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Montag, 17 August, 2020

Das höchste Gut und die Güter

22.09.: Der zentrale Text "Vom Geist der Gesetze" wurde wie der Text "Radikale Zeitenwende" neu formatiert.

Der kurze Text vom 20.09. wurde erweitert und neu organisiert. So entfaltet er mehr seinen besonderen Inhalt. Thomas Morus schrieb den Text zeitgleich, als Luther den Brief von Paulus an die Römer studierte. Der Text von Thomas Morus scheint vergessen. Luthers Texte hingegen werden noch heute gefeiert. Zwischen Luther und Morus herrschten bereits zu Lebzeiten der beiden extreme Gegensätze und Luther hätte Thomas Morus auch lieber wie eine Wanze zertreten, wie er den Erasmus zertreten wollte: Erasmus, den Freund jenes Thomas Morus, dem Verfasser der Utopia i, die wie er selber bei vielen Menschen in Vergessenheit geraten ist. Er war für eine neue Gesellschaft zu früh geboren. Jetzt aber, falls der Protestantismus überwunden werden kann, könnten neue Visionen helfen, die drohende Klimakaastrophe noch abzuwenden. So wahr euch Gott helfe, würde jetzt Thomas Morus hinzufügen.

18.09.: Das Netzwerk Bildung wurde ergänzt. Hervorragend würde dieses Netzwerk mit den Begegnungsstätten für Menschen unterschiedlichster Begabungen und Visionen einer Neuen Zeit vorausgehen, wenn man dieses Netzwerk zuerst von den Fesseln des bürgerlichen Rechts befreien würde. Bis zum nächsten Text: "Weniger ist mehr und der einzige Weg, der zur Menschlichkeit zurückführt"; hier schon einmal wertvolles Studienmaterial.

17.09.: Er zieht die Güter dem höchsten Gut vor. Woran kann der Unmensch erkannt werden? Über den Unmenschen im bürgerlichen Rechtstaat zu schreiben, ist schwer und überall lauern die Gefahren. Diese Texte handeln von der Sache selbst, die leicht und doch so schwer zu machen ist. Der Unmensch kann zum Beispiel daran erkannt werden, wenn er von bezahlbarem Wohnraum spricht. Politiker aller Parteien sprechen inzwischen davon und selbst die Linke schämt sich nicht mehr, im Chor mit Ihresgleichen darüber zu reden. Unmensch: Wie das Mitglied einer Partei in den Parlamenten dem Fraktionszwang seiner Partei unterworfen ist, wird der einzelne Mensch durch den Nationalstaat, der auf okkupiertem staatlichem Territorium gegründet ist, zum Unmenschen erzogen. Es wird Zeit, das Erbe des Dreißigjährigen Kriegs, den Friedensschluss von Westfalen, diesen Fluch des Protestantismus, in ein Europa der Regionen und vor allem in herrenlose Landschaften voranzutreiben. Herrrenlos war die Neue Welt bis die europäischen Herren kamen. John Locke machte sich Gedanken, wie nach dem heftigen Bürgerkrieg im eigenen Land die Neue Welt mit minimalem militärischen Aufwand in Besitz genommen werden kann und empfahl der britischen Krone den Vertrag, der sich bereits zuvor bei dem europäischen Friedensschluss politisch bewährt hatte. Er beschäftigte sich längst mit einer kommenden bürgerlichen Gesellschaft und erkannte klar, dass die Bequemlichkeit der Menschen der Grund sein wird, weshalb das Volk in die aufgespannte Falle laufen wird.

Das Impressum wurde überarbeitet. Der Ungehorsam wurde überarbeitet.

Mit der anstehenden Phase der Konkretisation des Projekts Endederrevolutionen, in der gleichzeitig sämtliche Texte auf endederrevolution.de unter Verwendung minimaler HTML-Zeichen neu geschrieben werden, erfährt der Autor selber, wie konzentriert er jetzt arbeiten muss, um das Ziel zu erreichen, mit minimaler Übertragungsenergie seine Texte im Internet zu veröffentlichen. Aber der Verlust der Bequemlichkeit wird mehr als kompensiert im Wirken daran, dass der Mensch wieder wahrhafter Mensch sein kann; autonom und kompromisslos, wenn es um die Bewahrung der Natur geht.

