es nicht durchsetzbar war, den Anstieg des Kohlenstoffdioxids zu stoppen und jetzt sei es zu spät: Nehmt Abschied Brüder und Schwestern. Das Drama der Postmoderne endet; der Faschismus endet.

Den aber wollten nicht nur die Überlebenden bereits nach ihrer Befreiung im Jahr 1945 beenden. Das wünschten sich auch viele damals im zerstörten Deutschland. Über diesen Wunsch muss nicht berichtet werden, obwohl wir hier schon immer in der Verantwortung standen. Sie werden sagen, dass die Verantwortung nicht durchsetzbar war.

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Posted by Michael Schwegler at 18:33
Edited on: Sonntag, 11 Oktober, 2020 11:20
Categories: Aktuelles

Freitag, 24 Januar, 2020

Wahlen - eine Willenserklärung (überarbeitet)

besser: ein Blankoscheck, den man besser nicht vollständig ausfüllen sollte. Besser ist es, die Kandidatin oder den Kandidaten zu wählen, den man kennt, der über sich Auskunft gibt und sich vorstellt. Da gibt es auch keine 5%-Hürde: Gewählt ist, wer in einem Wahlkreis die meisten Stimmen hat. Deshalb kam bei der letzten Wahl zur Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg eine Frau der FDP ins Parlament und die FDP selber blieb draußen. Sie scheiterte an dieser Hürde, die Kandidatin scheiterte in ihrem Wahlkreis nicht. Politiker, wie beispielsweise der CSU-Entwicklungsminister Gerd Müller -und es könnten andere Minister und Politiker auch noch genannt werden-, würden kein Problem damit haben, wenn sie ihr Amt ernst nehmen, und mit der Erststimme auf wrklich demokratische Weise ins Parlament kommen; jeder kann heute feststellen, was ein Politiker leistet. Jeder hat heute gute Gründe, am Establishment politischer Parteien zu zweifeln.

Massenhaft stellen die Wähler aber einen Blankoscheck aus, wenn sie zur Wahl gehen. Wenn dann skrupellose Politiker*innen in den Krieg ziehen, ob alleine oder mit Anderen im Bündnisfall, hat der Wähler das akzeptiert; er hat eine freie Willenserklärung unterschrieben, die er mit seiner Zweitstimme beurkundet hat. Sein kleines Kreuz gilt dort im Besonderen und dass er es war, der da ein Kreuz gesetzt hat, wurde amtlich durch die Vorlage des Wahlzettels samt Personalausweis registriert. Da ist der demokratische Staat genau, das ist Gesetz. Der Wähler hat jetzt seinen Willen bekundet, der jetzt vollzogen wird! Er, der Staat, wird jetzt in seinem Namen, im Namen des Volkes, die Willenserklärungen politisch erledigen. Dem Wähler bleibt der geknechtete Wille, von dem bereits Martin Luther schrieb: De servo arbitrio.

So habe er das nicht gemeint; doch schon früher galt: Mitgefangen, mitgehangen, das gilt bei allen Entscheidungen, die auf einem Vertrag gegründet sind. Das war schon der Fall, als John Locke im Auftrag der englischen Krone mit seiner Idee des Vertrags die indigenen Völker in Amerika reingelegt hat. Die unterschrieben auch, allerding waren die Gewehre auf sie gerichtet. An diesem Prinzip hat sich aber im Grunde nichts geändert. Es gibt mit einem Vertrag keine Gerechtigkeit. Aber wir dürfen trotzdem hoffen.

Jeder der menschlich denkt sollte eine Zweitstimme nicht geben. Dieses "nicht geben" sollte in politischen Dingen immer gelten und würde uns vor dem Schlimmsten bewahren; zumindest könnten wir hoffen; wir, die im Abseits stehen. Wir können die Ungerechtigkeit nicht akzeptieren und unterschreiben deshalb nicht. Auf dem Wahlzettel machen wir bei der Zweitstimme ein großes Kreuz, durchkreuzen den politischen Plan und wählen ungültig. Aber nicht ganz; da ist noch die Erststimme. Hier gilt natürlich was längst schon geschrieben und oft gesagt wurde:

Vergesst nicht,

dass diejenigen Menschen euch am besten dienen werden, die ihr aus eurer eigenen Mitte wählen werdet, die das gleiche Leben wie ihr führen und die gleichen Leiden ertragen wie ihr.

