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Freitag, 05 Juni, 2020

Autonomer versus politischer Mensch (der zweite Abschnitt wurde am 01.07.2020 überarbeitet)

Der Weblog "endederrevolutionen.de" endet mit dieser Webseite. Eine einfache Lösung für die Audio- und Videodateien wurde gefunden und voraussichtlich ab dem 01.07.2020 ist der Weblog wieder mit den meisten Dateien aufrufbar. Aktuelle Ereignisse zu den bisherigen Ausführungen werden künftig hier gelistet.

Die konkrete und relativ einfache Antwort auf die Frage, wie der Klimawandel überhaupt noch zu stoppen ist, wird noch lange von der großen Mehrheit der Menschen als eine politische Frage behandelt. Das scheinbar natürliche Recht auf Eigentum an Boden, das die Grundlage des bürgerlichen Gesetzbuches bildet und den vermögenden Bürgern die Macht sichert, bestimmt noch zu sehr die Empfindungen und Gedanken der Mehrheit der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland. Heute könnte der Spruch "Deutschland muss leben und wenn wir sterben müssen" postmodern mit "Das Eigentumsrecht an Grund und Boden muss leben und wenn wir sterben müssen" formuliert werden; nichts hat sich verändert: Wiederkehr des ewig Gleichen? Nietzsche irrt. Die Bürger haben die Macht erst mit dem Code Napoleon im Jahr 1804 errungen und die "Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken, d.h. die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht " (Karl Marx). Dagegen revoltieren wollte Nietzsche nicht und weder ein Weblog noch ein Buch können an den herrschenden Gedanken etwas ändern. Ein Weblog und ein Buch können nur aufklären und wir wissen heute, dass die Natur den Menschen zwingen wird, die gesellschaftlichen Verhältnisse und Verkehrsformen zu ändern. Nicht der Mensch ist das Maß aller Dinge, die Natur ist das Maß der Dinge. Das bürgerliche Recht muss in seinem Kern, dem Sachenrecht, geändert werden, wenn die Nachkommen leben sollen. Das herrschende bürgerliche Recht ändert sich aber nicht von selber und die Natur ändert das Recht auch nicht: Die Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuches ist eine Sache der Menschen und für eine Änderung braucht es unbedingt die Stimmen der Mehrheit der Wähler in einem demokratischen Staat. Das sind wir der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland schuldig; wir wollen keinen anderen Staat, wir wollen nur den Boden als käufliches Ding und als Recht, einen Teil des Grund und Bodens sein Eigen zu nennen, aus dem Sachenrecht des BGB streichen. Die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland muss auf demokratischem Weg geändert werden. Wir müssen eine Mehrheit der Bevölkerung gewinnen, die mit uns diejenigen Kandidaten in den Bundestag wählen, die bereit sind, einer entsprechenden Verfassungsänderung zuzustimmen. Wir, das ist natürlich noch Wunschdenken, aber die Zeit wird kommen und das "Wir" wird eingelöst. Dafür sorgt der egoistische, der christliche wie der islamistische; zusammenfassend: Der blasphemische Mensch in der Natur. Die Natur sorgt dafür, dass sich der Mensch besinnt. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ist der Mensch die Ursache, dass sich das Klima der Erde weltweit ändert. Mit dem Code Civil versuchten die Mächtigen, sich den Boden der Erde anzueignen und haben im protestantischen England bereits im 18. Jahrhundert die industrielle Revolution ausgelöst: Private Menschen begannen für ihre egoistischen Interessen fossile Stoffe zu verbrennen. Mit welchem Recht? Im Übergang zum 19. Jahrhundert wurde das katholische Frankreich gezwungen, diesem angeblichen Fortschritt zu folgen und die Bürger begannen, das Recht zur privaten und staatlichen Ausbeutung der Natur in die übrige Welt zu tragen: Mit dem Bürgerlichen Recht (Code Civil) und mit Gewalt. Willentlich und vorsätzlich zerstörten sie die Natur und schufen ihren Götzen Staat. Er schuf die kolonialen Verbrechen, Auschwitz, die Atombombe und verändert das Weltklima. Nur noch ein organisiertes "Nein" und die Abschaffung des Rechts auf staatliches oder privates Eigentum an Boden kann dieses Götzen stürzen. Er wurde in der ersten Phase des Faschismus, die von ca 1920 bis 1945 dauerte, nicht gestürzt; im Gegenteil: Diese erste Phase hat ihn nahezu allmächtig gemacht.

