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editiert am 3. März 2021

Ein Zweikammersystem

Republikaner und Demokraten -----> die Pest und die Cholera.

Es ist in Hinblick auf die Würde des Menschen egal wer dort in den Vereinigten Staaten von Amerika den Präsidenten stellt. Die Politiker dort bleiben unter sich und schließen den normalen Menschen kategorisch aus.

Repräsendantenhaus und Senat, das Zweikammer-Parlament in den USA, darf politisch gesehen durchaus als homogen bezeichnet werden. Oberhaus und Unterhaus in England, ebenfalls formal ein politisches Zweikammersystem, dürfte natürlich nicht als homogenes politisches System bezeichnet werden. Auch als Zweikammersystem ausgeführt vertreten die beiden Kammern dann doch noch äußerlich die früheren Verhältnisse der Ancien Regimes.

Anders hingegen ein demokratisches System der Erststimmen und der Zweitstimmen in einer Res Publica modernen Typs.

Ein wahrhaft demokratisches System, in dem tatsächlich der kantische Pöbel seine Stimme einbringt, fällt nicht vom Himmel. Ein solches System muss geschaffen werden.

Es wäre heute zu schaffen. Es ist leicht verständlich und erfordert allein ein Vertrauen, das massenhaft bei den Menschen, die heute das sogenannte Wahlvolk bildet, durchaus und empirisch belegbar noch vorhanden ist, an das aber diese Menschen nicht mehr, sobald es um Politik geht, glauben können. Gerade diejenigen, die heute gerne als politikferne Menschen bezeichnet werden und die den politischen Wahlen fernbleiben, könnten die künftigen Stützen eines wahrhaft demokratischen Zweikammersystems werden, die ihre Vertreter über die Wahllisten der Erststimmenkandidaten in ihre politische Erste Kammer wählen.

Beides, das verlorene Vertrauen und der nicht vorhandene Glaube an gesellschaftliche Veränderungen, bilden Schlüsselbegriffe, die dem kommenden Zweikammersystem ein solides Fundament bieten würden, wenn der Mensch bereit wäre, die Bequemlichkeit, die bereits der Staatstheoretiker John Locke als Grundlage des modernen Staats klar erkannte, wenigstens einmal, gegründet nicht auf den persönlichen Vorteil, sondern allein auf der Nächstenliebe, bei den Vorbereitungen zu dieser Wahl überwunden würde. Statt dessen wählen wieder mehr diejenigen Menschen, die einen anderen Staat wollen, und einige dieser Wählerinnen und Wähler sich gar als Reichsbürger in eine Vergangenheit der gescheiterten Weimaer Republik zurückträumen.

Dass eine Demokratie "notwendig ein Despotism" darstelle, wäre zusammen mit dem reduzierten bürgerlichen Vernunftsbegriff Kants überwunden. Nur noch der unsittliche Weltgeist Hegels müsste ins Museum der Geschichte gestellt werden. Ein Betstuhl davor und zum ersten Mal in der Geschichte könnte man dort die Protestanten knieend und die Katholiken aufrecht stehend erleben.

Es geht auf dieser Webseite nicht um eine politikwissenschaftliche Begründung eines neuen Demokratiemodells, es geht allein um Überlegungen zur Abschaffung der derzeitig weltweit herrschenden barbarischen politischen Systeme, die sich im Kern alle sehr ähnlich sind. Hohe Beamte des Staates, oft Staatssekretäre genannt, bedienen sich der Politiker, die allesamt im Geist eines Paulus von Tarsus erzogen wurden und den inzwischen weltweit organisierten oligarchischen Herrschaftssystemen, die in erster Linie über informellen Austausch inzwischen gut vernetzt und organisiert zusammenarbeiten.