Hütet euch vor Leuten, die viel reden. Vermeidet vom Schicksal Begünstigte, denn selten nur wollen diejenigen, die ein Vermögen besitzen, in den Arbeitenden ihre Nächsten sehen.

Wählt eher diejenigen, die sich um eure Stimme nicht bewerben. Der wahre Verdienst ist bescheiden, und es ist die Sache der WählerInnen, ihre KandidatInnen zu benennen und nicht der KandidatInnen, sich erst vorzustellen.

Viele vergessen es aus Bequemlichkeit, vielleicht auf Druck der Anderen, die auch der Werbung folgen und nicht Sand im Getriebe der Welt sein wollen. Aber diese Anderen liefern den Schmierstoff, der wiklich die Hände schmiert, damit das Quid pro quo leichter fällt und schnell erledigt ist. Studiert die Kandidaten; vielleicht bewerben sich einige, bei denen man zumindest den Eindruck haben kann, dass sie jetzt verstanden haben was die Uhr zeigt: Es ist vielleicht schon zu spät, mit Maßnahmen zu versuchen den Anstieg des Kohlendioxidgehalts in der Atmosphäre aufzuhalten; wir wissen es nicht. Die Natur ist mächtig und gehorcht einem absoluten Willen - et voluntas Domini - ; kümmert sich nicht um den volonté général, dem die Menschen gehorchen und der sie ins Verderben führen wird. Das wissen wir und das können wir wissen. Zumindest bei Wahlen sollten wir das immer klar äußern und die Stimme für einen volonté général konsequent verweigern. So wie wir immer einen Vertrag nur unterschreiben sollten, wenn dieser unseren freien Willen ausdrückt und diese freie Willensäußerung erst mit der Unterschrift wirksam werden sollte, wenn das Kleingedruckte und alle Interpretationsmöglichkeiten des Vertrags penibel studiert wurden. Oftmals aber, und das ist häufig der Fall, werden wir wohl unterschreiben müssen, weil "die Gewehre" auf uns gerichtet sind. Das sind sie bei Wahlen allerdings noch nicht, das kann aber noch kommen; verweigern wir deshalb immer diese Unterschrift unter die Zweitstimme; dann müssen sie irgendwann Farbe bekennen. Bis dahin werden die Überhangsmandate zumindest den Bequemen zu schaffen machen, denn nur diese Überhangs-Mandatsträger können behaupten, dass sie vom Souverän, der eigentlich keinesfalls der Souverän sein sollte, ins Parlament gewählt wurde.

Posted by Michael Schwegler at 7:36
Edited on: Dienstag, 27 Oktober, 2020 14:15
Categories: Aktuelles

Freitag, 03 Januar, 2020

Knappheit

Am 21.01.2020 wurden Texte grammatikalisch verbessert und am 18.01.2020 wurde eine neue Webseite eröffnet, auf der Sofortmaßnahmen vorgeschlagen sind, die auch ständig jetzt aktualisiert werden, und die geeignet erscheinen die Richtung, die von den politischen Parteien aktuell gegangen wird, zu ändern. Wissenschaftlich kann begründet werden, dass mit der Richtung, die politisch derzeit festgelegt ist, der Kohlenstoffdioxidanteil der Atmosphäre nicht gesenkt oder dieser auch nur konserviert werden kann, sondern dieser weiter ansteigen wird.