Der Weg zum Sturz des Götzen Staat wird entbehrungsreich und für viele Menschen weltweit tödlich enden: Auschwitz wird sich in noch größerem Ausmaß wiederholen und trotzdem kann er nur als ein Weg der Friedfertigen gegangen werden. Geldentwertung, Massenarbeitslosigkeit und Massenelend werden als erste Vorboten das Ende der Bürgerlichen Gesellschaft ankünden. Eine Phase des notwendigen und radikalen Konsumverzichts, eine gerechtere Verteilung der Nahrungs- und Produktionsmittel weltweit, würde den Übergang in eine zivile Gesellschaft deutlich abmildern, sie ist aber unwahrscheinlich. Die Friedensstifter und Friedensverfertiger sind noch zu zahlreich. Der Verzicht erfolgt für die Meisten ohnehin nicht freiwillig; er muss aber als Preis für das über zweihundert Jahre inzwischen bestehende falsche und bequeme Leben der Bürger bezahlt werden. In dieser Phase enden auch die herrschenden Gedanken und die Zeit wird reif, vom Ende der Revolutionen zu lesen. Eine neue zivile Gesellschaft wird nach einer leidvollen und schmerzhaften Geburt entstehen.

Jetzt sucht der Autor erst einmal einen sicheren Ort für seine Webseiten im Internet, an dem diese weiterhin abgerufen und die Inhalte von endederrevolutionen.de studiert werden können. Im Grunde ist das Fundament für ein reformiertes Recht gelegt, in dem der Grund und Boden als Eigentumsrecht von Menschen und Staaten aus dem Recht, das Menschen setzen, kategorisch ausgeschlossen ist. Die Audio- und Videodateien, die zum Teil informieren und auch unterhalten sollen, werden nach und nach neu verlinkt. Die Texte werden ebenfalls nach und nach überarbeitet und das notwendige Hintergrundwissen wird didaktisch und besser lesbar noch einmal überarbeitet und zusammengestellt. Die Leser*innen von endederrevolutionen.de sollen bitte die Webseiten als Studien- und Lerngrundlagen und vor allem als Aufforderung zur Kritik verstehen und Fragen an den Autor stellen, wenn etwas grundsätzlich anders gesehen werden kann oder nicht verständlich dargestellt ist. Bitte teilt aber keine persönlichen Meinungen mit. Der Mensch kann Vieles meinen und es soll Menschen geben, die meinen nicht nur, die glauben sogar, dass über Allem der Herr Jesus Christus thront, der uns auch von den Sünden befreit hat. Das überzeugt den Autor nicht, ihn überzeugen Fakten, natürliche Fakten. Hier liegt der Kern des "De libero arbitrio". Diese Frage entscheidet allein der Einzelne. Diese Willensentscheidung hat höchste Priorität und in dieser Entscheidung sollte es, wenn der Klimawandel ernst genommen wird, keinen wie auch immer gearteten Glauben an den bürgerlichen Staat geben. Gerade die Corona-Krise hat diese Frage wieder grundsätzlich aufgeworfen. Der Staat hat lediglich das Recht, seine Staatsbürger zu schützen. Der Staat hat aber nicht das Recht, einen Christen unter Christen, einen Islamisten unter Islamisten oder einen Nihilisten unter Nihilisten zu schützen: Wenn sich ein Christ für Paulus, Knecht Jesus Christus, entscheidet und ihm folgt "Christus ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn (Philipper 1,21)", sein Leben also durch seine freie Willensentscheidung allein in die Hand eines christlichen Gottes legt, dann hat der Staat kein Recht mehr, über sein Leben in Corona oder sonstigen Pandemie-Zeiten zu bestimmen. Er oder sie lebt in christlicher Verbundenheit und kein Staat der Welt hat das Recht, zwischen Christen, Moslimen oder innerhalb von Familien einen Abstand zu definieren oder ihnen Masken zu verpassen. Sie bleiben unter sich, das Staatsvolk bleibt draußen und zum Staatsvolk müssen sie natürlich Abstand halten: 2 Meter; es darf auch mehr sein. Sie sind auf ihre Art vernünftig und brauchen deshalb kein bürgerliches Gesetzbuch. Sie gehorchen entweder dem kanonischen Recht oder der Scharia oder ihrem selbstgesetzten Familienrecht. Diese Menschen wissen sich zu organisieren und dafür brauchen sie zunächst keinen Staat. Diese Rechte sind vorstaatlichen Ursprungs und kein Napoleon Bonaparte, oder mag er sonst wie heißen, befiehlt einem Christus, oder einem anders gläubigen Menschen und schon gar nicht einer Familie, keinem vernünftig denkenden Menschen, dass die Natur eine Angelegenheit der Staaten ist. Deus sive natura, das gilt für jede Vernunft und für jede Religion. Nie darf über diesen grundsätzlichen Widerspruch zwischen den natürlichen, den religiösen, und im klaren Gegensatz hierzu den herrschenden juristischen oder staatlich organisierten, modernen Orientierungen hinweggesehen werden, sonst sind wir alle verstaatlicht: De servo arbitrio. Der moderne Staat hat kein Recht sich über die Natur zu stellen. Solange er den Boden des Planeten Erde als sein Eigentum betrachtet, wird es keinen Frieden und keine Versöhnung geben.

