Das binäre Geldsystem.

Ein Warenkorb mit Geldkarte und der Euro


Das System wird derzeit entworfen. Hier handelt es sich nur um einen groben Entwurf, der die Richtung angezeigt, in die gegangen werden muss. Die Einbindung Deutschlands in das globale Wirtschaftssystem der Erde erfordert ein binäres Geldsystem:

Das System fußt auf einem monatlichen Warenkorb im Wert von 24 Stunden durchschnittlicher produktiver Arbeit, das sind eine Stunde Arbeit pro Tag für jeden Menschen. Da darf keiner abseits stehen, das versteht jeder.

Ob ein Alter von 15 Jahren geeignet ist, um in das System einzusteigen, kann diskutiert werden. Fraglos aber sollte sein, dass der Mensch an der Theke auf die Frage des Bäckers, weshalb er auf die Idee komme, dass er jetzt, nur weil er dasteht und ihm etwas erzählt, sein Brot bekäme, das er zweifellos braucht, dass eine solche Frage nicht einfach übergangen werden darf und sehr ernst genommen werden muss. Um die Frage zu würzen lassen wir einen jungen Eritreer an die Theke eines Bäckermeisters treten: Er wäre schon länger in Deutschland. Dem Bäckermeister erzählt er auf die Frage, wie er so verständlich deutsch gelernt habe, dass er mit seinen Kumpels auf der Straße von Anfang an deutsch gesprochen hat. Schon seine Mutter habe ihm gesagt, dass er klug sei. Dort drüben auf dem Bolzplatz sprechen sie auch immer mit den Deutschen. Die sind gerade nicht da; die arbeiten. Der Bäckermeister interessiert sich scheinbar für diesen jungen schwarzen Jugendlichen, der aber vermutlich längst volljährig ist. Dass er nichts zu tun habe und in den Tag hinein träume falls die Kumpels nicht da sind. Er habe eine Spielekonsole und in Deutschland könne man sogar mit dem Handy Pornofilme schauen.

Die anderen Kunden im Laden sind jetzt ruhig geworden und hören aufmerksam zu; es scheint sogar, die wollen gar nicht mehr einkaufen. So hat der Bäckermeister wenigsten Zeit und fühlt sich nicht bedrängt. Im Gegenteil, der fühlt sich frei.

Keinesfalls soll den zahlreichen Rassisten mit dieser Einleitung das Futter geliefert werden, mit dem sie ihre kranken Hirne tagtäglich füttern und ständig auf Nahrungssuche sind. Aber wir kommen mit dieser kurzen Einleitung schnell zur Sache: Dieser Eritreer ist der postmoderne Typus des Müßiggängers. Dieser Müßiggang war früher nur den Söhnen und den Töchtern der edlen Herren vorbehalten, nicht den Knechten, die für den Müßiggang aufkommen mussten.

Verkehrte Welt?

Oh nein: Das ist systemisch. Verlassen wir die Theke und bemerken wir nur noch die Schlussszene: Bevor der Eritreer den Laden verließ und die Scheibe der Theke mit einem gekonnten Tritt zerschmetterte, schrie er den Bäckermeister an was diese dämliche Frage solle; er habe schließlich Geld.

Das Brot konnte er nicht mitnehmen. Der Bäckermeister legte es ihm nicht auf die Theke. Er war weitblickend und wollte das Brot nicht aus den Glasscherben wieder aufnehmen müssen. Der Bäckermeister gehorchte seinem freien Willen. Die Juristen sitzen wegen diesem Bäckermeister in ihren juristischen Seminaren und beraten, was zu tun sei. Natürlich wissen die Juristen das: Sie sagen, das ist eine Sache der Polizei. Der Bäckermeister müsse erst einmal in Haft genommen werden. Juristen wissen wo´s lang geht. Ein Bäckermeister nicht, das sollte doch klar sein. Das Gesetz regelt das; nicht dass es klar ist. Der Bäckermeister soll das mit seinem freien Willen mal schnellstens überdenken, da tut ihm eine Nacht in der Zelle gut.