Mit dem Text über das Drama der Knappheit wurde bereits eine zentrale KATEGORIE mit Texten eröffnet: Der Weg in eine Postwachstumsgesellschaft. Dieser Begriff passe besser sagen diejenigen, die immer noch politisch denken. Es muss aber ein Weg in ein deutliches Schrumpfen der Güterproduktion, in die massenhafte Freisetzung nicht notwendiger Arbeit gegangen werden. Der Verbrennungskapitalismus muss enden. Die Politik kann hier auch nicht wirklich die Richtung ändern; das verbietet das Recht! Die Schülerin Greta Thunberg hat das treffend festgestellt: "We have not come here to beg world leaders to care. You have ignored us in the past and you will ignore us again". Die Wahrnehmung dieses damals erst 15-jährigen Mädchens deckt sich mit der Erkenntnis eines 68 Jahre alten Mannes auf dragische Weise. Die Richtung muss dringend geändert werden. Hierzu sind die Leser aufgefordert eigene Entwürfe vorzustellen; nur gemeinsam kann der Klimawandel gestoppt werden.

Der Text "Über den Weg" wurde überarbeitet mit dem Freund Luthers Buntz ergänzt. Auch der Text "25.11" wurde um die fff-Demonstration von heute ergänzt und gerade, nach der Anordnung des Präsidenten, Menschen im Irak zu töten, wurde der Text "Über den Faschismus" bereits zum zweiten Mal ergänzt. Auch der letzte Text musste wegen der Gefahr, die Assange droht, aktualisiert werden. Mit dem Text "Nicht jeder ist ein Schuft" werden die Ereignisse vertieft. Dem Text Was tun? wurde ein Aufruf hinzugefügt. Der Text über "Recht muss sein" wurde fortgeschrieben und anders geschrieben; er war missverständlich, hier entschuldige ich mich. Am 11.01. wurde die erste Fassung des Textes über die Früchte der Erde  geschrieben, die noch einmal an Rousseau erinnert, dass die Früchte der Erde allen gehört und damit allerdings nicht die Ausbeutung der Erde meinte. Aber seinem Contrat Social muss entschieden widersprochen werden. Die Knappheit, die in Kuba allein wegen der Monroe-Doktrin ein zentrales Thema ist, animierte zu einer Antwort auf einen Text im offiziellen Kuba-Forum, der auch für die Leser von endederrevolutionen.de interessant sein könnte. Auch über zum Contrat Social wurde ein neuer Text geschrieben und zuletzt zwei Artikel präzisiert: Über den Rechtsstaat und über Was tun?

Posted by Michael Schwegler at 10:03
Edited on: Donnerstag, 23 Januar, 2020 16:25
Categories: Aktuelles

Sonntag, 29 Dezember, 2019

Das Fünfte Haus

Es ist ein neues Haus, das bisher noch nirgends errichtet wurde. Es kann neben den bestehenden Häusern gebaut werden, weist aber durch seine Architektur weit über die bestehenden Häuser hinaus. Der Übergang in eine herrenlose Landschaft würde keinesfalls das bestehende und durchaus bewährte politische System der Bundesrepublik Deutschland ändern. Die Überlegungen zu einem neuen System wurden verändert; es soll eine Republik bleiben. Denkbar allerding wäre der Ausnahmezustand, wenn diesen das Volk ausgerufen hat. Ein neuer Text wurde auch geschrieben. Mit welchem Recht werben die Menschen? Nicht umeinander, gegeneinander?

Posted by Michael Schwegler at 7:14
Edited on: Montag, 30 Dezember, 2019 8:49
Categories: Aktuelles

Dienstag, 24 Dezember, 2019

Absturz des Systems

nicht das politische System ist abgestürzt, sonder die Software "Thingamablog". Ich bitte um Nachsicht, wenn die Texte unter "Kategorien" seit dem 23.12.2019 nicht mehr dort aufzufinden sind, wo sie einmal plaziert waren. Das System "Thingamablog" ist vielleicht zu reparieren, das System "Politik" noch lange nicht.

Nur die Texte unter "BEFREITE GESELLSCHAFT" waren von diesem Systemabsturz nicht betroffen. Diese wurde auch nicht vom System verwaltet sondern vom Autor, händisch und autonom. Die Texte unter den "KATEGORIEN" sind durcheinander geraten.