Die Texte zur Notwendigkeit nichtstaatlicher Netzwerke werden in den nächsten Tagen neu geschrieben und ergänzt. Diese Texte zu den Netzwerken bilden den praktischen Einstieg in eine Sache, die leicht zu machen wäre. Das Netzwerk zu den Kandidaten wird theoretisch noch ausgeführt, aber es ist letztlich allein eine Sache der Wähler, dieses aufzubauen. Von Nichts kommt nichts; eine schwäbische Volksweisheit. Über das "Nixle emma Bixle" war der Autor zwar schon als Kind nie enttäuscht. Er wusste wer es ihm schenkte; aber jetzt, im Alter, darf es mehr sein. Die Übersicht zu den Texten ist inzwischen bis auf bessere Formatierungen erledigt. Der Inhalt des Textes "Pest des Protestantismus" wurde um den Hinweis, dass Luzifer und nicht Gott das 1. Buch Mose den Juden übergeben und damit die erste Epidemie mit der Pest des Judentums ausgelöst hat, präzisiert: Mit dem Satan kam die Urform des Bazillus, das spätestens im 15. Jahrhundert bereits zum Kapital mutierte, auf die Erde. Das wollte der Nazarener bereits im Jahr 30 nach unserer Zeitrechnung ausrotten. Doch das rief ihn sofort auf den Plan, der immer auftritt, wenn sein Reich gefährdet wird: "Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest". Der Nazarener widerstand der Versuchung des Teufels aber Paulus, der behauptete, ein Apostel von Jesus gewesen zu sein, erlag ihm, nachdem der Nazarener längst tot war. Als Apostel von Jesus Christus, log Paulus und dachte dabei zuerst an sich, an seine Kirche. Er ging damit als Prototyp des Politikers in die Weltgeschichte ein.

Bildung und Schule werden zunehmend in ganz Europa dem Verwertungsinteresse des Kapitals unterworfen. Willfährig und ohne Sinn und Verstand folgen die Politiker dieser Entwicklung. Ein nichtstaatliches Netzwerk mit den Netzknoten "freie Kindergarten" und "freie Schulen" mit Bibliotheken, Theater- und Musikräumen wäre hervorragend geeignet, die Vision von Comenius zu verwirklichen und eine "liebliche Stätte der Menschlichkeit" zu schaffen, in der alle Kinder und Jugendlichen unter dem Primat der Gleichheit in einer komplex gewordenen Welt gemeinsam lernen und sich orientieren. Die dafür erforderlichen Grundlagen, wie sinnerfassendes Lesen, unterschiedliche Formen des Schreibens, die Begegnung und Kommunikation miteinander unter Verwendung von Fremdsprachen, gestaltete Ort der Muße, der Naturwissenschaften und alles außerhalb jeglicher Kontrolle, Zensur und Zugriff staatlich bestellter Lehrer und Erzieher, wären heute bereits umsetzbar. Keine Utopie sollte das sein, sondern eine Aufforderung, als Mensch guten Willens Netzwerker zu werden. Keine Vergehen mehr sind Hausbesetzungen sondern überall dort, wo Häuser leerstehen, ein Selbstverständnis. Ein Netzwerk "Stadtentwicklung", das derartiges vorbereitet, ist notwendig.

29.08.: Aufgrund einer Nachfrage wurde der Text "der Beschluss ist nicht anfechtbar" ergänzt. Ein bisher völlig unverständlicher Text (pardon!) wurde in diesem Zusammenhang endlich korrigiert.

28.08.: Das Zusammenwirken von Menschen in nichtstaatlichen Netzwerken wäre geeignet, dass diese als negatives Potential den Übergang in eine Zivilgesellschaft befördern. Das negative Potential, von dem Karl Marx ausging, hat der Faschismus erfolgreich in die bürgerliche Gesellschaft integriert. Die Mehrheit der Lohnarbeiter lebt heute in der Bundesrebublik Deutschland gesichert und ausreichend bequem, so dass von ihnen die Gefahr, als negaives Potential eine zivile Gesellschaft zu besorgen, gebannt ist. Bevor diese These genauer begründet wird, sollen die Grundlagen hierzu möglichst allgemein verständlich noch aufbereitet werden. Der Text zum Paulinismus wurde auch dafür aktuell überarbeitet und fertiggestellt. Er dient zum weiteren Verständnis dafür, weshalb der Untertitel dieses Weblogs mit "Pest des Protestantismus" hinterlegt ist.