Auch aktuelle und wichtige Informationen werden in die bisherigen Texte eingepflegt. Die bürgerliche Aufklärung, die im Übrigen längst gescheitert ist und Millionen von Menschen nicht nur mit Auschwitz in den Tod geführt hat, muss ersetzt werden durch eine Aufklärung über die Verbrechen der Moderne. Diese irrationale Zeit, die mit der Französischen Revolution ihren ersten Höhepunkt erreicht hat, muss enden; die 1., 2., 3, und aktuell scheinbar die 4. Phase der industriellen Revolution muss der menschlichen Ratio übereignet werden und nicht der staatlich organisierten Politik und Rechtsprechung.

Die Einen haben das Privileg, an einem öffentlichen Diskurs teilzunehmen. Sie verfügen meist über die erforderlichen Mittel, werden oft sogar öffentlich gefördert und erhalten ihre Lebensmittel von den Anderen. Auf ihre politische und bürgerliche Art klären sie auf; eine Aufklärung, die aber dem Verrat näher steht als dem Leben. Die Einen haben also das Recht, die Anderen dürfen arbeiten. Selber versorgen können sie sich schon lange nicht mehr. In allen Ländern, in denen das internationale Bürgertum mit seinem Kapital es schafft, das Recht festzulegen und zu bestellen, wird zuerst die Subsistenzwirtschaft abgeschafft. Sie agieren im eigenen egoistischen Interesse. Das wirkliche Leben der Menschen auf der Erde ist ihnen völlig egal, das Elend sowieso. Welche Meinungen und Haltungen sie öffentlich vertreten, ist auch sekundär. Primär ist, dass sie sich immer politisch verhalten. Die bürgerliche Ordnung darf auf keinen Fall in Frage gestellt oder gar gestört werden.

Die Anderen müssen für ihre Lebensmittel und ihren Lebensunterhalt selber sorgen, die haben, wie früher die Sklaven, sonst nichts. Die Corona-Krise demonstriert förmlich, wie prekär für Viele der Anderen die Lage im Jahr 2020 ist; die müssen arbeiten oder lassen sich aushalten. Das sind "Privatpersonen". Manche dieser Vielen radikalisieren sich und bilden auffällig schwarze Blöcke auf Demonstrationen. Sie ändern deswegen zwar nichts, aber sie zeigen wenigstens, dass sie da sind. Manche arbeiten außerhalb des Normalen in alternativen Einrichtungen wie NGO´s. Jeder braucht zumindest das Notwendigste zum Leben. Wieder andere arbeiten politisch "wie ein Fisch im Wasser". Aber das Ziel ist meist selber politisch; das ging bis heute niemals gut. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie noch nicht allgemein gehört werden. Aber die Jugend und mit ihr immer mehr erwachsene Menschen wachen nach 1945 zum zweiten Mal mehr und mehr weltweit auf. Als die Statue von Christoph Kolumbus fiel war dem Autor klar, die Zeiten werden sich jetzt ändern. Die Zeit der außerparlamentarischen Opposition der 60er und 70er Jahren im vorigen Jahrhundert wird sich nicht wiederholen: Das Bündinis90/Die Grünen werden an ihrem Verrat als die NoskeII-Sozialdemokraten in die Geschichte eingehen. Sie ließen nie schießen, aber opferten das Klima der Erde für den materiellen Wohlstand der Einen und das Elend der Anderen.