Der Text 02.12, "Pest des Protestantismus", erscheint jetzt unter dem Eintrag "Vorwort (Buch)" und wie zuvor schon unter "TEXTE" 02.12. Es handelt sich um einen zentralen Text. Für die Leser*innen wird er ungewohnt, für Protestanten vielleicht auch abstoßend sein. Ich meine aber nicht den Protestanten - wie Erasmus von Rotterdam auch nicht den Juden meinte, als er von der Pest des Judentums schrieb. Es geht allein um die Ideologie dieser beiden Religionen. Luther, und 300 Jahre später Thomas Jefferson, hat mit der Glaubenslehre, dass Gott alles bestimmt habe, eine andere Ideologie vertreten als die bis dato unangefochtene Ideologie der katholischen Kirche. Jefferson hat diese protestantische Lehre noch einmal mit der Rasierklinge verschäft. Wie soll da eine Umkehr angesichts des dramatischen Klimawandels, der weiteren ungebrochenen Ausbeutung der Rohstoffe der Erde und die Verseuchung der Erde und der Meere mit Plastik gelingen?

23.12. : Der Text zu "Res publica oder Barbarei" wurde fortgeschrieben. Selbst am 1. Weihnachtsfeiertag sind Ergänzungen geschrieben worden. Sie sollen auch zur Frohbotschaft passen.

24.12. : Im Text "Über den Weg" wird im Link zu den Stühlen der Text aktuell erweitert: Die informellen Prozesse zwischen der US-Administration und der US-Richter müssen an das Tageslicht befördert werden. Edward Snodens Einkommensgrundlage, der Erlös aus dem Verkauf seine Autobiografie "Permanent Records" wurde gesperrt, er ist noch lange nicht in Sicherheit. Hier reift die Idee, einen Fond einzurichten, aus dem die Lebensmittel für die Aufklärer der Moderne finanziert werden. Aber bis es soweit ist muss geklärt werden, ob andere hier schon aktiv sind. Redundanzen sollten vermieden werden weil die Sicherung des Lebensunterhalts der Aufklärer sonst verwässert wird: Jeder soll wissen wo gelesen werden kann. Sehr wichtig bei derartigen Einrichtungen ist, dass die Bilanzen tagaktuell veröffentlicht werden, so dass der eigene finanzielle Beitrag gesehen und auch deutlich wird wo das Brot gekauft wird.

25.12.: Der Link zu Janusz Korczak wurde geändert. Der kurze Film "Die Steine weinten" ist Stoff der Hoffnung, von dem auch die Vision vom Ende der Revolutionen lebt. Dafür wurde auch am 26.12. der Text http://endederrevolutionen.de/docs/legende ergänzt. Zwei Vorträge bringen Janusz Korczak uns näher; ein Vortrag von Prof. Dr. Siegfried Zimmer über das Leben und ein Vortrag von Dr. Michael Kirchner über die Pädagogik von Janusz Korczak.

27.12.: Auf entsprechende Nachfragen wurde heute der Text zur Bodennutzung und Fragmente geschrieben.

29.12.: Biografisches

Posted by Michael Schwegler at 7:20
Edited on: Mittwoch, 01 Juli, 2020 19:39
Categories: Aktuelles

Extinction Rebell*innen

ihr seid aufgebrochen und mehr und mehr sind zu euch gestoßen, gemeinsam habt ihr Ortsgruppen gebildet; weltweit. Nicht aus freien Stücken, die Sorge treibt viele und viele haben einen triftigen, den selben Grund.

