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Sonntag, 20 Oktober, 2019

Klimaveränderung

B.S. schrieb: Die Klimaveränderungen, geschehen in einer Welt, die seit Napoleon ihre Bevölkerung vervielfacht hat (von ca. 1 Milliarde Menschen bis 7). Im gleichen Zeitraum ist die industrielle Produktion explodiert, mit dem massiven Abbrennen von fossilen Brennstoffen, zunächst Wälder, dann die unterirdischen Wälder. Ich bin gespannt, wie das auf den Besitz von Grund und Boden zurückgeführt wird?

Antwort: Ich beginne mit der letzten Frage. Nicht das Recht auf Besitz an Boden ist entscheidend, sondern das Recht auf Eigentum an Boden. Das Recht unterscheidet hier klar. Als Besitzer herrsche ich zwar über Eigentum, jedoch bin ich letztlich vom Eigentümer abhängig. Will ich im Rahmen meines Herrschaftsrechtes etwas an der Sache ändern, die nicht auch mein Eigentum ist , benötige ich die Zustimmung des Eigentümers. Sehr anschaulich kann dieser Unterschied mit der merkantilen Wirtschaftsweise gezeigt werden; diese war vor allem gottgefällig. In dieser Zeit entwickelten sich die Produktivkräfte langsam; man griff möglichst nicht ein in Gottes wohlgefällige Natur. Er hat die Erde erschaffen und sie war gut so. Hier könnte ich einen ganzen Roman schreiiben, z.B. wie der Protestantismus mit dieser gottgefälligen Natur so gar nicht richtig zurecht kam.

Natürlich sollen die Menschen einen Teil des Bodens besitzen, auf dem sie leben.

Keiner hat (mehr) das Recht, dem Einzelnen den Besitz von Boden, der ihm als Menschenrecht zugeteilt wurde, streitig zu machen. Als ein Menschenrecht muss die Exekutive des Staates dieses Recht schützen ! Schranken bezüglich der Nutzung dieser Bodenfläche ergeben sich allein aus einem verbindlichen Katalog. Die restlichen Einwände werden in den nächsten Tagen beantwortet (aus Mangel an aktuell freier Zeit); Alle Leser der Kommentare bitte ich, sich an der Beantwortung zu beteiligen. Vorweg: Betrachtet man den Verlauf des Kohlenstoffdioxids-Anteil in der Atmosphäre -auf der Startseite dargestellt-, so kann kein Zusammenhang mit der Zunahme der Bevölkerung bis hin zu einer Milliarde Menschen festgestellt werden: Der Kohlenstoffdioxidanteil blieb nahezu gleich. Erst mit der Verbrennung fossiler Stoffe, das logischerweise das bisherige Gleichgewicht stören musste, ("die unterirdischen Wälder"), ließ den Anteil dieser Kohlenstoffverbindung in der Atmosphäre exponentiell ansteigen. Gigantische Mengen dieser über Jahrmillionen von Jahren gebildeten natürlichen Stoffe werden von den Lohnarbeitern und Sklaven der Eigentümer aus dem Boden befördert und verbrannt (-> Verbrennungskapitalismus ). Die Verbrennung fossoler Stoffe setzte erst in nenenswertem Umfang ein, nachdem der Boden in privates Eigentum überführt werden konnte.

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Posted by Michael Schwegler at 16:26
Edited on: Freitag, 08 November, 2019 17:13
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