Endlich wird überall der im typischen Bürger verankerte bewusste oder unbewusste Rassismus erkannt. Politische Parteien werden den "kommenden Aufstand" der Massen nicht mehr verhindern können. Aber es wird noch dauern und der Klimawandel schreitet unaufhaltsam fort. Donald Trump hat die Massen aufhorchen lassen. Sie wissen jetzt, dass bloßes Abwarten gefährlich werden kann. Die bürgerliche Mittelschicht löst sich nach und nach auf und im Prekariat finden bürgerliche und proletarische Menschen ein neues gemeinsames Fundament. Die sogenannte "Normalität" kehrt nicht wieder zurück. Die Finanzkrise ist nach der Pandemie nicht mehr zu meistern.

Der Siegeszug des Bürgertums hat lange gedauert. Er begann vor gut 500 Jahren, erlebte mit der Einführung des Code Napoleon im Jahr 1804 den Höhepunkt mit dem Recht auf Eigentum an Boden und erst nach dem Zweiten Weltkrieg schien das Bürgertum endlich fest im Sattel zu sitzen. Eigentlich hat Auschwitz die bürgerliche Aufklärung beendet und das Bürgertum hätte einer neuen pluralen und zivilen Gesellschaft Platz machen müssen. Der Mehrheit des Volkes war im Jahr 1945 klar, dass der Kapitalismus, die Wirtschaftsweise des Welt-Bürgertums, die Wurzel des Elends von Massen der Menschen ist. Die USA haben das verkommene System gerettet und den Europäern einen relativen materiellen Wohlstand bereitet. Noch einmal kreierten sie ein bürgerlich liberales politisches System, das nahezu zeitgleich mit den USA in ein zunehmend autoritären Verfassungsstaat transformiert wurde und bis zum Bruch des Völkerrechts mit dem Angriff der Nato auf die Bundesrepublik Jugoslawien währte. Danach begann der Zerfall: Hüben wir drüben. Diesmal darf es allerdings nicht mehr lange dauern, bis das Bürgertum ins Museum der Geschichte verwiesen wird: Der Klimawandel erlaubt keine lange Wartezeit mehr und die Natur wird die Menschen zum Handeln zwingen.

Ohne Abschaffung des Rechts auf Eigentum an Grund und Boden - ob staatliches oder privates Eigentum- kann der Klimawandel nicht gestoppt werden. Mit einem herrenlosen Boden verliert das Bürgertum buchstäblich das Fundament ihrer Macht und ihr weltweiter gigantischer Geldspeicher ist weg; eine historische Zeitenwende folgt, eine Gesellschaft der Freien und Gleichen wird zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit denkbar und die Verbrennung fossiler Stoffe wird enden.

Seit Menschengedenken konnte das nur als Utopie gedacht werden. Als der Mensch zum ersten Mal in der Lage war, sich wenigstens ein paar Stunden des Tages von der Notwendigekeit der Versorgung mit notwendigen Lebensmittel zu befreien, der Mensch also sich und den Seinen einen kleinen Überschuss an Lebensmitteln erwirtschaften konnte, war er wenigstens einen Moment am Tag von der Herrschaft der Natur über ihn befreit. Diese Phase in der Geschichte ist lange her und wir wissen nichts darüber. Wir wissen nur, dass vermutlich mit Gewalt anschließend an diese Phase die Friedfertigen gezwungen wurden, fremden und faulen Herren zu dienen. Die Bürgerlichen sehen das natürlich anders. Den Romantiker Jean-Jacques Rousseau, der menschlich ein Lump war, feiern sie noch heute.

