Warum sollte bei Matthäus und Lukas, keinesfalls aber bei Johannes gelesen werden?

"Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein". Das schreibt der Evangelist Johannes. Aber warum sollten wir Steine werfen, wenn wir Menschen guten Willens und ohne Sünde sind?"
Da grinst er, der Lichtbringer, der an der Ecke steht: "Macht euch die Erde untertan und herrschet". "Wird ein Krieg daraus, so werde er daraus"

Wie Johannes (Joh 8,7) und nach ihm Luther auf dem Reichstag in Worms auf diese Ideen kamen und damit ihm, Luzifer, folgten, wird kein Mensch, der wisschenschaftlich ausgebildet und die Gesetze der Logik versteht, vernünftig sagen können. Das muss man glauben. Sie werden egoistische Gründe gehabt haben. Ein Mensch guten Willens kann den Satz von Johannes nicht verstehen. Johannes hat vielleicht die Briefe von Paulus gelesen, die Luther nicht nur gelesen, sondern intensiv studiert hat, bis er sich, Luther, Knecht Paulus, nennen konnte. Wir wissen es nicht. Vielleicht waren Paulus, Johannes und Luther auch nur gewöhnliche Gutmenschen, denn anders wäre das Gerede für einen einfachen vernünftigen Menschen, der nicht theologisch oder politologisch verbildet ist, nicht verständlich. Doch diese Sätze sind nicht bloßes Geschwätz. Es ist die Sprache der Protestanten, die das eigene Interesse verfolgen und eine Katastrophe für jeden gerechten Menschen darstellen. Spätestens seit jenem Dreißigjährigen Krieg, der nach Luther über ganz Europa hereinbrach, hätten alle Katholiken wissen können, dass Kriege gegen die Verbrechen nicht zu gewinnen sind. Die Protestanten lügen und aus diesen Lügen, die immer am Anfang jedes Streits stehen, wirkt der Teufel, dem das Weihwasser der Klerikalen nichts, aber auch gar nichts, anhaben kann. Dieser Teufel kann nur mit Wahrheit bekämpft werden, die radikal vorgetragen werden muss und jeden Kompromiss von vornherein und kategorisch auschschließt. So einfach wäre das, so einfach ist das!

Weshalb inzwischen so viele Menschen dem Teufel hinterherlaufen ist verständlich, aber deshalb werden ihre Lügen nicht wahr. Der moderne Verstand ist wie auch der postmoderne ein Werk des Teufels. An ihm wirkten auch die großen Philosophen wie Immanuel Kant mit. Eine Vielzahl von Philosophen könnte genannt werden, aber es lohnt sich nicht, sich mit der Philosophie des Teufels zu beschäftigen. "Oh heiliger Sokrates hilf". Wir sollten den Text besser zwei Mal lesen. Im Jahr 1530 wurde er geschrieben und was hat sich seither verändert? „Wie die Luthersache ausgehen wird, weiß ich nicht. Ich habe von Anfang an immer einen stürmischen Ausgang erwartet, jetzt fürchte ich ihn.“ Wie Erasmus sollten wir alle, die Menschen guten Willens sind, den Protestantismus fürchten, wenn unser Enkel leben sollen. Die Schöpfung Gottes kommt ohne die Menschen aus, wir aber nicht ohne die Schöpfung Gottes.

An die Katholiken: Steht zusammen. Einigt euch und hört auf mit der Ökumene>, mit der Pax Christi. Auch Jesus hat der Versuchung des Teufels widerstanden. Wir sollten seinem Beispiel folgen.

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Was hat sich seit jenem Reichtstag zu Worms verändert? Ein Teil der Katholiken ist zum Protestantismus übergelaufen und hat sich mit den Zielen eines politischen Katholizismus an die Spitze des Protestantismus vorgearbeitet und macht längst Sache mit ihnen und andereren Ismen, denen alle Luzifer vorsteht. Oh du armseliger verlogener Katholik.