Nur noch Menschen, die empirisch erfasste Befunde über den Klimawandel so gar nicht deuten können, wollen ein "alles weiter so" und das auch nur wenn der Grund für sie günstig ausfällt. Die meisten Menschen machen sich darüber keine Gedanken; zwischen der Flut von Informationen tritt nur die Werbung ordentlich optimiert hervor, das Menschliche muss zurücktreten. Diejenigen, denen wir die Lebensmittel besorgen müssen kennen ohnehin nur ihren Weg und diese haben ihren Katechismus schon vor langer Zeit gegen das Bürgerliche Gesetzbuch eingetauscht. Sie fühlen sich wohl in einem Leben, das sie gerne als eine Form des "american way of life" betiteln obwohl sie in aller Regel dieses Leben gar nicht kennen. Sie genießen es im Kino und anderswo, keinesfalls aber zu Hause, denn das haben sie schon lange nicht mehr. Ihr Leben nützt, taugt aber nicht; vor allem nicht für ein harmonisches Leben mit Anderen gemeinsam auf diesem Planeten.

Die aber, die empirische Befunde zu Deuten verstehen, wissen, dass es eigentlich zu spät ist. Aber sie wollen nicht mehr länger nur diskutieren und zuschauen. Ihr bequemes Leben ist unbequem geworden und viele wissen gar nicht was sich eigentlich genau verändert hat. Vieles hat sich verändert. Aber wer ist schon dermaßen privilegiert Veränderungen wahrzunehmen und kann sie sogar studieren?

Aber auch ohne dieses Privileg nehmen sie inzwischen Veränderungen war. Sie verstehen weshalb Menschen alles riskieren um weg zu kommen aus Landschaften, die zunehmend verarmen, die kaum mehr bewohnbar sind. Verarmen an Allem: angefangen von sauberem Wasser, Bodenflächen, für die man noch nicht bezahlen muss, an Rechten, die nur andere haben. Irgendwann ist das Maß voll, da packte man das Wenige was noch blieb, besorgt sich das letzte Geld und bezahlt alles, notdürftig. Sie suchen und wollen doch nur das Letzte zurück, das nicht bezahlbar ist aber längst bezahlt werden muss: Würde. Doch dafür fehlt ihnen das Geld.

Auf der anderen Seite des Himmels wollt ihr handeln. Nicht Selbstsucht treibt euch. Aber es ist auch nicht klar was neben der fundamentalen Sorge um den Klimawandel euch treibt weil das Ziel nicht klar ist. Ihr sagt, dass das "selber essen macht satt" keinen Grund darstellt und ihr aus der Komfortzone heraustreten wollt, das toxische System gar in Frage stellt. Ihr beziffert jede eurer Visionen ausgerechnet von 1 bis 10, die aber deshalb doch noch keine Visionen sind und auch keinesfalls Gebote. Es sind Vorsätze, die kaum taugen, dass das Selbstverständliche, das jedem einfachen Menschen seit Urzeiten eigen ist, wieder hergestellt wird: Visionen auf Veränderungen, einer Kultur der Regeneration, der Reflexionen und des Lernens. Vor allem Letzteres wird längst staatlich verordnet, das sind Illusionen. Und das Gastrecht, das auch schon früher alle willkommen hieß und selbst dann galt, wenn die Krüge und der Brotkorb nur wenig gefüllt waren; es ist nichts Neues. Das haben die Katholiken, die dem Evangelisten Matthäus folgten auf dem Land schon immer gelebt. Das wurde nur vergessen, musste vergessen werden, damit der Markt der Konkurrenz, der sich inzwischen entwickelt hatte für die Bürger allerorts besorgt werden konnte. Dieser Markt entstand früh und kann genau datiert werden mit den Tagen, in denen die Allmenden den Bauern genommen wurden und sie gegen die Herren zum ersten Mal deshalb in einen hoffnungslosen Krieg zogen. Dort mussten sie sogar noch den Fluch des Augustinermönchs Martin Luther ertragen, wenn sie ihn noch hören mussten bevor sie die Lanze traf.