Noch einmal: Wir wissen nichts über diese entscheidende Phase in der Geschichte der Menschheit. Wir wissen aber, dass in dieser geschichtlichen Phase die Teilung der Menschheit in zwei Klassen begann: Die Einen mussten arbeiten und die Anderen räsonierten und haben sich, auf ihre Art vernünftig geworden, von dem Zwang zur täglichen Arbeit befreit. Daran hat sich nichts geändert. Wie diese Spaltung erfolgte, ist der Fantasie der Menschen, die ihrer Klassenlage entsprechend ausgebildet ist, überlassen. Wir wissen es definitiv nicht. Einige sagen, es geschah mit Mord und Totschlag, die Anderen sagen, die Vernunft hätte die Einen dazu gebracht, sich Sicherheit zu wünschen und für Sicherheit wollten sie die Anderen bezahlen, damit diese in der Nacht Wache halten und sie selber besser schlafen könnten. Sie predigten den "Nachtwächterstaat" und wer´s glaubt wird selig. Aus dieser Trennung in zwei Klassen entstand dann tatsächlich auch ein gewaltiger Glaube, der bis heute von den beiden Knechten Jesus Christus vehement vertreten wird: Vom selbsternannten Apostel Paulus und dem Freund der Fürsten Martin Luther. Die Lehren dieser beiden Menschen wirken auf einen natürlichen Menschen wie reine Blasphemie.

Noch heute sind die Einen meistens vermögend und ihre Vermögenswerte steigen, bedingt durch das gleiche Recht, weiter an. Die Anderen sind nicht vermögend, sie waren es nie. Sie haben das gleiche Recht, können damit aber nichts anfangen. Dafür fehlt es an Kapital und Boden. Die Dümmsten unter ihnen hoffen vielleicht auf einen Lottogewinn oder träumen vor dem Fernseher; selber kommen sie in ihrem Leben schon lange nicht mehr vor. Die lebenszeitfressende Arbeit verkürzt inzwischen auch die Kindheit der Menschen. Obwohl alle wissen, dass mit Arbeit sehr selten einer vermögend wurde, dienen sie ihren säkularisierten neuen Gott Arbeit scheinbar willenlos. Früher bedienten sich die Einen der Sklaven und heute bedienen sie sich der Masse der Lohnarbeiter. Sie arbeiten und verbrennen die Erde.

Ausführliche erste Dokumente zum entwickelten Stand der menschlichen Vernunft in Europa liegen uns mit den Schriften aus der Zeit der attischen Demokratie vor. Verächtlich wurden die Anderen bereits bei den Griechen als Idioten bezeichnet. Beide Begriffe, die Demokratie und der Idiot, entstanden zur gleichen Zeit. Eine außerparlamentarische Opposition muss sich der Klärung beider Begriffe im Besonderen annehmen. Die Verwendung falscher Begriffe ist ein typisches Merkmal der Stellvertreter einer wie auch immer gearteten gesellschaftlichen Obrigkeit.