Alle nehmen sich das Recht, die Erde auszubeuten. Bis heute haben die Cleversten und Skrupellosen unter ihnen große Teile der Bodenschätze der Erde verbrannt und in ungeheuer hohes fiktives Kapital verwandelt. Jetzt, am Vorabend der Katastrophe, wird es höchste Zeit, dieses fiktive Kapital langsam und kontrolliert allein in die notwendigste Produktion von Lebensmittel zurückfließen zu lassen. Langsam, besonnen und sparsam, damit es für lange Zeit reicht, um die Verbrennung fossiler Stoffe konsequent herunterzufahren. Umweltschutz, das ist der falsche, ein verlogener Begriff. Umwelt wieder herstellen und den natürliche Kohlenstoffkreislauf wieder in ein stabiles Gleichgewicht bringen ist das Gebot unserer Zeit. Da hilft kein Schutz, das ist Aufgabe, Verzicht und wird sehr unbequem. Der Mensch muss die Lebenszeit, die ihm von den Herrschenden seit Jahrtausenden gestohlen wurde und noch immer gestohlen wird, in Teilen wieder zurückholen. Der Betrug am Menschen verjährt nicht. Auch nicht, wenn die Obrigkeit versucht zu widersprechen und auf die entsprechenden Gesetze, in ihrem den Menschen mit militärischem Zwang auferlegten Bürgerlichen Gesetzbuch, zeigt. Das Spiel ist aus, wenn wir "Nein" sagen!. Es wäre auch aus, wenn wir nicht Nein sagen. Der Ausgang des Spiels aber wäre in diesem Fall tragisch: Wie im Drehbuch von Jean-Paul Sartre würde das Spiel enden: Alles haben wir gewusst und trotzdem uns gegen die Liebe und für den Tod entschieden. Wir wären Lukas wieder nicht gefolgt. Wieder hätte der Teufel mit seiner stärksten Waffe der Bequemlichkeit gesiegt, die bereits John Locke in das Zenrum seiner Staatstheorie im 17. Jahrhundert gestellt hatte. Das alles können wir nachlesen und wissen. Noch wollen das viele Menschen nicht nachlesen und vorallem nicht wissen. Sie müssten erfahren, dass ihre persönliche individuelle Bequemlichkeit die Urwurzel allen Übels ist und diese Wurzel wollen sie erhalten und verteidigen: Wer verzichtet schon auf Mobilität, wer verzichtet auf den Dienstleister, wer dient schon allein der Wahrheit. Nein, dieses Reich der Gleichen und Armen wollen sie schaffen, sie verwüsten lieber den Planeten.
Aber die Natur ist am Ende, sie erträgt die Menschen nicht mehr. Die Natur wird die Menschen zur Umkehr zwingen, die elendig sein wird, wenn wir allein auf die Natur vertrauen. Nicht Gott wird die Menschen zwingen, Gott ist barmherzig.

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Anders wäre es, wenn wir uns klar für die Liebe und gegen den Tod entscheiden. Ein neues Gesetzbuch, ein ziviles Gesetzbuch, könnte nach und nach geschrieben werden. Demokratisch und ohne Zwang. Wir sollten Napoleon Bonaparte heute, nach gut 200 Jahren, diese, später einmal als historisch bezeichnete Niederlage, möglichst zeitnah beibringen. Wir haben nicht mehr viel Zeit. Der Kampf hat für viele weltweit schon begonnen, aber noch wird er persönlich nicht geführt. Noch ist nur Aufklärung angesagt und fast alle tun so, als gäbe es bereits eine Zivilgesellschaft. Die kann es aber nicht geben, solange das Gesetzbuch kein Ziviles Gesetzbuch ist. Alle Bequemlichkeiten des Lebens würde man in diesem Gesetzbuch vergeblich suchen. Verträge könnten nur unter Gleichen, zwischen Lohnarbeitern untereinander, Produzenten, Politikern und anderen homogenen Interessengruppen geschlossen werden. Klar müsste dem Lumpenproletariat besondere Fürsorge zuteil werden und gerade für diese gefallenenen Menschen im Besonderen müsste wieder um die Rückgabe ihrer Würde gekämpft werden. Die haben ihre Würde nicht an der Brust ihrer Mutter verloren. Ihre Würde wurde ihnen genommen; durch das Leben danach, das sie mit ihren Eltern oder nur mit der Mutter oder sogar ganz allein führen mussten und keine Gemeinschaft da war, die alle in sich aufnahm. Hier müssen sich die Katholiken im Besonderen angesprochen fühlen. Handelt, und wegen mir, betet mit ihnen. Aber schreibt die Gemeinschaft und das Vertrauen in dieses kommende Gesetzbuch. Dann bete ich mit euch.