Ihr seid dabei die Fesseln der bürgerlichen protestantischen Tugenden abzulegen. Das Gehen ohne Fesseln aber muss erst wieder gelernt werden nachdem ihr die religiösen Fesseln auch abgeworfen habt. Das habt ihr auch bedacht: Es ist eure wirkliche Vision und derzeit die Einzige, die in die Zukunft zeigt. Ihretwegen bin ich bei euch: Ziffer 9, die Idee eines gewaltfreien Netzwerkes. Gerade der weitere Ausbau eures Netzwerkes wäre etwas wirklich tragfähiges, das den Gesellschaften, die sich über den Staat organisieren, als Vorbild entgegengestellt werden kann; das uns organisiert und geeignet sein könnte, den bürgerlichen Staat wieder aus den Köpfen zu treiben. (-> 2. Nachtrag). Ein wahrhaft menschliches Netzwerk, in dem weltweit sich die Menschen gegenseitig zuhören und ihre materiellen Grundlagen miteinander teilen. Es ist aber falsch wie ihr diese Vision kommuniziert. Wer weiß wie die Polizei seit vielen Jahrzehnten kaserniert ausgebildet wird kann euer anbiederndes Geschwätz kaum ertragen. Natürlich sind Polizist*innen Menschen wie du und ich, aber sie stehen unter einem Befehl. Wie immer werden sie knüppeln, gar totschlagen, wenn der Befehl gegeben wird. Karl-Heinz Kurras muss euch im Gedächnis bleiben auch wenn ihr damals noch gar nicht geboren ward. Er steht stellvertretend für jeden bestellten Mörder aus dem Umfeld der Polizei. Oury Jalloh lebte bereits unter euch; wie Benno Ohnesorg war er Mensch. Genauso wenig wie all jene vergessen werden dürfen die ihren Dienst bei der Polizei quittieren weil sie nachgedacht haben. Es geht im Kern doch auch nicht wirklich darum: Weshalb kommuniziert ihr diese Heucheleien? Wieder komme ich zurück auf den Evangelisten Matthäus. Es geht um die Wange, die auch mit der Linken geboten wird wenn der Andere zuschlagen muss. Das heißt aber nicht, dass der Andere frei gesprochen werden darf, ihm zuvor gar Blumen überreicht werden müssen. Er gehört nicht zu euch! Das Leben auf diesem Planeten ist nicht das Paradies.

Der krasse Gegensatz muss stets bewusst, muss kalkuliert werden; gewaltlos. Und so komme ich zur eigentlichen Sache: Die Wolken, die aufgezogen sind und eure Schatten aufgelöst haben.

Es muss klar sein, dass dieser Roger Hallam zunächst die Schatten und jetzt die Medien bedient hat. Die Medien wussten natürlich, dass viele Menschen mit diesem Virus des Selbstischen, der persönlichen Eitelkeit infiziert sind. Dieser Virus ist der Träger des bürgerlichen Lebensgefühls. Hier aber sind die Medien das Problem. Obwohl alle wussten, dass eines Tagen zumindest einer der Protagonisten von XR diesem Virus erliegen wird, schlugen sie zu ohne seine Krankheit zur Kenntnis zu nehmen. Sie beschützen ihn nicht wie sie euch nicht beschützen werden wenn die Sache ernst wird. Sie instrumentalisierten ihn, stellten ihn aus. Gut, dieser Herr Hallam ist ein menschenverachtender Mensch, einer der noch geistig bei den Gestrigen verblieben ist, von denen Hannah Arendt schon berichtet hat, als sie von der Banalität des Bösen sprach: Ein Mensch, der einen Satz vom "Rohr, durch das Gas in die Gaskammer fließt" in Kenntnis der Grauen von Auschwitz formuliert ist schwer krank und hätte beschützt werden müssen; ihn darf man keinesfalls auf eine öffentliche Bühne zerren, sonst macht man sich selber schuldig. Viel mehr schuldig als dieser armselige verlassene Mensch sich schuldig gemacht hat. Mit seinem menschenverachtenden Hilferuf, mit dem er die Mörder und Stiefellecker der früheren faschistischen Herren noch einmal anruft, obwohl diese längst tot sind, stimuliert er die Phantasien der Medien auf ein außerordentliches Geschäft. XR-Rebell*innen schweigt dazu, da ist nichts zu sagen.