Die Problematik um den Idioten verweist auf ein zentrales Problem gerade in der heutigen sogenannten Informationsgesellschaft. Diese Gesellschaft ist hervorragend geeignet, das System der Herrschaft der Vermögenden mittels des Bürgerlichen Gesetzbuches und der Verwendung falscher Begriffe zu zementieren. Ohnmächtig informieren sich die "Idioten" in den wenigen Momenten, die ihnen als freie Zeit verbleiben und immer mehr anhand der bequemen Quelle Internet. Längst aber ist die Vielfalt der Informationen im Internet selber zu einem hervorragendem Manipulationsinstrument verkommen. Nicht nur, dass sehr viele Webseiten Werbung enthalten, sondern jede x-beliebige persönliche Meinung wird heute vertreten. Die Abwechslung, die der Mensch neben seiner im zugewiesenen täglichen Arbeit sucht und heute mit den technischen Möglichkeiten des Internets eine bequeme Lösung bereitstellt wird, kann dazu führen, dass gesellschaftliche Orientierungen sich wenig entwickeln und entwickelte wieder verloren gehen, die Persönlichkeitsentwicklung blockiert und der Einzelne lediglich zu einem nützlichen Idioten degradiert wird. Vor allem die auffallende Geschichtslosigkeit der Beiträge im Internet ist erschreckend. Diese Geschichtslosigkeit ist ein typisches Merkmal der Postmoderne. Die Bequemlichkeit kehrt allerorten ein und selbst die Kinder werden inzwischen und unter Ausnutzung der Corona-Krise gezwungen, das Internet zu nutzen. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche der Menschen schreitet scheinbar unaufhaltsam fort. Die Verwaltung des Menschen durch den Staat nimmt totalitäre Ausmaße an. Es ist der größte Angriff in der Geschichte der Menschheit auf die Natur des Menschen. Die Zustimmungsraten zu den Corona-Maßnahmen sind erschreckend hoch: Vieles, was Politiker sich ausgedacht, Verordnungen beschlossen haben und sie damit der Stimme von Virologen folgten (Experten, für die im faschistischen Italien sogar eine eigene Kammer gegründet wurde), wird vernünftig gewesen sein, aber deshalb muss ich ihnen nicht zustimmen, auch wenn ich sie befolge. Ein Unentschieden hätte gereicht, denn wir können uns in derart komplizierten Fragen nicht persönlich in derart kurzer Zeit entscheiden. Keinesfalls aber sollten wir zustimmen, denn die Maßnahmen sind widersprüchlich. Einige entbehren der Vernunft und vor allem stehen einige getroffenen Entscheidungen den Politikern und Richtern gar nicht zu. In diesem Mix fällt es jedem Menschen nicht einfach, sich zu orientieren und dieses Vorgehen von Seiten der Politiker hat durchaus Methode. Sie haben sich für diesen Mix entschlossen und wollen damit die Machtfrage scheinbar völlig natürlich für sich feststellen. Nie aber darf ihnen das gelingen, wenn es um die Naturrechte geht. Dass der Einzelne sich entscheidet, "De libero arbitrio", darf niemals von einem Staat auch nur in Frage gestellt werden. Heute stellt der moderne Staat dieses nicht nur in Frage, er verordnet es. Die Pest des Protestantismus, das "De servo arbitrio", die Lehre von Martin Luther und seines Idols, des selbsternannten Apostel Paulus, ist allgegenwärtig. Die Zeiten ändern sich seit der Jahrtausendwende stürmisch.

Das Leben der "Idioten" wird verordnet und geregelt von jenen Menschen, die selber auch kein Internet brauchen. Sie gehören und zählen sich nicht zu den Idioten.

Auch dieser ursprüngliche Text "Der Idiot oder die Sache mit der Zeit", der hier in Teilen übernommen wurde, soll später einmal fortgesetzt werden: Der Autor hat wenig Zeit zum Räsonieren, er gehört zu den Idioten und genießt mit manch anderen Idioten allein den Vorteil, dass er weiß, dass er gezwungenermaßen Idiot ist. Alle Idioten arbeiten. Deshalb würde auch eine "Direkte Demokratie", etwa praktisch als politisches Rätesystem ausgeführt, nicht funktionieren. Jedenfalls nicht unter den gegebenen gesellschaftlichen Verhältnissen des Gegensatzes von Lohnarbeit und Kapital. An der herrschenden repräsentativen Demokratie sollte also festgehalten werden; ein Narr, der ein anderes Regierungssystem fordert. Allein der Grund und Boden muss herrenlos werden.