Der kurze Vergleich einzelner Sätze aus den Schriften der Evangelien nach Matthäus, Lukas und Johannes leuchtet jedem Menschen ein: Mit nur zwei Textstellen aus dem Matthäus und Lukas Evangelium wäre der Klimawandel gestoppt.

1."Was du dem Geringsten meiner Schwestern und Brüder getan hast, das hast du mir getan" Dieser Text setzt die Bereitschaft des Einzelnen, gegenüber den Geringsten unter den Menschen aktiv zu handeln, und das sind alle, die weniger als die Handelnden haben, voraus. Entscheidet er sich für Gott -De libero arbitrio- handelt er wie Matthäus und Lukas geschrieben haben, weil dieses Handeln nach der Willensentscheidung vollkommen logisch ist.

2."Leihet, wo ihr keine Hoffnung habet zurückzubekommen". Mit Lukas würde alles fiktive Kapital natürlich verteilt. An dieser Stelle wird der Nazarener konkret. Diese Stelle ist allein der Schlüssel zum Stopp des Klimawandels und Reduzierung des Anteils der Verbrennungsgase in der Atmosphäre. Der Mensch kann nur verleihen, worüber er ein Mehr besitzt. Konsequent angewandt führt Lukas die Menschen zur wahren Gleichheit. Wir werden haben wie die Geringsten unter uns und das ist logischerweise mehr, als die Geringsten heute haben. Wir werden gleich unter Gleichen. Auffallend ist auch, dass Lukas eine Entscheidung für Gott erst gar nicht voraussetzt. Er schreibt im Imperativ: Leihet! (Lk.6;35) oder "Bleibe bei uns!" (Lk.24;24). Diese Aussagen drücken persönliche Haltungen aus und deshalb sollte der Kanon auch so gesungen werden: Einzeln und gemeinsam mit Anderen. Besser nicht im Chor und schon gar nicht mit einem Dirigenten.

Die Bergpredigt allein sollte der Stoff einer katholischen Weltkirche werden.
Die Bergpredigt sei ein Hammer, wie Andreas Britz mit Verweis auf Mark Twain das gepredigt hat. Mark Twain irrt. Die Bergpredigt ist kein Hammer, Sichel auch nicht. Die Bergpredigt ist der Schlüssel zur Freiheit. Wer das begreift, erkennt in Johannes, Paulus und Luther hässliche Kriegstreiber.

Zurück ins wirkliche, in das verordnete politische Leben: Nur ein bedingungsloses Grundeinkommen kann jetzt, am Vorhaben der Katastrophe, noch helfen. Kämpft darum: Politisch! Aber hüten wir uns vor diesen Marketingspielchen: Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist keine Privatsache.