Nutzt stattdessen diese aufziehenden Wolken, die alle Schatten vertreiben und der Verlust eurer Schatten diesmal nicht euch sondern diesen finsteren Wolken geschuldet ist zur Formulierung eines klaren Ziels wohin ihr wollt. Aber es genügt nicht nur etwas zu wollen: Vom bloßen Wollen ist noch keiner satt geworden sagte Ernst Bloch an solchen Stellen. Sein Prinzip Hoffnung ist doch das Einzige was uns noch trägt und deshalb sollten wir auf ihn hören. Es müssen jetzt die Wege gegangen und das Ziel benannt werden. Sonst kommt das Netzwerk XR ans Ende noch bevor die Richtung bestimmt worden ist.

Ihr sagt ihr verlasst die Komfortzone, wollt handeln nicht zuerst für euer Wohl sondern für das Wohl aller. Zum Schwur ist es noch nicht gekommen: Noch haltet ihr fest was ihr habt. Das ist verständlich, denn es ist schwer zu verzichten Erst recht wenn man nicht genau weiß wozu. Ihr seid auch nicht Glaubensschwestern und Glaubensbrüder; die Natur liegt euch am Herzen, ihre Bedrohung durch den ungebrochenen Anstieg des Kohlendioxids in der Atmosphäre. Ihr wollt nicht warten und falsifizieren kann eh keiner die empirischen Befunde, die euch treiben. Bedenkt aber: manch einer verzichtet nur weil er nichts hat. Das ehrt ihn nützt aber nichts: Es geht nicht um Neutralität. Wir müssen abgeben von dem was wir haben. Und jetzt wo die Schatten weg sind müsst ihr sagen wohin ihr wollt; besser was ihr wollt. Abgeben allein nützt ja nichts wenn die Anderen den Verbrennungskapitalismus weiter nicht nur betreiben sondern weiter ordentlich anheizen! Sie werden euch belächeln weil ihr als nützliche Idioten euch zu Helfern der Sozialsysteme dekratiert und helft dieses System der täglicher Ausbeutung und Niedertracht zu stabilisieren. Die Vermögenden werde euch danken und vielleicht sogar noch etwas zu euren Abgaben beisteuern; die lassen sich nicht lumpen.

Das alles ist aber kein Systemwandel, von dem die 15-jährige Greta Thunberg so klar gesprochen hat. "Ihr habt uns bisher nicht geholfen, ihr werdet uns auch künftig nicht helfen", und weil das so ist und ihr innerhalb des Systems nicht ändern könnt dann müsse eben das System geändert werden. Trotzdem betrat sie die politische Bühne. Sie ist jung. Ihr dürfen wir das nachsehen.

Euch ging eine Bewegung voraus, die sogenannte 68iger. Die Erkenntnis, dass damals ein Einzelner den Marsch durch die politischen Institutionen empfohlen hat und damit eine kleine aber immerhin überhaupt eine erste Chance nach dem verheerenden Krieg trotz vieler Warnungen so leichtfertig verspielt hat sollte eigentlich Warnung für euch genug sein: Macht nicht denselben Fehler. Meidet die politische Bühne. Diskutiert die Ursachen des Klimawandels und handelt.

Nachtrag: Zumindest für die XR-Ortsgruppe Hamburg-Harburg darf ich Auskunft geben: Sie handelt. Glaubte ich. Sie unterstützt nicht mehr ohne Wenn und Aber die Erklärung aus Freiburg. Denn es wurde doch noch eine Stimme laut, die verlangt, dass diese Erklärung nicht unterstützt wird. Das Ziel, die Rettung des Planeten, muss auf die Befindlichkeiten einzelner Rebell*innen natürlich achten und erst einmal hinten anstehen. Immerhin kommt dann die Revolution, von der Roger Hallan träumt, auch nicht voran. Der Klimawandel auf unserem Planeten kümmert sich aber nicht um derartige Kinderreien, er wird von Hardlinern erzeugt, mit denen ist in Sachen Klimawandel nicht zu spaßen.