27.08.: Mit dem Scheiterhaufen, auf dem Giordano Bruno am 17. Februar 1600 verbrannt wurde, endete ein Jahrhundert, das mit dem Raub der Allmenden begonnen hat. Eine Moderne brach an, die mit der Französischen Revolution den Pöbel auf die Straßen trieb. Er jubelte als die Plätze, auf denen die Fallbeile aufgestellt waren, mit Blut überströmt wurden. Diese Angehörigen des Pöbels, die, kaum dass sie als Kinder das Licht der Welt erblickten, in dieser Welt mißbraucht werden und nie das Licht wirklich schauen durften, sind die Geringsten unter den Schwestern und Brüdern. Ihnen muss in Zukunft die größte Aufmerksamkeit zuteil werden. In einer Demokratie bestimmt der Pöbel die Zukunft der politischen Gesellschaften. Die Intellektuellen sind heute mehr denn je verpflchtet, ihnen die Texte eines Giordano Brunos oder Baruch de Spinozas nahe zu bringen und diese ausführlich zu erläutern; sie werden alles verstehen. "Wir sind alle ein Teil des Gleichen" erklärt ein Youtuber und zeugt davon, dass er genau versteht, wenn er sich nur die Zeit nimmt, nachzudenken. Der Pantheismus taugt, um das Wunder der Schöpfung zu schauen. Er taugt aber noch nicht, um dieses Wunder, das höchste Gut, auch zu erhalten. Die radikale Reduzierung der Arbeitszeit muss deshalb materiell an erster Stelle, auf der Seite nichtstaatlicher Initiativen und Aufklärung über Netzwerke stehen, damit einerseits die Produktion der Güter abnimmt und für alle Menschen ausreichend freie Zeit zur Verfügung steht, um dieses höchste Gut wieder persönlich erkennbar zu machen. Die freie Zeit kann sinnvoll genutzt werden, um mit dem Pöbel gemeinsam über das Inertialsystem Erde nachzudenken. Ein System, das nicht nur aus Gründen der Vernunft einen intersubjektiven Maßstab braucht, sondern auch moralische intersubjektive Verpflichtungen notwendig sind und für dieses Verständnis die Bergpredigt hervorragend bereit steht. Die Bergpredigt ist keine Angelegenheit des Glaubens. Für die Bergpredigt kann der Mensch sich nur entscheiden. Diese fundamentale Entscheidung setzt jedoch den freien Willen des Menschen voraus, der durch eine Änderung des Sachenrechts im Bürgerlichen Gesetzbuch erst erkämpft werden muss.

26.08.: Der Text zur Dialektik von Form und Nicht-Form ist entscheidend und wird künftig unter eigener Kategorie weiter entwickelt. Der Text wurde mit dem Quelltext verlinkt und dieser wurde um mit einem Kurzfilm über die Ermordung von Giordano Bruno ergänzt.

24.08.: Die Gründer der politischen Partei „Die Grünen“ mögen ehrliche und emanzipatorische Ziele gehabt haben, als sie ihren Marsch durch die Institutionen antraten. Heute aber kann definitiv gezeigt werden, dass diese Partei inzwischen längst im Kanon mit allen Parteien musiziert und ihr Spielchen jenseits von denen "da unten" treibt. Das Versprechen jedenfalls, als eine politische Bewegung "von unten" dem stummen Zwang der Umweltzerstörung entschieden entgegen zu wirken, wurde auf dem langen Marsch völlig aufgegeben. Die Klebrigkeit der politischen Institutionen erwies sich als deutlich stärker und die Parteioberen sind heute zufrieden, wenn sie mit den übrigen Parteien zusammen musizieren und auftreten dürfen. Vergleichbar kann der Niedergang der Friedensbewegung skizziert werden, die sich im gleichen Jahrzehnt unter dem Dach des Aachener Friedenspreis e.V. versammelt hatten. Beide Bewegungen haben sich als völlige Irrwege erwiesen. Eine künftige außerparlamentarische Opposition sollte diese Irrwege genau analysieren und sie sollten künftig unbedingt vermieden werden: Das Klima der Erde und eine künftige Friedenssicherung halten ein "weiter so" nicht mehr aus.