So schnell kann das gehen. Wir brauchen nur einen ehrlichen Bäcker, der unverdorben ist und die Sache mit dem Recht so behandelt wie der Götz von Berlichingen das Recht behandelt hat. Zuerst aber soll die Sache selbst vorgetragen werden. Mit dieser Einleitung jedoch, wird sie leichter verstanden.

Die Produktivität der bestehenden Arbeitsgesellschaft ist inzwischen derart gestiegen, dass in 24 Stunden heute ein Auto produziert wird. Nicht jedes Auto, aber für einen Kleinwagen würde die Zeit allemal reichen und das Ding fährt ordentlich und sicher. Gut, es sollte gar nicht mehr mit einem Auto gefahren werden, das ist klar; aber für den Begriff „Produktivität“ darf das Auto noch herhalten, für mehr besser nicht, das ist richtig.

Mit diesem Warenwert von 24 Stunden (was kostet dieser Kleinwagen?) kann ein monatlicher Warenkorb mit einem Gegenwert von Waren des täglichen und notwendigen Bedarfs ganz ordentlich gefüllt werden. Wir werden diesen Warenkorb vermutlich innerhalb eines Monats gar nicht leeren können. Darauf kommt es jetzt aber nicht an. Wir können das als Randbemerkung in Erinnerung behalten, dass wir bei diesem reichlich gefüllten Warenkorb sogar am Ende noch teilen könnten. Bevor wir teilen sparen wir vermutlich. Der Autor des Manuskripts Ende der Revolutionen ist Schwabe, der kann gar nicht anders. Dafür wird der Warenkorb als Geldkarte ausgeführt. Aufgeladen wird die Geldkarte mit Fiatgeld: Es werde! Jetzt ist das vernünftig und dahinter steht die Bundesbank und steuert die Geldmenge, die sie künftig stets mit dem Stand der Produktivkräfte und dem Stand des Kohlenstoffdioxid-Anteils in der Atmosphäre abgleicht. Darin steckt künftig der Grund und die Art, die Produktivität zu steigern. Nicht in allen Bereichen, versteht sich. Nicht in der Vergrößerung des Mehrwerts, den die Vermögenden kalt im Blick haben, sondern in der Verringerung der notwendigen Arbeit, die uns ein ordentliches und freies Leben ermöglicht. Diese eine Stunde, mit der begonnen wird, ist nicht in Stein gemeißelt. Diese Stunde wird beobachtet, berechnet von Ökonomen, die jetzt ein persönliches Motiv für diese Arbeit haben. Die Geldkarte ist am Ende des Monats immer leer. Dieses Prinzip können wir bei Silvio Gesell nachlesen, muss aber für das Verständnis von Freiheit und Teilen modifiziert werden: Die Geldkarte ist leer, der Warenkorb kann aber noch gefüllt sein. Dann sollten wir teilen und zumindest des Rest zur Tafel geben. Diese Vernunft versteht jeder und wenn er außerhalb dieser einen Stunde faul ist, was er natürlich sein darf, wird die Tafel den Rest des Warenkorbs abholen. Vielleicht treffen wir ja bei dieser Gelegenheit unseren Eritreer wieder.


Das zweite System unter dem Kommando eines fremden Herrn beinhaltet wie bisher die Lohnarbeit auf der Grundlage von 7 Stunden pro Tag. Zugrunde gelegt ist der 8-Stundentag, der jetzt aber mit den 7 Stunden Arbeit freiwillig ist.

Erstes Resümee: , Es gibt jetzt zweierlei Rechte: Das Recht der Freiheit -De libero arbitrio- und das Recht der Arbeit -De servo arbitrio-.

Aber noch ist es nicht soweit, noch beherrscht den Menschen insgesamt das allgemeine Recht, das ihn unter seinen Willen zwingt. Einen geknechteten Willen, den Luther erstmals verkündete und damit dem Bürgertum mit dem Code Civil endgültig zur Macht verhalf. Der Katholizismus bot ihm Jahrhunderte die Stirn. Die wurde zuletzt mit der Suprematsakte Heinrich VIII eingeschlagen, was aber nicht richtig ist: Sie wurde abgetrennt. Ob der Bart heil geblieben ist, wurde nicht überliefert.