Die politische Durchsetzung eines bedingungslosen Grundeinkommen wäre der erste und ein wesentlicher Schritt hin zu einer Zivilgesellschaft. Der zweite wäre dann die Abschaffung der Grundlage der Verbrechen überhaupt, der Sache an sich: Die Tilgung des Rechts auf Eigentum an Grund und Boden. Beide Schritte könnte der kantische Pöbel im Rahmen der politischen Verfassung des bürgerlichen Staates gehen. Ohne revolutionäres Pathos, ohne eine Gewehrkugel, allein, indem der Mensch von der täglichen Last der Arbeit in großen Zeitanteilen befreit wäre und seine notwendigen Lebensmittel über die Verzehrung des fiktiven Kapitals erhielte. Über die angehäuften Vermögenswerte, die in Lebensmittel verflüssigt in der Lage wären, den direkten Zusammenhang zwischen dem Carbon und dem Eigentum an Grund und Boden jedem Menschen klarzumachen. Jeder Mensch würde diesen Zusammenhang begreifen. Es wäre so einfach: "Jeder versteht ihn; er ist das Einfache, das schwer zu machen ist"
Wenn täglich der Brennstoff aus der Erde gehoben wird, in dem der Kohlenstoff seit Jahrmillionen fest gebunden war und mit der Verbrennung den Kohlenstoffkreislauf aus dem Gleichgewicht zwingt, kann nur der radikale Verzicht, auf diesen "Schmierstoff der Wirtschaft" die Menschheit noch retten.
Dieser Verzicht muss von allen Menschen, völlig unabhängig voneinander, geleistet werden. Hier muss die persönliche Haltung des Einzelnen, jener Einzelne, von dem Sören Kierkegaard geschrieben hat, Verantwortung tragen! Keiner darf darauf vertrauen, dass andere es tun: Das bereits wäre ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Erlaubt den Politikern, die auch unter euch sind, nicht mehr das politische Geschwätz von Alternativen. Dieses Geschwätz hält ihre Obersten an der Macht. Ihre Stiefel sollt ihr lecken. Dem Autor hingegen geht es um die Zukunft des Planeten, der Zukunft der wunderbaren Enkel und aller Enkel. Er könnte hinzufügen, einer Zukunft seiner Generation, die jämmerlich versagt hat. Sie hat nicht an den Verbrechen der Generationen davor teilgenommen. Sie hat die Verbrechen weitergeführt. Sie sind wieder den Parteien hinterhergelaufen und viele von denjenigen, die den Teufel als Anführer aller Parteien erkannt hat, wussten scheinbar nicht weiter und gründeten die Partei "die Grünen". Sie wollten anders ihren Marsch durch die Institutionen gehen, erkannten aber nicht die Klebrigkeit des Teufels und setzten mit ihrer Partei der Grünen desem sogar einen Hut auf, damit er gesellschaftsfähig wird. Ihm zuliebe haben sie die Turnschuhe ausgezogen und ihm eine Kravatte umgebunden, damit er jetzt wirklich nicht mehr auffällt. Der Teufel ist endgültig gesellschaftsfähig geworden und die einst Grünen von damals dienen ihm heute zuvörderst. Das ist keinesfalls ironisch gemeint, das ist wahr und ist eine Tragödie, die fortdauert. Selbst die Tatsache, dass bis ins Jahr 1999 relativer Frieden in Europa herrschte. beruhigt den Autor von endederrevolutionen.de nicht mehr.Deshalb wird er sich mit den Politikern nicht versöhnen, solange die Grundlage der Verbrechen, das Privateigentum an Grund und Boden, besteht. Dieses bürgerliche Recht bildet die gesetzliche Grundlage der Verbrechen, die nach dem Krieg für ein paar Jahre aus Europa hinaus in die übrige Welt transformiert werden konnten, heute aber umso heftiger aktuell wieder zurückkommen.

Unter Katholizismus versteht der Autor etwas gänzlich anderes, nämlich ein Leben zu führen, das keine Lüge zulässt und sich am Inhalt des Lukas und des Matthäus-Evangeliums orientiert. Solange es keine Gleichheit unter den Menschen gibt, wird er nicht ruhen, es sei denn, Gott lässt ihn einmal ruhen. Die Bergpredigt, bzw. die Feldpredigt ist ihm Kompass und mehr: Verpflichtung. Diese beiden Narrative, bereinigt von den Mythen, die Paulus für die Herren seiner Zeit dem Neuen Bund "Ich aber sage euch" hinzugefügt hat, sind maßgebend, um ein Leben in der beständigen Revolte gegen die herrschenden Verhältnisse weltweit führen zu können.
Ohne Lüge leben ist der Schlüssel zu einer zivilen Gesellschaft. Einige Leser*innen von endederrevolutionen.de müssen hier noch ordentlich und aufmerkasam nachdenken, mir folgen brauchen sie natürlich nicht. Ich würde kritiklos selber auch nicht auf einen Rat von anderen hören. Bleibt autonom.

Meine Lebensphilosophie bietet erst einmal lediglich einen Schutz vor alten und neuen Herren, egal wie sie sich, in welchen Zeiten auch immer, nennen oder genannt haben.
Ein wahrer Katholizismus geht über die Befreiungstheologie hinaus. Zur grundsätzlichen Gewaltlosigkeit der Bewegung gesellt sich eine grundlegende Absage an die gegenwärtige Vertragsgesellschaft.
Wie Matthäus und Lukas übereinstimmend berichten, antwortete der Nazarener auf die Anklagen der Ankläger nicht. Er würdigte keine der Anklagen mit einer Gegenrede. Er schloss damit jedwede Anerkennung der Ankläger aus. Er ignorierte sie.