Die Geschichte des Aachener Friedenspreis dokumentiert auf der Seite der Friedfertigen den folgenschweren falschen Weg, der von Protagonisten der protestantischen Losung einer „Balance of Power“ in den Räumen des Ortsverbandes Burtscheids der SPD als Reaktion auf die Stationierung amerikanischer Pershing-Raketen in Europa im Jahr 1988 und federführend vom lutherischen Pfarrer Albrecht Bausch gegründet wurde. Noch fesselt dieser Irrglaube heute rund 50 Organisationen und bietet ihnen für die freiwillige Fesselung unter die Statuten des Vereins ein gemeinsames Dach. Nichtstaatliche Organisationen und Netzwerker sollten diesen Weg der Protestanten heute weder unterstützen noch beführworten, wenn der Weg zu einem Weltfrieden gegangen werden soll. Gegründet in der Behauptung, einen friedfertigen Weg „von unter“ gehen zu wollen, widerspricht zuletzt der Rauswurf zweier Vorstandsmitglieder einer unter dem Dach des Aachener Friedenspreis e.V. sich eingerichteten Splittergruppe einmal mehr von diesem Ansinnen der Führungskader des Aachener Friedenspreis e. V.. Den Vorgaben sogenannter Friedensverfertiger folgend nehmen sie lediglich zur Kenntnis, dass demnächst F-18-Kampfjets von der Bundeswehr angeschafft werden, die in der Lage sind, auch amerikanische Atombomben zu transportieren. Die Bundeswehr schafft diese F-18 Kampfjets gemäß den Bedingungen des NATO-Beistandspaktes an, was sollen diese ohnmächtigen Politiker und Friedensaktivisten auch anderes tun, als der Obrigkeit zu folgen? Das Recht gibt den Takt vor. Außer Takt geraten erinnert der Rauswurf der Friedensaktivisten an einen Hirtenbrief amerikanischer Bischöfe aus dem Jahr 1983, die wegen des Wortlauts ihres Aufrufs heute wie damals wohl keine Aufnahme unter das Dach dieses Friedensvereins gefunden hätten. Dort wollten sie - wohlwissend um die protestantischen Wurzeln der Friedensbewegung - auch gar nicht hin. Alle Menschen guten Willens sind heute aufgerufen, diese und all die übrigen vom Staat errichteten und geschützten Dächer verlassen und diese meiden. Lasst sie in ihrem Lobgesang auf die Obrigkeit alleine. Unter der Aufsicht von Parteien und evangelischen Bischöfen lässt es sich nicht frei singen, nicht frei sprechen und vorallem nicht frei atmen.

Der frühere Präfekt der Glaubenskonkretation Kardinal Ratzinger stellte sich ebenfalls in den Zeiten der Gründungsphase der grünen Partei und der eingetragenen Friedensvereine, die das Geschäft der Friedensbewegungen besorgen sollten, gegen den Hirtenbrief seiner amerikanischen Glaubensbrüder. Ratzinger war zu sehr einem politischen Katholizismus verfallen, bei dem die Pathogenität gegenüber der Pest des Protestantismus noch einmal deutlich vergrößert festgestellt werden muss. Zwar erkannte dieser spätere Papst Benedikt damals richtig, dass die weit fortgeschrittene Säkularisierung der Politik in den Nationalstaaten weltweit Auschwitz und die Weltkriege erst möglich machten. Mit seiner Behauptung gegenüber der mit exzessiver Schärfe vorgetragene Verurteilung jeglichen Besitzes von Waffen der amerikanischen katholischen Bischöfe, verfiel er allerdings vollkommen der protestantischen Versuchung: Denn ein Katholik trägt niemals eine nationale Verantwortung. Ein Katholik kennt nur eine Verantwortung vor Gott. In dieser Verantwortung ist der Katholik einsam. Er kann aber mit nichtstaatlichen Netzwerken sich eine Heimat schaffen und ein Netz menschlichen Mitgefühls aufbauen: Seinen erklärten Willen, allein der Natur zu gehorchen, nimmt ihm keiner ab.

Wer eingetragenen Vereinen oder anderen politischen Seilschaften folgt ist linker Teil der dialektischen Beziehung von Staat und Nicht-Staat. Die Gesinnungsschwestern und -brüder des rechten Teils dieser dialektischen Beziehung können u.a. an ihrem Wirken in wahrhaften nichtstaatlichen Organisationen (NGOs) erkannt werden. Das Wesen dieser Organisationen tritt deutlich dadurch hervor, dass nicht das bürgerliche Recht, sondern das persönliche wahrhafte Versprechen und ein Vertrauen untereinander ihre politische helfende Arbeit innerhalb den Gesellschaften kennzeichnet.

Bis an das Ende meiner Tage werde ich weiter schreiben und die Texte werden sich deshalb hoffentlich noch viele Jahre verändern. Das Ziel, mittels der Idee zur Errichtung nichtstaatlicher Netzwerke, eine Transformation der inzwischen weltweit agierenden postfaschistischen Staaten in Zivilgesellschaften vorantreiben zu können, würde Weltgeschichte bedeuten. Dem Buch gehen zahlreiche ähnliche Überlegungen vieler Autoren voraus. Meist wurden sie als Utopien geschrieben, überwanden aber das Phänomen der Herrschaft von Menschen über Menschen nicht. Wie ein Fluch lastet dieses Phänomen auf allen literarischen und politischen Ansätzen. In dem demnächst hoffentlich vorliegendem Buch werden zwei Kategorien "Autonomie und Vertrauen" als politische Verfassungsentwürfe zum ersten Mal eingeführt, was mit Sicherheit einer politischen Häresie gleichkommt.

P.S. Auch dieser Text wird immer wieder verändert. So ist geplant, als Beispiel für das erwähnte Phänomen die Utopia von Thomas Morus noch vorzustellen.

Posted by Michael Schwegler at 16:22
Edited on: Mittwoch, 23 September, 2020 9:56
Categories: Aktuelles