Der Autor bittet seine Leser um Unterstützung. Die Texte mussten oft in den Arbeitspausen geschrieben werden und deshalb sind sie häufig unkonzentriert und noch fehlerhaft geschrieben. Bitte melden Sie Fehler, Unverständliches: Die politische Aufklärung, weshalb nur ein herrenloser Boden eine gerechtere Gesellschaft hervorbringen kann und das Herrschaftsmonopol der vermögenden Bürgerinnen und Bürger endlich wirkungsvoll gebrochen werden kann, sollte von allen gemeinsam getragen werden. Das Herrschaftsmonopol wäre mit dem Stimmzettel zu brechen, wenn dieser bewusst und strategisch eingesetzt würde. Vor allem dürfen keine politischen Parteien gewählt werden. Ausführlich hat der Autor dies am Beispiel der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika in seinem Buchmanuskript belegt. Dort haben seit der Unabhängigkeitserklärung von 1776 die Menschen nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, zwischen Republikanern und Demokraten. Die ersten sechs Präsidenten der USA waren allesamt Republikaner, Großgrundbesitzer und Sklavenhalter. 1829 übernahm das Amt des Präsidenten zum ersten Mal ein sogenannter Demokrat. Als Volkstribun ging dieser Rassist in die Geschichte ein und mit seinem Namen ist der Pfad der Tränen für immer verbunden. Die unterschiedlichen Entwicklungslinien der Herrschaftssysteme in Europa und den USA treffen sich zumindest für Deutschland im Jahr 1945. Deutschland ist seitdem auf dem Weg - dem Weg der USA folgend- in einen Zweiparteienstaat: Die "Partei der Mitte" und die Partei der "in die Mitte wollenden". Jetzt, nachdem der Klimawandel durch den seit dem Jahr 1800 ansteigenden Überschuss am Verbrennungsgas Kohlenstoffdioxid richtig in Gang gekommen ist, kann der flapsige Spruch Wirklichkeit werden: "In größter Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod."

Die Corona-Krise hat beim Autor weitere Erkenntnisse hinterlassen. Der Autor hat Dank eines großen Gartens die Zeit der Quarantäne erholsam und angenehm verbracht. Die Fläche von einem Ar, die dem Einzelnen als Bodenfläche verfassungsgeschützt für ein autonomes Leben zustehen soll, sollte für Städter deshalb erweitert werden: Jeder Mensch sollte das Recht auf einen Garten, auf ein Stück Natur haben. Der Begriff Garten müsste in diesem Fall erweitert werden: Auch die Zuteilung eines kleinen Waldstückes könnte ein Garten sein. Wichtig allein ist der größtmögliche Schutz der Autonomie des Einzelnen.

Das Manuskript "Ende der Revolutionen" liegt derzeit beim alibri-Verlag und noch ist nicht ausgemacht, ob und wie das Manuskript veröffentlicht wird. Die Corona-Krise erfordert, dass Teile des Manuskripts aktualisiert werden. Im fertiggestellten Manuskript wurde eine Krise als unausweichlich antizipiert, wie diese ähnlich aktuell Ernst Wollf als Finanzkrise antizipiert hat. Unabhängig voneinander kommen beide Autoren zum Schluss, dass nur eine außerparlamentarischen Opposition die politischen Verhältnisse noch verändern kann. Parlamentarische Parteinen können nichts ändern, mögen einzelne Parlamentarierer noch so kämpfen und vom Gegenteil überzeugt sein. Da ist kein "tiefer Staat", keine "Verschwörung" die sie hindert. Es ist das Privateigentum an Grund und Boden, das alles verhindert und dieses drückt sich allein im Bürgerlichen Gesetzbuch aus, der wichtigsten Fiebel des Bürgertums. Dieses Gesetzbuch muss im Bereich des Sachenrechts umgeschrieben werden. Noch einmal bittet deshalb der Autor von endederrevolutionen.de für den Weblog endederrevolutionen.de zu werben und ihn durch einen täglichen Besuch zu unterstützen. Falls das Interesse anhält, überlegt sich der Autor, das Buch "Ende der Revolutionen" als digitales Lesebuch online zu stellen. Keiner soll später sagen können, er hätte es nicht wissen können.

Abschließend: Die Video- und Audiodateien werden aktuell neu verlinkt, so dass in den nächsten Tagen alle Webseiten auf endederrevolutionen.de wieder ordentlich verlinkt sind und die Texte vollständig wieder gelesen werden können. Für den Autor ist der Kampf um ein Freies Internet, Freie Software und freien Zugang zu einem öffentlichen Diskurs, sehr wichtig. Der Kampf um die Wiederherstellung eines herrenlosen Bodens kann privat nicht geführt werden. Er ist eine öffentliche Angelegenheit. Jetzt ist es an der Zeit, in der gemeinsam die Aufklärung weiter geführt wird. Über das weitere Geschehen informiert der Autor unter http://endederrevolutionen.de/docs/aktuell.html

Posted by Michael Schwegler at 8:21
Edited on: Sonntag, 05 Juli, 2020 9:29
Categories: Der einfache Mensch