So sollten auch wir die Herrschenden ignorieren und mit anderen Menschen in eigenen Netzwerken für einen Gegenpol zum Staat sorgen. Diese Netzwerke dürfen sich nicht dem Vertragszwang des Staates beugen; das Netzwerk des Staates und die gesellschaftlichen Netzwerke sollten als unvereinbare Gegenpole verstanden werden. Sie stehen sich unversöhnlich gegenüber, solange es eine soziale Ungleichheit zwischen den Menschen gibt. Die Forderung der Bauern aus dem Jahr 1525, die geraubte Allmende wieder den Menschen zurückzugeben, muss über alle Zeiten immer bewusst und aufrecht erhalten werden. Die Zeit heilt diese Wunde nicht. Im Gegenteil. Jeder politisch gesprochene Satz soll an diese Wunde erinnern. Die moderne Politik ist der Versuch, von dieser Wunde abzulenken, den Menschen zum politischen Kompromiss zu bewegen, den es aber nicht geben darf. Das ist einer der Inhalte des Matthäustextes.
Viel zu viele Menschen sind aus politischen Motiven gestorben; Rechte, Linke und in der Mitte die Gleichgültigen: Gemeinsam ist allen, dass sie persönliche Motive haben, aber keinen absolut verbindlichen Kompass gefolgt sind. Diesen bietet das Evangelium nach Matthäus und Lukas, mehr nicht. Mit diesem Kompass erkennen wir, dass die moderne Ausbeutung der Natur ein Verbrechen ist. Sie dient nicht der Versorgung der Geringsten unter uns, sondern dient der Produktion von Waren, die für den Zirkulationskreislauf des Geldes und damit für die Geldvermehrung und einen Wohlstand für Wenige benötigt werden. Die Herrschaft von Menschen über Menschen muss enden, der Geldfetisch muss enden, wenn die Erde für die Menschen und künftig überhaupt eine lebenswerte Natur erhalten werden soll, in der ohne Zwang gelebt werden kann. Die Vertragsgesellschaft muss enden.

Den Weg zur Überwindung der Vertragsgesellschaften nennt der Autor „Wahren Katholizismus“, ein Weg, der um die Welt getragen werden kann: Die Verpflichtungen des Menschen gegenüber den Geringsten unter den Menschen. Nichts anderes wollte der Nazarener, den Paulus, der zu Lebzeiten des legendären „Jesus von Nazareth“ noch gar nicht geboren war, als den „Erlöser Jesus Christus“ missbrauchte, um den irdischen Herren zu dienen. Matthäus bietet allein den Kompass, der auf dem Weg benötigt wird, den der Mensch braucht, wenn er am Ziel, der Verwirklichung einer Gesellschaft der Freien und Gleichen ankommen will. Ohne Wenn und Aber und auch an keiner paulinischen Obrigkeit orientiert, wie diese zu Zeiten Luthers auch Thomas Müntzer und in der 1950er Jahren selbst Che Guevara noch gepredigt haben, führt jeder Weg ohne diesen Kompass nahezu zwangsläufig in die Gulags der Sowjets, in den spirituellen und religiösen Wahn oder bei der politischen Rechte sofort in den Tod: Standrechtlich. Dieser Kompass dient der Orientierung auf der Suche nach einer anderen, nach einer gerechten Welt, die es nicht geben wird, für die sich aber der Mensch entscheiden kann. Darin besteht der Inhalt des „De libero arbitrio“, des Absurden, das in der entschiedenen Ablehnung des Protestantismus zum Ausdruck kommt. Ohne die Entscheidung für das Absurde ist und bleibt der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes und vor allem ein verlassenes, ein verächtliches Wesen, dem sich die Herren dieser Welt überall bedienen: Die Herren haben sich nicht geändert, allein die Form ihrer Herrschaft hat sich geändert. Vor allem das Fundament ihrer Herrschaft hat sich geändert: War es ursprünglich lediglich der geraubte Grundbesitz an Boden, der als Lehen verwaltet den Fürsten die Macht sicherte, wurde der Grundbesitz an Boden als käufliche Ware im Jahr 1804 unter das bürgerliches Vertragsrecht gezwungen. Aus der Natur wurde Gott vertrieben und durch den Götzen Staat ersetzt. Ein Rückfall in die Barbarei. Gott lässt sich aber nicht vertreiben, er nimmt an dem Trauerspiel der Menschen nicht teil. Der Götze Staat muss gestürzt werden, wenn die Barbarei überwunden werden soll und wir wieder gemeinsam Gott in seiner großen Herrlichkeit schauen können.

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