Das Reich der Freiheit ohne Zwang, dieser nach heutiger Produktivität notwendigen Stunde produktiver Arbeit, ist nicht möglich. Daran scheiterten schon immer die Ideen, die den gleichen Weg antreten wollten. Wer bringt die Saat aus, wer kleidet dich, wer heilt dich wenn du schwach wirst? Wer unterrichtet dich und weshalb sagst du, du könntest diese Strecke nicht laufen?

Dieser Zwang muss sein und allein der Stand der Produktivkräfte zusammen mit dem notwendigen Warenkorb geben das Maß vor. Kein Herr spricht hier sondern allein die Vernunft. Keine gläubige Vernunft sonder eine nackte Vernunft, die das nackte Leben verhindert. Nackt mussten die Arbeitsverweigerer im Hitlerdeutschland immer zum Galgen marschieren. Auf diesem ihrem letzten Marsch spürten einige von ihnen, die schwach waren, noch den Gewehrkolben der Bürger in Uniform. Die Wiedergeburt dieser Arbeitsgesellschaft muss verhindert werden. Das ist Antifaschismus, sonst nichts.

Das System der Nutzungs- und Stimmrechte wird kein vernünftiger Mensch ablehnen. Er arbeitet damit das Notwendigste sichergestellt wird, das er in diesem Warenkorb von einer Stunde täglicher Arbeit repräsentiert sieht. Der Mensch sieht das ein. Der Mensch ist vernünftig.

Hier taugt der Vorwurf nicht, dass der Mensch nicht vernünftig sei. Da verweisen wir einmal mehr auf den Professor für Logik und Fürsprecher der Vernunft Immanuel Kant. Der wies logisch nach, dass sogar die Todesstrafe vernünftig sein kann. Die Faschisten haben nie bei Kant gelesen, die konnten gar nicht lesen, sonst hätten sie Hitlers „Mein Kampf“ gelesen und begreifen können. Das waren keine Menschen, das waren Barbaren.


Im ersten System werden hochwertige Lebensmittel, die auf einer allgemeinverbindlichen Lebensmittelkarte wertmäßig aufgeführt sind über eine extra dafür eingerichteten Geldkarte dem Einzelnen monatlichen zugewiesen (Warenkorb). Werden diese Waren aus dem Warenkorb real entnommen wird der Geldbetrag von dieser Geldkarte abgebucht.

Wertmäßig ausgeglichen wird der Warenkorb durch die Wertmenge produzierter Waren, die der Einzelne in der Arbeitszeit von monatlich 24 Stunden darstellen kann. Wir schaffen das als Ökonomen und werden gerecht sein; wir verfügen über präzise Uhren.

(Wird in den kommenden Tagen weiter ausgeführt).

Bestehen Bedürfnisse bei Menschen über diese Grundsicherung hinaus, die über den gut gefüllten Warenkorb nicht befriedigt werden können, steht es den Menschen frei, die für die Befriedigung der individuellen Mehr-Bedürfnisse mit der dafür erforderlichen Arbeitszeit am freien Arbeitsmark wie bisher teilzunehmen.

Die produktive Arbeit wird in den Betrieben geleistet, die am freien Arbeitsmarkt teilnehmen. Diese Betriebe liefern auch die Produkte für den Warenkorb, der in DM ausgezeichnet wird. In diesen Betrieben wird auch die notwendige produktive Arbeit geleistet, ohne dass dafür Lohn bezahlt wird.

Die notwendig zu leistende Arbeit kann natürlich kulminiert werden, dafür sind die Produzenten zahlenmäßig sehr viele, das reicht für ein flexibles System.


Das ist Zukunftsmusik; Musik, die in einer anderen Zeit, der Zeit einer Zivilgesellschaft auf herrenlosem Boden spielen könnte. Deshalb reicht es, dass erst einmal nur die Richtung angezeigt wird. Wichtiger heute ist zu zeigen, was bereits politisch gefordert und persönlich gelebt werden kann.



Weitere Ausführungen folgen.


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