2. Nachtrag: Die Zeit ist fortgeschritten, viel zu schnell und es muss gehofft werden, dass der Klimawandel nicht ebenso schnell nachzieht. Diesen Punkt 3 der ExtinctionRebellen, ich gestehe, ich habe ihn übersehen. Ich habe in den Prinzipien gelesen; die Forderungen habe ich außer Acht gelassen. Die erste Forderung: Sag die Wahrheit, hatte ich noch gelesen, daran erinnere ich mich. Sie reichte mir um ein Vorurteil zu bilden: Kinder sind´s. Aber ich lerne gerne von und mit Kindern, freue mich, wenn die Freude der Kinder bis ins Alter lebendig bleibt. Deshalb war das nicht wichtig und schon gar nicht verdächtig. Jetzt aber, ins Gerede gekommen und öffentlich verhandelt, las ich weiter und muss mich korrigieren, gar entschuldigen. "Den bürgerlichen Staat aus den Köpfen zu treiben", gleichzeitig aber jenseits von Wahlen und aktiver Bürgerbeteiligungen Experten exekutive Macht zu verleihen das hatten wir schon: In autoritären korporativen Systemen. Aus Alfredo Roccos "Camera dei Fasci e delle Corporazioni" wird eine "Camera dei Fasci delle esperti". Es ist vielleicht lange her, aber ich behandle es dogmatisch: Nie wieder Faschismus, dann lieber den natürlichen Tod durch Klimaveränderung.

3. Nachtrag: Euer Sprecher vertrat euch in einer Talkshow. Diese unterhalten heute die Anderen, die nicht wie ihr seid. Sie müssen deshalb ernst genommen werden, er hätte sich vorbereiten sollen. Er wusste was sein Gegenüber sagen wird, der hat nie etwas anderes gesagt. Euer Sprecher hat die Chance verpasst, ihr habt die Chance verpasst. Er hätte die Anderen ins Boot holen können, zumindest sein Gegenüber. Euer Sprecher war freundlich, er vertrat die harte Linie; bestimmt, aber mit einem falschen Gedanken. Denn sein Gegenüber hat recht: die Verursacher des Klimawandels agieren weltweit! Die Menschen dort sind oft noch unterentwickelt und wollen ein Leben führen wie wir. Es ist unfair ihnen das zu verdenken! Sein Gegenüber hat recht wenn er mahnt, dass der dort laufende Verbrennungskapitalismus ins Visier genommen werden muss. Natürlich dar dies nicht vom eigenen Verbrennen ablenken. Aber bedenkt, die Anderen wollen und wir besorgen das Geschäft. Das wird die Erde aufheizen. Er hätte ihn umarmen und ihm dankbar sein sollen für seinen wissenschaftlich fundierten und gesicherten Hinweise. Dass sein Gegenüber deshalb vor der eigenen Haustüre nicht kehren will darauf kommt es doch jetzt nicht an. Er kann ihm das auch nur unterstellen, aber sein Gegenüber folgte eurem Gebot: Sag die Wahrheit. Er hätte also diese entscheidende Phase der Diskussion nutzen können um deutlich zu machen, dass die erste Aufgabe von Extinction Rebellen der Aufbau eines weltumspannenden Netzwerkes ist, in dem sie den Staatenlenkern die Stirn und die Völker aufklären wollen. Das Material der Aufklärung liefern sie zusammen mit den reichen Menschen in ihrem Land; das verstehen sie unter sofortiger Entwicklungshilfe. Sie kämpfen aber auch dafür, dass sein Gegenüber unterstützt wird und die Technologien entwickelt werden, die eine radikale Abkehr von diesem gottlosen Verbrennungskapitalismus möglich machen. Klar, Gott könnte er weglassen, das klingt dann doch verdächtig, das versteht heute auch eh keiner mehr. Die Chance ist vertan.

Posted by Michael Schwegler at 7:15
Edited on: Mittwoch, 18 März, 2020 21:40
Categories: Aktuelles